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Mittwoch, 13. Juni 2007; 00:38:24 #0
Sakura

Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Rackers kleines Tagebuch: Last Chapter

Dadurch, dass leider das Fanpro Forum am 14 Juni 07 schließt, bin ich gezwungen, mit dem Tagebuch umzuziehen. Da es noch keinen neuen Lizenzgeber gibt, werde ich das Tagebuch unter anderem hier fortführen. Wie üblich erstmal Read Only, bis ich es zum Schluss wieder freigebe für Kritik, Schlussbetrachtungen etc. Wer sich nicht zurückhalten kann, PM ist erwünscht. Wie bisher wird es jeden Montag, Mittwoch und Freitag um die Mittagszeit geupdatet.

Wer das Tagebuch zum ersten mal liest, kann hier erfahren, wie alles angefangen hat:

http://www.tabletopwelt.de/forum/showthread.php?t=59431

 Auch weiterhin viel Spaß damit.


File 80a
Der Lange Arm der Schatten!

29.10.2059 Mittwochmorgen Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Wald vor Changsa

Wir haben es jetzt bis zum Auto geschafft, aber ich schätze mal, wir haben nur nen soliden Vorsprung herausgeschunden. Wenn die ganze Bruderschaft ihre Ressourcen in die Waagschale wirft, finden die uns hier im Laufe des Tages. Also noch schnell zur Höhle, alles eingepackt und ab durch die Mitte. Ich bin echt fix und foxi, aber ich bitte mal für alle Fälle zwei nette Geister des Himmels auf uns aufzupassen. OK, was ist unser nächstes Ziel? Wohl der Haupttempel der Wushu Bewegung. Dort ist ja bekanntlich Quai Won, der Gründer der Roten Drachen Triade, auf seiner letzten Reise hingewandert. Vielleicht kriegen wir dann dort raus, wo er als nächstes hin ist, was dann das Versteck von Gao Xe sein dürfte. Der Tempel befindet sich in Sichuan, der Magierdiktatur. Kein Ort, wo ich unbedingt hin möchte. Aber uns bleibt wohl nix anderes übrig. Also erstmal Richtung Westen.

Al fährt los und wir sind bald wieder auf der alten Autobahn Richtung Süden. Vor Xiangtan biegen wir dann auf einer kleinen Straße in Richtung Westen ab. Hier geht es bald steil ins Gebirge. Ich lasse die Gegend von Sarah überwachen, aber keine Magier oder Watcher oder Geister folgen uns. Sieht so aus, als hätten sie unsere Spur schon verloren. Etwas entspannter lehne ich mich zurück und fasse die wenigen Daten, die wir über das Treffen haben, in einem Dossier zusammen. Ich rufe Deathdancer an und klage mein Leid, dass Fridge den Großteil der Daten in ihrem Übereifer vernichtet hat und wir nur ein kümmerliches Dossier haben. Der Elf ist überrascht, dass wir die Sache schon durchgezogen haben. Tja, wir sind halt von der schnelle Truppe. Wo manche einen Monat Vorlaufzeit brauchen, ziehen wir die Sache an nem Tag durch. Schätze mal, dass dieses Team so langsam ganz oben mitspielt. Deathdancer will 15% für seine Vermittlung haben. Spinnt wohl! Wir einigen uns auf 12%.

Yan Pei-Ling will nun unbedingt ihre Familienchronik haben. OK, wenn sie mir nen Chip gibt, kriegt sie die Chronik. Sie gibt mir einen und ich kopiere ihr die Daten. Dann beginne ich mal die Daten zusammen zu fassen, welche ich so abfotographiert habe. Die gebe ich dann Fridge, welche dann das ganze Datenpaket an unseren lieben Professor schickt. Den Archäologen geht es so ganz gut und sie sind megahappy über die ganzen Daten. Na, dann mal viel Spaß beim Sortieren und Analysieren.  

Uns kommen hier kaum Fahrzeuge entgegen und ich bin entsprechend angespannt, als uns drei SUV entgegen kommen. Einer davon ist mit acht Bewaffneten besetzt. Ich greife nach meinem Karabiner, aber die fahren nur an uns vorbei. Puh! Hätte ins Auge gehen können. So langsam komme ich aus dem Gähnen nicht mehr raus. Auch der Rest ist am Rande der Erschöpfung, haben in den letzten Tagen ja auch genug gemacht. Zeit für etwas Ruhe. Also halten wir an und ich baue uns ein nettes kleines Versteck in die Felswand, komplett mit Garage, Klo und großen Schlafraum. Ich biete Pei-Ling und Fridge an, ein Gemeinschaftsbett für sie zu machen, aber Pei-Ling will nich. Na, dann halt nich. Wir essen noch was und dann kuschle ich mich in meinen Schlafsack. Nachti!

Sarah ist mal wieder dazu verdammt, mit Alpha und Bravo, den netten Windgeistern, Wache zu halten. Sie findet das total öde, weil da ja so gut wie nie was passiert. Soll doch froh sein, zuviel Action macht auch kleine niedliche Verbündete platt. Und der Zwangsurlaub ist sicherlich auch nich wirklich erstrebenswert. Mir gelingt es halbwegs, ne ordentliche Mütze Schlaf zu bekommen. Gegen Abend wache ich auf und wir machen erstmal ne Bestandsaufnahme. Unsere Munivorräte sind bedenklich geschrumpft, die Ersatzteillage ist prekär. Meine BDUs sind eigentlich reif für die Altkleidersammlung. Besonders meine gute, die mit der Isolierung, hat jetzt doch einiges abbekommen im Laufe der letzten Monate. Nun gut, wo bekommen wir am besten neue hochwertige Ware her?

In dieser Gegend liegen zwei Städte auf dem Weg nach Sichuan. Fridge und ich forschen etwas. Eine Stadt davon ist fest in Triaden Hand, sogar von der Bruderschaft der Insel. Also kein Ort, wo wir uns blicken lassen sollten. Die andere Stadt ist zerfallen und die Daten lassen nich darauf schließen, dass wir dort an hochwertige Ausrüstung kommen. Das Problem in diesem Land ist, der Schwarzmarkt ist eng mit den Triaden verzahnt. Es ist hier nich so wie in Seattle, wo das organisierte Verbrechen in Dutzende unterschiedlichster sich bekämpfender Syndikate zersplittert ist, wo es obendrein auch noch Konzernschieber und freie Schieber gibt. Hier läuft letztendlich alles über ne Triade, wenn wir uns hier jetzt an irgendwen auch immer wenden, inzwischen kennen wir ja einige Leute, unsere Bestellung wird am Ende immer von einer Triade bearbeitet werden. Und wenn ich ein fieser Triadenführer wäre, würde ich meine Leute anweisen, darauf zu achten, wer hochwertige Ausrüstung in einer Anzahl bestellt, die für fünf Leute  ist oder sonst die üblichen Qualitätsanforderungen sprengt. Die Hung Lung mag uns nicht mehr aktiv jagen, dafür haben wir jetzt die Bruderschaft extrem sauer gemacht. Und dazu werden wir ja noch vom Guangxi Militär verfolgt und die könnten auch ein Auge auf den hiesigen Schwarzmarkt geworfen haben.

Nun denn, wir haben Handys, ne Satellitenverbindung, ein GPS, einen Haufen Schattenkontakte und ne Menge Geld. Also kaufen wir unser Zeug doch einfach in Seattle und lassen es uns herfliegen. Der Pilot muss ja dazu noch nich mal landen, sondern das Zeug einfach abwerfen. Also beginnen wir ne lange Bestellliste zu machen. Kommt einiges zusammen, von neuen BDUs, die auch in kaltem Gebiet gut sind, über warme Unterwäsche, neue Kleidung für Herbst und Winter, da wir fast nur Zeug für heiße Gegenden haben und der letzte Tempel auf über 2000 Meter liegt.

Dann rufe ich mal Schwesterchen Jasmin an. Och, verdammt lange her. Sie meint, die Johnsons würden Schlange stehen, aber leider bin ich ja ausgebucht und ehrlich gesagt, dies ist mein letzter Job für andere Leute. So oder so, egal ob ich ihn überleben werde oder nich. Aber ich hätte hier ne Liste, soll sie so schnell wie möglich zusammenstellen. Und wie es aussieht, hat sie inzwischen jemanden an der Hand, der ein richtiges Scharfschützengewehr vertickt, nämlich die Remington International im Kaliber 30-06, einem ehemals sehr beliebten Jagdkaliber für Großwild in den Staaten. 20K? Ne, hat nich genug Rumms dann. Sorry! Dann rufe ich meine geliebte Sakura-chan an. Och, sie fehlt mir ja so sehr. Snüff! Ich muss heulen, als ich ihre Stimme endlich mal wieder höre. So verdammt viel ist passiert. Viel hat sich geändert. Sie wird auf alle Fälle die Sache mit dem ganzen Zeug managen. Fridge will noch ne Extra Wurst, weil sie ne Replika von nem Tai-Chi Schwert haben möchte, das kampftauglich und reich verziert ist. Soll Sakura-chan dann auch auf den großen Haufen werfen.

Als letztes rufe ich noch unseren Schmugglerchummer Jun Paak an. Das ist der junge Kerl, welcher uns zuerst nach Taiwan und dann von Taiwan in die Kanton Förderation gebracht hat. Er hätte Zeit und Interesse, wenn er Seattle in den nächsten Tagen anfliegt, das Paket mitzunehmen und dann auf unseren Koordinaten abzuwerfen. Wir einigen uns auf 2,5K für diesen Trip. Happy! Die ganze Sache wird einiges an Zeit beanspruchen. Ist nich gerade wenig, was Schwesterchen Jasmin da besorgen muss. Die ganze Aktion wird sieben bis zehn Tage beanspruchen. Was tun in der Zeit? Tja, da sollte ich wohl schauen, dass ich meine Macht etwas boosten kann. Und ich glaube, da fällt mir auch was ein. Aber zuerst brauche ich die Erlaubnis meiner Gruppe. Ich telefoniere mit Wulf, setze sie grob ins Bild und sage ihr, was ich zu lernen gedenke. Sie rät mir ab, so schnell wieder zu initiieren, besonders die Kraft, die ich lernen möchte, hätte es wirklich in sich und schon viele Schamanen letztendlich in den Wahnsinn getrieben. Aber dies ist die einzige Möglichkeit, mich gegen die Besessenheit durch einen Schatten wirklich effektiv zu schützen. Und der letzte Kampf gegen den Bund des Neunköpfigen Teufels wird mir alles abverlangen. Da werde ich jedes Quäntchen an Macht brauchen, was ich bekommen kann. Versagen bedeutet nicht nur meinen Tod und den des Teams, sondern vielleicht auch das Ende von hunderten von Millionen von Menschen. Also bekomme ich die Erlaubnis für einen weiteren Schritt auf dem Weg der Magie.

30.10.2059 Donnerstag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Höhle im Gebirge

Nach ner ruhigen Nacht fühle ich mich am nächsten Morgen wieder viel ausgeruhter. Da dies nur ein provisorisches Versteck ist, bin ich dafür, dass wir uns was Größeres und Komfortableres weit ab der Straße suchen. Also packen wir zusammen und ich öffne die Garage. Die Suche nach nem Versteck dauert etwa zwei Stunden, dann haben wir was Entsprechendes gefunden. In einem kleinen Tal, wo man mit dem Wagen noch hinkommt, fertige ich dann einen weitläufigen Komplex aus Eingang, Gemeinschaftsraum, der auch gleichzeitig als Garage dient und fünf Räumen mit Möbeln aus Stein. Nur als ich noch ein Plumpsklo reintreiben möchte, stürzt mir der Gang sofort ein. Weia! Mir ist nich so ganz wohl bei der Konstruktion. Der Stein ist so ne Art Schiefer. Aber solange hier niemand mit Granaten um sich wirft, dürfte nix passieren. Die Decke ist gewölbt und dadurch recht stabil.

Xe-Min und Pei-Ling schicken wir zu Fuß ins nächste Dorf, Vorräte einkaufen. Kriegen die beiden sogar ohne Massaker gebacken. Blüte hat für Sarah einiges an Süßigkeiten mitgebracht, darunter auch so Sachen wie süße Nüsse. Voller Begeisterung stürzt sich meine Kleine auf die Köstlichkeiten und vertilgt sie in großer Geschwindigkeit. Zwar nich so gut wie Schokolade, aber trotzdem sehr lecker, findet Sarah und reibt sich ihr Bäuchlein. Wieder mal frage ich mich, was mit dem ganzen Zeug passiert, da sie das ja nich wirklich verdauen kann. In der Formel, die ja ein Manga ist, habe ich sie ja auch essend gezeichnet, jedenfalls in der Gestalt des Kindes, aber nich, wie sie ein Ei legt. Ich habe eh noch nie davon gehört, dass ein Verbündeter in der Lage war, Nahrung zu sich zu nehmen. Schon seltsam.

Es kommt so was wie Campingfeeling auf. Man könnte gerade meinen, wir würden hier Urlaub machen. Gemeinsam machen wir Essen und verbringen einen wirklich entspannten Nachmittag zusammen. Hin und wieder kommen wir darauf zu sprechen, wie wir am besten nach Sichuan rein kommen und uns dort bewegen. Der Tempel liegt jenseits des Yangtsee und wir müssten über zweihundert Kilometer überwinden. Dort ist alles Gebirge, sehr dünn besiedelt. Sehr wenige Straßen. Mit wenigen Posten kann man also gut den Grenzverkehr kontrollieren. Es gibt einiges hin und her. Fridge ist für ne Söldnernummer, da Sichuan so ne Art Fremdenlegion unterhält. Man verpflichtet sich zehn Jahre und ist danach ein voller Staatsbürger von Sichuan. So was wie ne Identität oder Vorstrafen interessieren dabei anscheinend nich. Mir gefällt das nich so ganz. Sichuan ist ne magische Militärdiktatur, es gibt mehrere Geheimdienste und ein ausgedehntes Spitzelnetzwerk. Jede Kontrolle ist eine Kontrolle zuviel, durch die wir durch müssten. Selbst wenn Fridge uns nun den perfekten Background gibt, mit einem Anruf stürzt das Kartenhaus zusammen. OK, das ist immer so, man verlässt sich halt auf die Trägheit der Leute, dass sie es mit nem Matrixcheck belassen. Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei. Aber wir haben ja nen Schmuggler, der sich da vielleicht besser auskennt.

Pao Tem, der Riggerzwerg, dem wir mal das Leben gerettet haben [File 68]. Wie der Zufall so will, bereitet er gerade einen Treck nach dorthin vor. 2K pro Nase, wenn er uns rein bringen soll. Hört sich gut an. Ich frage ihn etwas aus, wie es auf dem Jangtse zugeht und in mir manifestiert sich ein Plan, der durchaus funktionieren könnte. Aber zuerst müssen wir ja noch Ausrüstung und Infos abwarten. Danach übe ich mich noch ein wenig im Bogen schießen oder spiele etwas Mahjong mit den üblichen Verdächtigen. So vergeht der Tag auch und am Abend packe ich schon mal alles zusammen. Auch Yan Pei-Ling bereitet sich auf eine Initiation vor, wenn man schon mal die Gelegenheit dazu hat. Sie wird als Prüfung die Meditation nehmen. Dann mal viel Glück!
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Mittwoch, 13. Juni 2007; 00:39:33 #1
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

File 81
Initiation in den Bergen

31.10.2059 Freitag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Höhle im Gebirge

Am frühen Morgen nach nem kargen Frühstück breche ich auf. Schon bald bin ich im Gebirge und in der Einsamkeit. Ah! Das tut vielleicht mal gut. OK, jetzt muss ich nur noch den richtigen Ort dafür finden. Also bitte ich einen freundlichen Berggeist mir solch einen Ort zu suchen, also Fels und ne Quelle, dazu noch ne schöne Aussicht. Während ich warte, spiele ich mit Sarah auf nem Felsen Memory. Meine Kleine ist inzwischen recht gewitzt darin, sich zu merken, wo die richtigen Karten sind. Und sie gewinnt sogar. So was auch. Die Kleine freut sich entsprechend. Mein netter Berggeist kommt zurück und meint, er hätte ne ganz tolle Stelle gefunden. Er führt mich quer durch das Gelände und schließlich zu ner Erhebung, hier plätschert ein Bach. Perfekt!

Ich hole mein Sketchbook aus dem Rucksack und zeichne auf, wie ich mir den Ort meiner Initiation vorstelle. Och! Ich wünschte, meine liebe Gruppe wäre bei mir und könnte mich unterstützen. Und nich nur deswegen, weil dies weniger meines innersten Selbst kosten würde. Sondern mit der Gruppe fühle ich mich einfach sicherer. Aber dafür muss ich mir keinen Spott anhören, falls es nich auf Anhieb mit dem Hüter der Schwelle klappt, war ja schon mal das Problem. Weia! Trotzdem, ich wünschte, meine Schwestern wären hier. Vielleicht würden sie mir ja abraten, dass ich das hier mache. Ist schließlich noch nich allzu lange her, dass ich einen weiteren Machtzuwachs erfahren habe. Dafür habe ich auch wieder was verloren. Nun ja, habe inzwischen verdammt viel erlebt und ich glaube, für die ausstehenden Aufgaben werde ich alles brauchen, was mich stärker macht.

Ich erkläre meiner Kleinen an Hand der Skizzen, was ich zu tun gedenke. So ein komplexes Bauwerk habe ich bis jetzt noch nie errichtet, wird ne echte Herausforderung. Findet auch meine Süße, aber gemeinsam werden wir das schaffen. Also ran ans Werk. Zuerst baue ich den Eingangstunnel, schön gewunden, der dann in einen kreisrunden Hauptraum führt. Hier baue ich eine Feuerstelle und einen Kamin, dazu noch ne kuschelige Schlafnische. Von hier aus geht es zu allen anderen Räumen. Als nächstes baue ich die weiterführenden Gänge, dann den Raum, der die Schwitzhütte sein wird. Ein kompakter kreisrunder Raum. Als nächstes das Badezimmer. Hier werde ich den Bach hineinleiten. Ich fertige ein komplexes System aus zwei Becken, eines davon wird sozusagen oberhalb des zweiten sein und einen Wasserfall speisen. Das zweite Becken wird zum Waschen sein.

Als letztes kommt der eigentliche heilige Raum hinter einer Treppe mit Absatz, wo man die Schuhe ausziehen kann. Kreisrund forme ich ihn. Sieben Meter im Durchmesser. Gegenüber dem Eingang forme ich eine Nische für einen Altar. Die Kuppel verziere ich mich mit fünf Reliefs. Jedes zeigt eine Metakraft, die ich beherrsche oder eben nun zu lernen gedenke. Das erste Relief zeigt die Abschirmung, die erste Kraft, die ich erlernt habe. Symbolisiert wird das von einem Waschbären, der sich tapfer mit einem Topfdeckel vor seine Freunde stellt und damit eine Kugel abwehrt. Das zweite Bild zeigt einen Waschbären, der sich mit einer Diebesmaske tarnt. Das dritte zeigt einen Waschbären, der einen seiner Freunde wachsen lässt und stärker macht, als Symbol für die Anrufung. Das vierte Bild zeigt einen tanzenden Waschbären, als Symbol für das Finden des innersten Selbst. Und die letzte Abbildung zeigt einen muskulösen Waschbären, der selber zu wachsen scheint, für die Absorption.

Sarah ist nach Ausarbeitung der Reliefs ganz begeistert und krabbelt darauf herum, um alles mit den Händen nachzutasten. Diesmal ging es ohne alles vorher anzupinseln. In der Beziehung habe ich auch Fortschritte gemacht. Als letztes mache ich noch ein Loch in die Decke und setze darauf ein kleines Kuppeldächchen, welches von schönen Säulen getragen wird, sodass Luft und Licht hinein kann. Die nächste Aufgabe ist schon etwas kniffliger. Um für ne halbwegs gesunde Zirkulation der Luft zu sorgen, verwandle ich mich in einen kleinen Waschbären und forme so ein Lüftungssystem mit mehreren Ein und Ausgängen, sodass nich Gefahr besteht, da drin zu ersticken. Und als letzte Aufgabe muss ich für nen Ab- und nen Zufluss für das Wasser im Bad sorgen. Zuerst der Abfluss, der das Wasser zurück in den Bach leitet. Dann den Zufluss, der sich als recht knifflig herausstellt. Ist mehr oder weniger ein Blindflug durch den Felsen. War das andere zwar auch, aber hier muss ich irgendwann auf den Bach stoßen. Nach mehreren Versuchen gelingt mir das auch. Volltreffer!

Blöd nur, dass jede Menge Wasser mir entgegen kommt und ich schmerzhaft in das erste Becken gespült werde. Aua! Zum Glück bleibt es bei ein paar oberflächlichen schrammen, die sofort mit einem Lied der fixen Heilung verschwinden. So, mein kleiner Tempel wäre fertig. Zeit für ne Mittagspause. Ich mache ne Instant Ramen Nudelpackung auf, welche sich selber erhitzt. Immer wieder praktisch diese Dinger. Danach schnappe ich mir meine Sarah und gemeinsam suchen wir uns Feuerholz zusammen. Dann runde Steine. Meine Kleine ist richtig motiviert und flitzt begeistert hin und her. Dabei trägt sie nich nur die passenden Steine, sondern lässt gleich zwei oder drei vor sich herfliegen. So habe ich recht schnell eine schöne Menge zusammen. Ich habe keine Zeit zu verlieren, also mache ich ein heimeliges Feuerchen im Kamin, der sogar richtig gut abzieht. Jedenfalls nachdem ich ihn noch mal richtig schön erweitert habe. Darin mache ich die Steine heiß. Um ungestört zu bleiben, verschließe ich den Haupteingang bis auf ein kleines Luftloch.

Inzwischen ist das Wasserbecken voll gelaufen und ich nehme ein Bad im eiskalten Wasser. Bibber! Aber ich muss mich reinigen. Meine Kleine springt begeistert ebenfalls in das Becken und fängt an herumzualbern. Nach wenigen Sekunden haben wir ne hübsche kleine Wasserschlacht. Ich tobe etwa ne Viertelstunde mit ihr im herrlichen Nass, dann wird es mir deutlich zu kalt und bevor ich mir ne ordentliche Erkältung hole, gehe ich lieber mal raus. Meine Kleine lässt sich dadurch nicht stören und planscht lautstark weiter im Wasser herum. Ich trockne mich ab und entferne danach sorgfältig mit meinem Ladyshave jede Körperbeharrung unterhalb meiner Augenbrauen. Fühle mich so einfach reiner. Meine Kleine guckt dabei ungeniert zu. Danach will sie sich auch rasieren, was bei ihr nun mal nich geht, was Sarah gar nich Sahne findet. Wütend schleudert sie meinen Ladyshave in die Ecke und beklagt sich darüber, dass ihre Haare nich abgehen oder sie die gar nich hat. Ich versuche ihr zu erklären, wieso Metamenschen an bestimmten Regionen Haare haben. Meine Kleine macht aber nur dicke Backen und schmollt. So was auch. Sarah ist manchmal ein richtiges Kleinkind. Aber nach fünf Minuten gibt sich das wieder und sie fängt mich an zu löchern, wo Babys nun eigentlich genau herkommen. Hu? Ich kläre sie in der Version auf, wie man das bei kleinen Kindern eben so macht. Wirklich befriedigen tut das die Kleine aber nich. Ich vertröste sie auf später, wenn ich Zeit und Muße dazu habe, ihr das in aller Ruhe zu erklären.

So, die Steine sind inzwischen auch schön heiß und Sarah trägt sie enthusiastisch mit Liedern des leicht Seins in den Raum, der als Schwitzhütte dient. Mit einer Zeltplane verhänge ich den Eingang. Ich schöpfe Wasser und gieße es über die Steine. Sofort will Sarah das auch machen. Nun gut, sie darf auch mal schöpfen und schön Dampf machen. Das gefällt ihr und lässt sie verzückt quietschen. Jetzt aber ein bisschen mehr ernst, ist ja immerhin eine heilige Zeremonie. „Sarah findet, dass Heiligkeit und Spaß sich nich ausschließen.“ Da hat sie recht, aber Respekt ist auch notwendig. Darüber denkt sie nach, während ich mich in leichte Meditation versetze. Vieles ist in den letzten Wochen passiert, manches war gut, vieles war schlecht. Irgendwie habe ich Bammel davor, dem heiligen Waschbär gegenüber zu treten. Da gab es einiges an kritikwürdigen Aktionen seit meiner letzten Initiation. Weia! Ich habe einige Menschen getötet und ich werde weitere töten müssen. Mega Weia!

Nach einer gewissen Zeit fühle ich mich soweit rein, um dem heiligen Waschbären gegenüber treten zu können. Aber zuerst erkläre ich Sarah, was sie in der nächsten Zeit zu tun hat. Ich lasse sie immer wiederholen, was ich gesagt habe, nicht dass sie was in den falsch versteht. Nachdem ich mich überzeugt habe, dass meine Sarah alles verstanden hat, kann es losgehen. Nur mit meinen Foki bekleidet schreite ich feierlich in den heiligen Raum. Sarah fliegt hinter her. Auf dem Altar entzünde ich einige wohlriechende Rauchstäbchen. Ich knie mich vor dem Altar und spreche einige Gebete, in denen ich um Führung und Kraft auf meiner Queste bete. Dann tanze ich den Tanz der Eröffnung. Sarah schwebt mit meinem Taschensekretär in der Hand über mir und spielt die entsprechende Musik ab, zu der sie selbst in der Luft tanzt.

So, der erste Tanz wäre getanzt. Schade nur, dass ich außer Sarah kein Publikum habe. Obwohl, da ich total nix anhabe, ist das vielleicht gar nich mal so schlecht. Danach folgt ein Tanz zu Ehren des heiligen Waschbären, der ziemlich lange dauert. Dann den Tanz des Öffnens, zum Schluss sinke ich in mich zusammen und die Schwärze umfängt mich.

Wächter der Schwelle

Ich gleite orientierungslos durch die Dunkelheit. Wo ist oben, wo unten? Schließlich ertönen die Geräusche von marschierenden Stiefeln um mich herum. Von allen Seiten scheint eine halbe Armee auf mich vorzurücken. Schließlich kommen von vier Seiten Soldaten in Sicht, die wie auf einer Parade aufmarschieren. Sie halten und bilden ein Karree um mich herum. Sie tragen Uniformen des Militärs des Guangxi Protektorates. Im ersten Moment krieg ich nen großen Schreck, weil ich denke, die haben mich wirklich in meinem kleinen Tempel aufgespürt, aber das kann nich sein, dies ist meine Prüfung. Major Jin tritt wie auf das Stichwort hervor. Verhöhnt mich, weil ich weiter Macht suche, wo ich doch gegen die Armee der Schatten und den Bund des Neunköpfigen Teufels sowieso keine Chance habe.

Nich doch, kann so was. Glaub ich. Die lachen mich aus und überwältigen mich. Ich kriege Hand und Fussfesseln angelegt und werde in ne Kiste gesperrt. Weia! OK, diesmal keine Spielereien mit Münzen, sondern etwas Handfestes. Und Fußfestes. Aber als quirliges, magisches und gelenkiges Girlie ist das nicht so die Herausforderung. OK, es ist die Herausforderung. Ich brauch geschlagene zwei Stunden, um aus der Kiste wieder raus zu kommen. Die Schellen sind nich so das Problem, einmal kurz in Kätzchen verwandelt und ich habe alle Bewegungsfreiheit die ich brauche. Aber was mach jetzt mit der Kiste? Normal würde ich jetzt einen Geist bitten, sie von außen zu öffnen, aber dass fällt hier flach. Die Kiste ist aus stabilem Holz, schon eher ne richtige Truhe. Zuerst versuche ich mich buchstäblich als Mäuschen durchzubeißen. Bäääh! Schmeckt nich! Mich in ein großes Tier zu verwandeln, welches die Kiste durch ihr Volumen sprengt, traue ich mich nich, weil ich nich testen will, was letztendlich mehr aushält, ich oder die Kiste. So nage ich als Biber die Stelle um dass Schloss an, um eine Sollbruchstelle zu schaffen. Dann verwandle ich mich wieder zurück, singe ein Lied der Bärenstärke und setze alle Kraft ein. Schließlich reißt das Holz um das Schloss und der Deckel springt endlich auf. Das war ja recht heftig gewesen. Uff?

Erste Prüfung

Ich höre in der Ferne das Feuer aus vollautomatischen Waffen und Sirenen. Wo bin ich nur? Wie es aussieht in einer Ruine eines Wohnhauses im amerikanischen Stil des späten letzten Jahrunderts. Ich sehe Gangtags von den Eagles an einer der Wände. Diese Gang war mal in Redmond aktiv, ist aber schon lange her. Irgendwie habe ich ein Deja vu. Den Ort kenne ich. Weia, das ist lange her, etwas über neun Jahre. Im Sommer 50 hat es mal nen Aufstand gegeben. Lone Star ging in großer Stärke rein, um ein paar Gangs aufzumischen, unter anderem die Eagles, die dabei aufgerieben wurden oder die orkische Gang der Blades from Hell.

Kaum habe ich mich orientiert, kriege ich schon Besuch. Eine massige Gestalt schiebt sich in mein Gesichtsfeld. Der Mann trägt ne blutige Metzgerschürze. Dazu passend hält seine rechte Hand ein großes Schlachterbeil, von dem Blut runter tropft. Die linke hält einen abgetrennten Arm, die selber ein brennendes Zippofeuerzug hält. Damit zündet er sich ne Zigarre an und nun erkenne ich ihn, es ist Bigio der Schlächter. Schluck!

Abschätzig mustert er mich. „Du suchst Macht, nach immer mehr Macht.“ Er nimmt nen tiefen Zug und wirft achtlos Zippo samt Arm weg. Na, der hat es nötig mir Vorhaltungen zu machen. „Aber brauchst du unbedingt diese Macht, welche du nun erstrebst? Erinnere dich, früher ging es auch ohne. Ohne Metakräfte, sogar ohne Magie. Erinnere dich an diesen Ort.“ Bigio kommt paffend näher und macht eine weiträumige Geste. Dabei wird er immer größer. Alles ist hier viel zu groß. Nein, das ist es nicht. Er ist so groß wie immer, ich bin es, die geschrumpft ist. Ich blicke an mich herunter. Ich trage durchlöcherte und oftmals geflickte Jeans, die mindestens schon fünfzehn Jahre aus der Mode sind. Meine Füße stecken in abgetragenen Sneaker und ich trage ne Lederjacke, die zwei Nummern zu groß ist. Und meine Brust ist so flach, wie es bei nem zehn Jahre alten Mädchen vor der Pubertät nun mal der Fall ist. Ich spüre das vertraute Gewicht eines Revolvers, einer Colt ASP, in meiner rechten Jackentasche. In der linken ist ein kleiner Transportbehälter. Damals hatte ich diesen Behälter voll mit Chips abliefern müssen, kleiner Kurierjob für den Mann, der mich später an die Yakuza verkauft hat. Verdammt, ist das lange her.

„Du erinnerst dich, nicht wahr? Wie du einst ohne deine besonderen Kräfte überlebt hast.“ Ja, ich erinnere mich, an diese Nacht des Aufstandes. Überall Lone Star Cops in Aufruhrbekämpfungspanzern. Hubschrauber und Drohnen in der Luft. Gruppen von bewaffneten Gangern am Boden, verzweifelt bemüht so was wie ne Verteidigung hin zu bekommen. Und ich mitten drin, mit heißer Ware in der Tasche, allein auf mich gestellt. Ich spüre wieder die Angst, die Angst vor Schmerzen, vor dem Tod. Damals habe ich die Nacht dadurch überlebt, in dem ich mich hier versteckt hatte, während dieser Bereich in den Strudel eines bürgerkriegsähnlichen Aufstandes versank.

„Nun, jetzt kannst du beweisen, dass du dies immer noch drauf hast.“ Motorräder knattern vorbei. Es sind viele, Truppen der Blades from Hell zu ihrem letzten Gefecht. Damals waren sie auch hier vorbeigefahren. Aber diesmal nicht, denn Bigio nimmt seine Zigarre aus dem Mund und pfeift. Drek! Ich seh mich um. Draußen halten Motorräder. Oben an ner Wand ist ein Absatz, gerade groß genug um mir Deckung von unten zu geben. Ich laufe so schnell wie möglich darauf zu und nehme einen Stein vom Boden auf. Geschwind klettere ich hoch und wuchte mich auf den Absatz. Gar nich so leicht, wenn man nich so stark ist. Aber gerade noch rechtzeitig drücke ich mich auf den Absatz und verschmelze mit dem Beton. Staub kitzelt in meiner Nase, als zwei Orks die Ruinen betreten. Sie grunzen sich die ganze Zeit mit abgehackten Sätzen in einem kaum verständlichen Slang an. Bigio steht immer noch paffend unten, aber die gehen buchstäblich durch ihn hindurch, ohne ihn zu bemerken. Sie kommen meinem Versteck gefährlich nahe. Und sie sind groß genug, um mich zu sehen, wenn sie nur richtig hoch schauen. Ich versuche einen Geist zu bitten, mich zu verschleiern, aber mein Flehen verhallt unbeantwortet. Auch kann ich mich nich erinnern, wie das Lied des Nich gesehen Werdens noch mal ging. Damals konnte ich noch keine Lieder des heiligen Waschbären singen.

Ich werfe den Stein und verursache so ein Geräusch hinter den Ruinen, dem sie nachgehen. Puh! Aber zu früh gefreut. Ein dritter Ork kommt herein, sieht sich um. Und er entdeckt mich. „Komm runter!“ Weia! Was soll ich tun? Kämpfen kann ich stecken, ich habe weder die Kraft noch das Können um auch nur einem Schlag standhalten zu können. Ich habe ne Pistole, einen Taschenrevolver, mit dem man Squatter einschüchtern kann, aber keinen gepanzerten Ork. Aber auf der anderen Seite ist der Ork gar nicht mein Feind und ich nur ein kleines Kind. Also klettere ich nach unten und zeige man leeren Hände. „Was tust du hier?“ schnauzt der Ork mich an. In seinem Slang hört sich das natürlich anders an. „Mich vor den bösen Cops verstecken“, meine ich. „Welcher Gang gehörst du an?“ „Keiner, bin doch noch ein kleines Mädchen.“ „Eh, die schwanzlosen Eagles nehmen doch alles heutzutage. Aber hast recht, an dir ist nix dran. Verschwinde!“ Das lasse ich mir nich zweimal sagen. „Siehst du, es geht auch ohne Magie“, ruft mir Bigio hinter her und die Ruinen verwandeln sich in eine Explosion aus Licht, welche von der Dunkelheit verschlungen wird.
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Mittwoch, 13. Juni 2007; 00:40:40 #2
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Erste Prüfung, Zweiter Akt
[Dieser Teil wurde auf der V.Con 7.1 gespielt. Für die Initiation waren zwei Questen notwendig, einmal um die Kosten zu reduzieren, zum anderen um die Metakraft zu lernen. Ich quetsche die zweite einfach mal hier rein. Einige Sachen habe ich zusammengefasst. Die Paralellwelt ist recht interessant, leider kam davon kaum etwas rüber, weil eigentlich zuerst ein 1 zu 1 geplant war, das aber dann durch einige widrige Umstände doch zu nem Gruppenrun umfunktioniert werden musste.]

Tag 1

Es wird wieder hell und ich blinzle im Sonnenlicht, das durch zwei rustikal vergitterte Fenster durch schicke teure Gardinen gedämpft in den Raum sickert. Ich sitze in einem bequemen dunklen altbacken wirkenden Ledersessel. Der Raum kommt mir vage bekannt vor, ist eine Art Besprechungszimmer mit einer Einrichtung, wie sie vor langer Zeit mal als bequem empfunden wurde. Ich trage ein weißes Top, schwarze Jeans und habe Pantoffeln an den bloßen Füßen. Auf dem Tisch liegt ein Ausdruck, mein Bild ist mit ner Büroklammer daran befestigt. Auf dem oberen Textfeld steht was von Kaufvertrag und er trägt den Amerikanischen Adler und die Abkürzung USA. Ui?

Als Name ist dort Maria Esposita eingetragen und ich werde als Quadroon bezeichnet. Ich weiß, dass Mädchen mit dem Namen Maria Esposita Findelkinder mit lateinamerikanischer Herkunft bzw. Aussehen ohne bekannte Eltern sind und Quadroon ist die Bezeichnung für jemanden, der ein schwarzen Großelternteil hat. Was beim Waschbär ist hier los? Ich schaue den Vertrag durch. Ich gehöre einer gewissen Rowena O`Malley, gekauft am 31.10.2059, also heute, in Seattle, Washington, USA. Hm, was für ne seltsame Ebene ist denn das hier? Was ist meine Aufgabe? Fliehen?

Ich schau mich in dem Raum um, nix was sich als Waffe verwenden ließe. Aber es gibt nen verschlossenen Schrank, ich öffne ihn mit der Büroklammer von meinem Kaufvertrag, Papiere, Unterlagen von normalen Geschäften und ein Tresor. Zahlenschloss, modernes Panel, ohne Werkzeug nich zu öffnen. Drek! Ich höre Schritte und verschließe schnell den Schrank wieder. Die Tür geht auf und Lady Rowena kommt herein. Sie ist aber nicht die Donna Rowena, die ich so gut kenne, sondern eine andere Rowena. Ich bin ihr Besitz, ein Werkzeug, ein Instrument der Rache. Sie hat mich nur zu einem einzigen Zweck gekauft, nämlich um Bigio zu geeken. He, das ist etwas, was ich schon immer tun wollte. Aber diese Aufgabe ist nich mir alleine vorbehalten. Ein schwarzer Butler führt drei so genannte Profis in dieses Besprechungszimmer. Keiner davon ist schwarz. Der erste ist ein japanischer Zwerg namens Kono, der sitzt und läuft, als hätte man einen Stock in seinen Hintern gerammt. Er hat einiges an Vercyberung intus. Die zweite ist ne knackige Anglo Elfe die am besten mit dem Wort bunt zu bezeichnen. Ihr T-Shirt ist ständig in Bewegung und Farben mischen sich immer wieder neu, genau so wie ihre Haare. Sie nennt sich Luna. Der letzte ist ein Troll, groß, breit, Ki-Depp wie die Anglo. Ich werde behandelt wie Luft. Drek! Das sind vielleicht mal miese Rassisten.

Rowena heuert die anderen Typen an, um Bigio zu geeken. Yeah! Ne Queste ganz nach meinem Geschmack! Mein kleiner Waschbär ist verschreckt, aber wenigstens hier habe ich die Möglichkeit, dieses Schwein Bigio zu geeken. Rache für Borg, für Cabaal, Avide und Jerome Devereux. Diese Rechnung ist noch nich beglichen und ich habe ein verdammt gutes Gedächtnis. Ich bin ganz Ohr, was Rowena sonst noch zu sagen hat. Es gibt einen Haufen an Infos über das Anwesen von Bigio, das sich hier in dieser Welt in Tacoma befindet. Die Sicherheit ist so massiv, dass weder Einschleichen noch Frontalangriff ne Aussicht auf Erfolg haben. Aber der Mistkerl verlässt hin und wieder seine Festung. Zwar um einmal in der Woche in sein Büro zu fahren, dabei hat er aber ne Leibwache dabei, die größer als das Militär von manchen Staaten ist. OK, ist etwas übertrieben ausgedrückt, aber acht Motorräder und zwei voll besetzte Begleitfahrzeuge sprechen für sich. Knapp zwanzig Mann, darunter zwei Magier. Eine schwarze Elfe und ein Anglo Norm. Die Elfe soll ne Sklavin sein. Jeden Sonntag fährt er auch zur Kirche, allerdings hat er da keine Motorradstaffel dabei. Überraschenderweise in ne Methodistische. Huh? Katholizismus ist in den Staaten verboten, weil die Päpste etwas zu laut gegen die Sklaverei gewettert haben. Der Amtierende ist ein Inder und ein Ork war auch schon mal Papst. He? Das haut mich um. Bonk!

Und dann fährt Bigio mit nur einem Fahrzeug und vier Motorrädern nach Redmond in die Barrens. Auch hier hat es 2029 den Crash gegeben und Redmond ist nun zerfallen. Allerdings ist es noch nie jemand gelungen, herauszufinden, was Bigio dort so treibt. Hm? Darauf kann ich mir jetzt auch keinen Reim machen. Besonders wie er es schafft, seine Verfolger immer abzuhängen. Redmond hat die Eigenschaft, flach wie ein Teller zu sein. Also Sensorschatten sind da ne echte Mangelwahre. Außer im Süden zum Tiger Mountain hin, wo es gebirgiger wird.

Ich werde von den anderen gleich mal voll runter gemacht. Nigger! Die sagen tatsächlich das politisch unkorrekte Wort zu mir! Grrrr! Ich fühle mich voll unterdrückt! Dabei fühle ich mich gar nich als Farbige. Ich weiß ja selber nich so genau, in welche ethnische Gruppe meine Eltern gehört haben, aber als Afro habe ich mich nie gesehen. Mein Teint ist zwar recht dunkel und ich werde auch in der Sonne für meinen Geschmack viel zu schnell braun, aber ich denke mal, dass meine Eltern eher Lateinamerikaner, Ameridianer oder aus dem vorderen Orientwaren.

Wenigstens bekomme ich meine Ausrüstung gestellt und stelle mir das normale Paket zusammen, was ich auch sonst immer so habe. Meine Teamkollegen organisieren ein Motel in Redmond. Von Rowena bekomme ich noch ne Warnung, dass es höchst ungesund wäre, abzuhauen und ne Tasche mit Wäsche. Gut! Wenn ich Bigio töte, bekomme ich meine Freiheit. Also ist dies mein Auftrag in dieser Ebene. Töte Bigio und man kommt weiter. Finde ich nich schlecht. Wetwork ist nich mein Ding, Bigio umzunieten dagegen schon. Und hier brauche ich mir auch keine Sorgen wegen des langen Armes der Mafia zu machen. Lucky!

Ich schlüpfe in bequeme Sneakers und in ne gepanzerte Jacke und los geht’s. Die Stadt ist vertraut und doch so anders. Es gibt keine Renrakupyramide, die japanischen Konzerne sind kleiner und nich so dominierend. Aber dafür hat SK hier einiges an Gebäuden. Auch ist der Anteil an amerikanischen Marken viel höher als Normal. Auf den Straßen sind kaum Asiaten zu sehen. Durch die Einwanderungswellen in der realen Welt beträgt der asiatische Anteil der Seattler Bevölkerung fast fünfzig Prozent, hier sind es vielleicht fünf Prozent. Afros sind auch zu sehen und sie scheinen alle höchst untergeordnete Funktionen wahr zu nehmen. Sklaven eben.

Wir checken in nem Motel ein. Verdammt eng da drin. Luna und ich beziehen ein Zimmer, James und Kono ein anderes. Ich zieh vorsichtshalber mal einen Hüter hoch. Dann setzen wir uns zur Planung zusammen. Irgendwie total ungewohnt, dass direkt an mir vorbei geplant wird. Aber ich schätze mal, dass Qualität sich immer durchsetzt. Morgen ist Sonntag, also wollen die anderen sich mal die Sache aus der Nähe anschauen. Luna darf am Gottesdienst teilnehmen, ich soll astral spicken. Nun, das ist ja mal ein Plan.

Mit dem Trid fange ich danach mal an, ne kleine Recherche zu machen. So wie es aussieht, ist die Geschichte bis etwa 1830 herum identisch, dann fängt es an auseinander zu driften. Es gab nie nen Sezessionskrieg, die Sklaverei wurde nie abgeschafft. Die USA hielten sich an die Monroe Doktrin und mischten sich nirgendwo ein. Es gibt noch ein Britisches Empire, das aber eher wie ein Commonwealth aussieht. Und die haben keine Sklaverei. So wie es aussieht, ist das Ziel aller Sklaven eine Flucht nach Kanada. Dort gurkt auch ein gewisser Drache namens Dunkelzahn herum, der da fleißig mitmischt. In Deutschland regieren die Faschisten, auch wenn ihr Reich sich recht bescheiden ausnimmt. Ein gewisser Bormann ist dort der vierte Führer. Die Sowjetunion gibt es immer noch, aber beide Regime haben schwer mit inneren Problemen zu kämpfen.

So langsam bekomme ich Hunger und wir fahren zu nem McHugh. Das erste was mir auffällt, die ganze Belegschaft ist Schwarz, nur die Wachgardisten sind Weiß. Glub? Ne Girlietüte gibt es hier nich, Menno! Also nehme ich fünf Cheeseburger, ja, hab Hunger, Pommes und ne Coke. Die Schwarze wuselt in Rekordgeschwindigkeit meine Bestellung zusammen. So schnell und zuvorkommend bin ich noch in keinem McHugh bedient worden. Aber statt Coke gibt sie mir nen Becher mit ner klaren Flüssigkeit. Ich weise sie freundlich darauf hin, dass ich ne richtige Classic Coke haben wollte. Sie guckt mich groß an und behauptet steif und fest, dass dies ne Classic Coke ist. Kono macht mich unfreundlich darauf aufmerksam, dass Classic Coke nun mal klar ist, und ich nich hier den Verkehr aufhalten soll. Classic Coke ist nich schwarz? Was? Ich guck wie Auto, fasse mich dann aber. Die Coke ist hier nich schwarz! Ich fasse das irgendwie nich. So was auch! Überraschenderweise schmeckt die klare Flüssigkeit wie Coke. Und die Cheeseburger schmecken richtig gut, kein Soyersatz. Richtige Lebensmittel scheinen hier eh angesagt zu sein. Klar, hier wurde keine Anbaufläche durch die Indianerkriege vernichtet, die Umweltzerstörung ist auch weniger gravierend als wie in der Realwelt.

Im Trid laufen hier gerade die Nachrichten. Es gibt nen langen Bericht über Nighthunter, welche ein paar Schwarze überfallen und verstümmelt haben. Ein schweres Verbrechen, sich am lebenden Eigentum der Mitbürger zu vergreifen, wahrscheinlich landen die Rassisten für fünfzehn Jahre im Bau. Krasse Einstellung haben die hier. Schon seltsam, dass hier gegen die Nighthunter strenger durchgegriffen wird, aber nich, weil das dämliche Rassisten mit nem beschränkten Verstand sind, sondern weil sie sich am Eigentum reicher Leute vergreifen. Ts! Irgendwie mag ich diese Welt nich besonders. Ein zusätzlicher Grund, unsere Mission so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Bigio, deine Stunden sind gezählt!

Tag 2

Am nächsten Morgen habe ich das Vergnügen, mal die Gegend um Bigios Anwesen auszuspionieren, natürlich astral. Die Gegend ist verdammt gut gesichert. Nervkugeln im Dutzendpack. Dazu noch Elementare und auch Geister. Besonders bei Bigios Anwesen häuft sich das aufs Extremste. Schließlich fährt seine Limousine aus dem Anwesen heraus. Es sind keine fünf Minuten Fahrzeit bis zur Kirche, hat natürlich nen eigenen Parkplatz am Straßenrand direkt vor dem Eingang für sich reserviert. Er hat ein ziemliches Gefolge bei sich. Sehr beeindruckend. Eine offene Konfrontation fällt so oder so flach. Die Gegend scheint mir zu gut gesichert zu sein, um da groß was zu unternehmen. Jede mögliche Position für nen Scharfschützen ist von mindestens einer Nervkugel abgedeckt. Die Kirche ist selber mit nem ziemlich großen Hüter gesichert, was ich nich nachvollziehen kann. Ich zieh mich dann recht flott dezent zurück.

Luna berichtet später, dass es für Bigio einen abgetrennten besonderen Bereich in der Kirche gibt, wo er und sein Gefolge auf bequemen gepolsterten Plätzen dem Gottesdienst folgen können. Kono spielt mit dem Gedanken, diesen Bereich zu präparieren und in die Luft zu jagen. Ne, erstens ist heilige Orte in die Luft zu jagen, schon verwerflich, zweitens dazu der Kollateralschaden und drittens werden die beiden begleitenden Magier nen extra Erkenntniszauber dafür haben. Habe ich schließlich auch genau aus dem Grund. Auch jede andere Art von Attentat in diesem Areal halte ich für fast ausgeschlossen. Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten.
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Mittwoch, 13. Juni 2007; 00:40:55 #3
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Tag 3

Wieder begebe ich mich auf astrale Warteposition und schaue, wie er zum Büro fährt, wie jeden Montag. Aber die Gegend durch die er sich mit Kolonne bewegt, ist selbst jeweils gut gesichert. Schätze mal, alles dürfte im Bereich von AAA liegen. Keine Chance, da was zu machen. Aber es gibt ja noch diese ominösen Treffen. Also lege ich mich am späten Nachmittag wieder auf die Lauer. Das Schicksal ist gnädig und lässt mich nich warten. Ich hänge mich an den Konvoi aus SUV und vier Motorrädern. Ein Elementar der Stufe 8 auf nach oben offenen UCLA Einstufung für magische Phänomene hält dort obendrein noch Wache und muss mich vorsichtig verhalten. Schon bald fahren wir auf der Intercity 5 nach Norden, dann über die 405 über den Lake Washington. Dann die Abfahrt 96B, welche zum Redmond Boulevard führt.

Der Konvoi fährt durch Redmond Touristville und biegt dann Richtung Avondale ab. Gerade als ich mich Frage, was in aller Welt an der Verfolgung so schwierig sein soll, verschwindet der Wagen und die vier Motorräder von einem Augenblick auf den anderen. Hä? Was geht ab? Ich gehe im Geiste die Möglichkeiten durch und Geist ist das Stichwort. Schätze mal, da ist ein verdammt mächtiger Geist am Werke. Mir gelingt es nich, den Wagen wieder zu finden, sprich die Verschleierung zu durchschauen. Drek!

Ich flitze zurück in meinen Körper und schlage vor, zu der Stelle zu fahren, wo ich den Wagen verloren habe. Allerdings scheinen die anderen die Möglichkeit, ganz profan Reifenspuren auf schlechten Straßen zu folgen, für ausgeschlossen zu halten, sodass sie nicht mal dazu zu motivieren sind, es einfach mal auf den Versuch ankommen zu lassen. Besonders Kono fängt an, alles von mir abzublocken. Aber wirklich praktikable Ideen liefert er auch nich. Nun gut, dann eben anders. Die Zugangswege nach Redmond sind endlich. In meinem kleinen genialen Köpfchen manifestiert sich ein meisterhafter Plan. Das erfordert aber etwas an Vorbereitungszeit.

Luna kennt nen Schrotthändler namens Sasquatsch. Als wir auf seinem Gelände auftauchen wird mir klar, warum der so heißt, er ist nämlich einer. Seltsame Welt hier, egal. Er hat ne verdammt gute Werkstatt und ich fang an ne Zeichnung zu erstellen, wie ich mit das vorstelle. Die Anderen sorgen für die Komponenten und ich baue in zwei Gullydeckel elektromotorgetriebene Hebebühnen ein. Über ne Schneckenwelle wird die Bühne recht fix nach oben bewegt und öffnet dabei gleichzeitig auch ne Klappe, welche zur Tarnung des Ganzen dient. Darauf wird sich ein flacher Behälter, gefüllt mit Flüssigkeit und nem Ventil befinden, der unter das Auto von Bigio mit ner breiten Haftkleberfläche angebracht wird. Die Flüssigkeit wird unter Schwarzlicht leuchten und gänzlich ungefährlich sein, sodass keine Zauber darauf ansprechen dürften.

Bis spät in der Nacht bin ich damit beschäftigt, diese Hebebühnen zu bauen. Schließlich funktionieren beide Apparate zu meiner vollsten Zufriedenheit. Kann so was halt! Die anderen bringen die kleinen Hebebühnen dann bei den Ausfahrten in Position. Jetzt muss nur noch gesorgt werden, dass der Wagen auch punktgenau hält. Kono schlägt einen kleinen Unfall vor, verursacht von einem von uns. Was ist jetzt an der Tatsache so schwer zu merken, dass Bigios Magier wahrscheinlich permanent den Zauber „Feinde erkennen“ oben haben? Keiner von uns darf sich ihm nähern, sonst ist alles aus. Ich schlage vor, dass wir für ein paar Dollar einfach je ne Squatterin mit nem klapprigen Einkaufswagen postieren, die dann einfach unmotiviert über die Straße dackelt. So sollte der Konvoi ohne Verdacht zu erregen angehalten werden können. Der Plan steht, jetzt braucht nur noch Bigio noch mal nach Redmond zu fahren.

Tag 4

Am nächsten Tag machen wir die gleiche Übung noch mal. Der Konvoi fährt los und ich hinter her. Da ich leider Sarah als Astraltelefon nich zur Verfügung habe, schließlich soll meine Verbündete ja auf meinen Körper aufpassen, muss ein kleiner Watcher diesen Part übernehmen. Der Konvoi nimmt schließlich eine der beiden von mir ausgewählten Abfahrten und Kono schickt die Squatterin auf die Straße und macht, dass er aus dem potentiellen Radius des Lied des Feinde Erkennen herauskommt. Der Konvoi stoppt wirklich, aber der Wagen steht zu knapp über den Deckel. Kono geht das Risiko nich ein, es auf nen Versuch ankommen zu lassen. Drek!

Ohne die Bühne aktiviert zu haben, fährt der Konvoi weiter. Ich bleibe dran und schließlich kann ich diesmal die Verschleierung mit meiner Beobachtungsgabe durchbrechen. Weia! Der Geist ist ein Stadtgeist mit der sagenhaften Stufe 12 in großer Gestalt auf der nach oben offenen UCLA Einstufung für magische Phänomene. Heiliger Waschbär! Und der Geist ist obendrein noch gebunden. Bei dieser Macht lohnt sich das natürlich. So einen Geist zu beschwören, obendrein noch in großer Gestalt, ist nich ohne. Bigio muss jemand von sehr starker Macht auf seiner Lohnliste haben. So ein Kunststück übersteigt mein Können um einiges und selbst Wulf, die mächtigste Schamanin, die ich kenne, würde das nich gebacken bekommen. Mega Weia!

Ich folge dem Konvoi bis zu einer Unterführung, die mit nem fetten Hüter gesichert ist. Hm? Ich steige höher und guck, bis die irgendwo wieder rauskommen. Hätte schon beinahe nich mehr damit gerechnet, aber die fahren tatsächlich da wieder raus. Natürlich an ner anderen Stelle. Weiter geht die Schnitzeljagd bis sie in ner alten Fabrik endet. Der Konvoi fährt in ne alte Produktionshalle und Bigio steigt aus, verschwindet dann in einem mit nem fettem Hüter gesichertem Bürogebäude. Weitere Fahrzeuge oder Hinweise auf feste Bewohner lassen sich nich finden. Was in aller Welt mag er hier wollen?

Nach etwa fünf Minuten fährt ein weiteres Fahrzeug auf das Areal. Da keiner aggressiv reagiert, scheint dieser Vorgang erwartet worden zu sein. Ein Mann und eine Frau steigen aus. Der Mann sagt mir nix, aber bei der Frau haut es mich beinahe um. Sakura-chan! Kann nich wahr sein! Ihre Aura ist so vertraut und doch so fremd. Sie geht alleine in das Gebäude hinein. Da der mächtige Geist der Stadt so was wie ne Perimetersicherung macht, verdrücke ich mich, bevor der mich noch aufspürt. Ich berichte den anderen von diesem Versteck und das er sich dort mit ner Frau getroffen hat. Dass ich diese Person theoretisch recht gut kenne, verschweige ich mal lieber. Es werden unzählige Vermutungen geäußert, was da Bigio mit der Frau treibt. Viele Theorien gehen genau in diese Richtung. Aber um sich mit ner Domina zu treffen, erscheint es mir doch sehr weit hergeholt zu sein. Obwohl? Wir brauchen mehr Informationen, also wird beschlossen, in der Nacht sich das Areal mal unter die Lupe zu nehmen.

In der Nacht fahren wir dann zu dem Areal in Redmond Barrens. Hier und da sind die obligatorischen Geräusche von Schüssen aus jeder Art von Schusswaffe zu hören, kommen aber unbehelligt dort an. Die schlechte Nachricht ist, der Stadtgeist und der Elementar hängen immer noch dort herum. Drek! Es gibt ne längere Diskussion, ob wir überhaupt in das Areal müssen. Ich wäre eh für nen Anschlag unterwegs und am besten an der Unterführung. Loch buddeln und jede Menge Gasflaschen rein, darauf spricht der Zauber Sprengstoff entdecken nich an, und dann Bumm! Riesengroßes Loch und Bigio atomisiert. Aber Kono hält nix von der Idee und er tut so, als ob er hier der Anführer wäre. Dann halt rein in die Anlage und Schwachpunkte für nen Anschlag suchen. Natürlich bin ich auch neugierig, was sich da drin befinden mag, aber letztendlich ist es ein unnötiges Risiko und nich unser Auftrag. Aber Kono und die anderen bestehen halt darauf. Also bleibt nur ne unterirdische Annährung übrig. Wir finden nen Kanaleingang und orientieren uns mit einigen Schwierigkeiten unter das Areal. Die Kanäle sind trocken und recht unbeschädigt. Da es hier nie einen Geistertanz mit den Vulkanausbrüchen gegeben hat, ist hier alles noch intakt. Die Leitungen für das eigentliche Gebäude sind dafür verdammt klein. Zuerst kann man sogar noch reinrobben, aber dann werden sie zu schmal selbst für mich. Aber ich kann ja das Lied des Tiergestalt Annehmens. Also singe ich das fix und verwandle mich in ne Schlange. Flup!

Allerdings endet der Spaß, als ich zu dem Hüter komme. Drek! Die haben sogar die Kellertoilette mit einen gesichert. Finde ich jetzt etwas überkandidelt. Nun gut, magisch ist kein vorankommen möglich. Also dann halt ne Drohne. Wir besorgen uns ne kleine Spinnedrohne. Mit der kommen wir immerhin, Kono steuert die, bis zur Schüssel. Dummerweise ist der Deckel zu und selbst wenn wir den einen Spalt hochbekommen, kommt die Drohne nich mehr zurück. Drek! Mit nem Endoskop kriegen wir schließlich den Deckel hoch. Aber die Türe ist natürlich auch zu. Es gibt einen Lüftungsschacht, welcher aber von nem Gitter verschlossen ist. Jetzt gehen uns so langsam die Möglichkeiten aus. Mich mit dem Hüter zu synchronisieren halte ich für zu gefährlich. Ein Stufe 12 Stadtgeist sagt, dass dies bei Fehlschlag den Tod bedeutet.

Etwas frustriert klettern wir aus den Kanälen und stellen fest, der Geist und der Elementar haben sich verdünnisiert. OK, dann nix wie rein. Wir klettern über ne Mauer auf das Gelände und steigen dann ne alte Leiter auf das Flachdach hoch. Auf dem Bürogebäude gibt es mehrere Lichtkuppeln, von denen eine etwa zehn Zentimeter hoch steht. Perfekt. Während Kono und James die halten, schraube ich die Halteschrauben ab. Ein Blick nach innen enthüllt, dass dieses Haus entkernt wurde. Hä? Irgendwas stimmt da nich. Mir ist nich ganz klar, wie tief die Toiletten lagen, aber mein räumliches Vorstellungsvermögen vermittelt mir, dass dies nicht mit den uns bekannten Tatsachen übereinstimmen kann.

Luna springt kurzerhand einfach rein. Sie fällt nich besonders tief, etwa dreieinhalb Meter, was der Position eines normalerweise vorhandenen Stockwerks entsprechen würde. Dumm nur, dass sie geradewegs in einen Bewegungsmelder gesprungen ist. Gut gemacht! OK, jetzt heißt es improvisieren. Mit meinem Fernglas erspähe ich schnell ne Ratte, singe ein Lied des leicht Seins und lasse sie herfliegen. Während Luna rausklettert, werfe ich die Ratte rein. So, jetzt fix wieder das Dachfenster drauf und ab durch die Mitte. Mit etwas Glück hat das geholfen. Unbehelligt entkommen wir zum Auto und fahren ab durch die Mitte, das war ja jetzt was. Nich gut, gar nich gut.
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Mittwoch, 13. Juni 2007; 12:47:15 #4
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Tag 5

Das war ja jetzt wohl nix gewesen. Wir verschlafen den Vormittag und auch den halben Nachmittag. Wahrscheinlich müssen wir wieder bei Null anfangen. Oder vielleicht haben sie das mit der Ratte auch geschluckt. Aber ich schätze mal eher weniger. Aber auf nen Versuch lasse ich es ankommen. Das Areal sieht spät nachts verlassen aus. Keine Geister, keine Elementare, keine Soldati im Hinterhalt. Langsam rücken wir vor. Diesmal habe ich nen guten Bewegungsmelderdetektor und Emulator dabei. Gehört eigentlich zu meiner Standardausrüstung, hatte ich aber erst vergessen. Ohne Probleme kommen wir aufs Dach. Ich guck, ob die was am Fenster manipuliert haben. Kann aber zuerst nix entdecken. Erst als die anderen das von mir losgeschraubte Dachfenster bewegen wollen, erkenne ich zwei Drähte. Stopp! Ich schneide sie durch, nachdem ich geprüft habe, ob Strom durchfliest.

Ich emuliere das Feld und lasse mich ganz langsam in den Raum sinken. Da! Ich höre das Starten eines Verbrennungsmotors und sehe daraufhin die Dobermandrohne. Mega Drek! Ich stemme mich sofort wieder hoch, während die Drohne auf Autopilot verzweifelt versucht, mich in Schussposition zu bekommen. OK, nix wie weg hier! Das war jetzt total nix gewesen. Außer Spesen nix dabei rausbekommen. Dieses Versteck wird Bigio nich mehr benutzen und wir konnten auch keinerlei Erkenntnisse gewinnen, was Bigio und meine Sakura-chan hier gemacht haben. Auf dem Rückweg rücke ich heraus, dass ich die Frau bei Bigio aus nem anderen Leben her kenne. Ich krieg nun einiges zu hören. He, das ist nun mal kompliziert, soll heißen, checken die eh nich. Oder halten mich für verrückt. Wie auch immer, ich leiere die Tarnnamen von Sakura und auch ihren richtigen Namen herunter.

Tag 6

Der Decker findet tatsächlich was über eine Yukiko Saito, geboren am 10.5.29 heraus. Hier ist sie Sicherheitsoffizier bei Shiawase. Sie wohnt in ner Wohnsieldung in Bellevue. Es geht das Gerücht um, dass sie zusätzlich noch ne Agentin des japanisch-kaiserlichen Geheimdienstes wäre. Hu? Im Laufe des Tages bekomme ich ihren ganzen Datenverkehr angeliefert. Wirkliche Rückschlüsse lassen sich kaum daraus ziehen. Nur eine Nachricht von Heute sticht ins Auge. Ist ne etwas ominöse Nachricht und die Bilddatei zeigt die Kirche, vor der ich ausgesetzt wurde. Allerdings ist der Hintergrund frei, kein Waisenhaus und die Kirche macht nen verlassenen Eindruck. Nix wie hin.

Wir kommen gerade noch rechtzeitig hin, um zu sehen, wie Soldati von Bigio die umliegende Gegend von Gesindel säubern. Zum Glück ist das nich die Schwesternschaft dieser Welt, die da gerade ausgelöscht wird. In dieser Welt gibt es sie wahrscheinlich nich einmal. Wir sehen aus der Ferne zu, wie die Gang abgeschlachtet wird. Nachdem das Gebiet bereinigt ist, holen die wohl die Magier, um die Kirche mit nem Hüter zu versehen. Sieht so aus, als ob wir das neue Versteck gefunden haben. OK, damit lässt sich arbeiten.

Da dieses Gebäude fix ist, bin ich dafür, dass wir nun die Kirche als primäreren Anschlagsort anvisieren. Ne wirkliche Kirche ist das schon lange nicht mehr, sie ist entweiht und damit ein ganz normales Gebäude, auch wenn es in einer anderen Welt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnimmt. Da es schon bei der Fabrik zu solch hoher Reibung bei der Infiltration gekommen ist, bin ich dafür, den notwendigen Sprengstoff von außen zuzuführen. Ich habe mir schon lange darüber intensiv Gedanken gemacht, wie man Bigio töten könnte und nicht erst, seit ich in dieser Queste diese Aufgabe habe. Letztendlich blieb nur eine wirklich praktikable Lösung übrig und zwar eine VTOL Kurierdrohne voll gepackt mit Sprengstoff auf ihn drauf fallen zu lassen. Die Drohne erreicht Geschwindigkeiten von fast 400 Stundenkilometer, als Kurierdrohne ist sie sein alltäglicher Anblick und sie ist leicht zu beschaffen. Durch die Geschwindigkeit sprechen Zauber erst an, wenn es schon zu spät ist. Und selbst wenn eine Barriere noch hochgezogen wird, die Sprengladung reicht aus, um das Ziel noch zu vernichten, wir sprechen hier immerhin von bis zu 160 Kilogramm Sprengstoff. Es gibt dabei nur ein Problem, der angerichtete Schaden in der Umgebung. Die Ladung reicht halt nich nur aus, um ne gepanzerte Limo samt Inhalt zu pulverisieren, sondern auch alles was in der Nähe ist. Ein dreistelliger Bereich an zivilen Opfern ist in manchen Gegenden durchaus drin. Aber hier gibt es keine Zivilisten mehr. Der perfekte Ort für diese Art von Anschlag.

Ich schlage dies also vor und der Vorschlag wird angenommen. Bigio, deine Tage sind gezählt! Jetzt brauchen wir nur noch das entsprechende Zeug. Donna Rowena ist so nett uns so ne Drohne zur Verfügung zu stellen. Finde ich Sahne. Nur der Sprengstoff wird etwas mühselig. Aber schließlich kommen dann etwa fünfzig Kilo unterschiedlichster Art zusammen. Ich habe das Vergnügen, das ganze Zeug zu verdrahten. Auf einen der Blöcke kratze ich noch folgende Botschaft an Bigio: Für Borg, für Cabaal, für Avide, für Jerome Devereux!  Na, jetzt kann es losgehen.
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Freitag, 15. Juni 2007; 12:45:38 #5
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Tag 6

Der Decker findet tatsächlich was über eine Yukiko Saito, geboren am 10.5.29 heraus. Hier ist sie Sicherheitsoffizier bei Shiawase. Sie wohnt in ner Wohnsieldung in Bellevue. Es geht das Gerücht um, dass sie zusätzlich noch ne Agentin des japanisch-kaiserlichen Geheimdienstes wäre. Hu? Im Laufe des Tages bekomme ich ihren ganzen Datenverkehr angeliefert. Wirkliche Rückschlüsse lassen sich kaum daraus ziehen. Nur eine Nachricht von Heute sticht ins Auge. Ist ne etwas ominöse Nachricht und die Bilddatei zeigt die Kirche, vor der ich ausgesetzt wurde. Allerdings ist der Hintergrund frei, kein Waisenhaus und die Kirche macht nen verlassenen Eindruck. Nix wie hin.

Wir kommen gerade noch rechtzeitig hin, um zu sehen, wie Soldati von Bigio die umliegende Gegend von Gesindel säubern. Zum Glück ist das nich die Schwesternschaft dieser Welt, die da gerade ausgelöscht wird. In dieser Welt gibt es sie wahrscheinlich nich einmal. Wir sehen aus der Ferne zu, wie die Gang abgeschlachtet wird. Nachdem das Gebiet bereinigt ist, holen die wohl die Magier, um die Kirche mit nem Hüter zu versehen. Sieht so aus, als ob wir das neue Versteck gefunden haben. OK, damit lässt sich arbeiten.

Da dieses Gebäude fix ist, bin ich dafür, dass wir nun die Kirche als primäreren Anschlagsort anvisieren. Ne wirkliche Kirche ist das schon lange nicht mehr, sie ist entweiht und damit ein ganz normales Gebäude, auch wenn es in einer anderen Welt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnimmt. Da es schon bei der Fabrik zu solch hoher Reibung bei der Infiltration gekommen ist, bin ich dafür, den notwendigen Sprengstoff von außen zuzuführen. Ich habe mir schon lange darüber intensiv Gedanken gemacht, wie man Bigio töten könnte und nicht erst, seit ich in dieser Queste diese Aufgabe habe. Letztendlich blieb nur eine wirklich praktikable Lösung übrig und zwar eine VTOL Kurierdrohne voll gepackt mit Sprengstoff auf ihn drauf fallen zu lassen. Die Drohne erreicht Geschwindigkeiten von fast 400 Stundenkilometer, als Kurierdrohne ist sie sein alltäglicher Anblick und sie ist leicht zu beschaffen. Durch die Geschwindigkeit sprechen Zauber erst an, wenn es schon zu spät ist. Und selbst wenn eine Barriere noch hochgezogen wird, die Sprengladung reicht aus, um das Ziel noch zu vernichten, wir sprechen hier immerhin von bis zu 160 Kilogramm Sprengstoff. Es gibt dabei nur ein Problem, der angerichtete Schaden in der Umgebung. Die Ladung reicht halt nich nur aus, um ne gepanzerte Limo samt Inhalt zu pulverisieren, sondern auch alles was in der Nähe ist. Ein dreistelliger Bereich an zivilen Opfern ist in manchen Gegenden durchaus drin. Aber hier gibt es keine Zivilisten mehr. Der perfekte Ort für diese Art von Anschlag.

Ich schlage dies also vor und der Vorschlag wird angenommen. Bigio, deine Tage sind gezählt! Jetzt brauchen wir nur noch das entsprechende Zeug. Donna Rowena ist so nett uns so ne Drohne zur Verfügung zu stellen. Finde ich Sahne. Nur der Sprengstoff wird etwas mühselig. Aber schließlich kommen dann etwa fünfzig Kilo unterschiedlichster Art zusammen. Ich habe das Vergnügen, das ganze Zeug zu verdrahten. Auf einen der Blöcke kratze ich noch folgende Botschaft an Bigio: Für Borg, für Cabaal, für Avide, für Jerome Devereux!  Na, jetzt kann es losgehen.

Tag 7

An diesem Tag ist das große Treffen anberaumt. Wir verteilen uns weiträumig. Ich habe dabei noch das Ziel, meine geliebte Sakura-chan von dem Treffen fern zu halten. Auch wenn diese Inkarnation nich meine Geliebte ist, aber irgendwie will ich nich für ihren Tod hier verantwortlich sein. Bigio erscheint schließlich vor der Kirche mit seinem Konvoi. Wie üblich ist es verdammt schwer, seine Kolonne auszumachen. Jetzt nur keine Fehler. Bigio steigt aus und betritt die Kirche. OK, Atari! Kono bringt die Drohne auf Kurs. Ein weiterer Wagen fährt vor. Drek! Sakura-chans Inkarnation hat ne andere Route genommen. Eigentlich wollte ich ja die Reifen zerballern, aber dafür ist es jetzt zu spät.

Ich zücke mein Handy und rufe sie an, als sie gerade aussteigen will. Ich versuch sie zu warnen, aber sie will mir nich glauben. Sakura drückt mich einfach aus der Leitung. He! Sie steigt aus und die Drohne ist jetzt mit bloßem Auge zu erkennen. Ich rufe sie noch mal an und werde konkret. Sie hechtet in Deckung und die Drohne schlägt in die ehemalige Kirche ein. Zuerst passiert nix, dann bläht sich das Gebäude regelrecht auf und explodiert in einem infernalischen Feuerball. Trümmer werden hoch in die Luft geschleudert. Die Motorradfahrer werden von den Trümmern regelrecht begraben. Die Limo wird ordentlich durchgeschüttelt, aber die Panzerung hält. Auch Sakura-chan bekommt nix ab. Puh!

Die Trümmer regnen zu Boden und die Staubwolke verzieht sich. Von der ehemaligen Kirche sind nur noch die Fundamente übrig. Bigio ist nich zu sehen. Tja, das war es dann wohl. Schmore in der Hölle, Bigio! Allerdings rappelt sich meine Geliebte aus der Deckung heraus und sieht entsetzt zu der Ruine hinüber. Für mich war es das dann wohl. Mal wieder umfängt mich die Schwärze und trägt mich zu weiteren Aufgaben hinfort.

Gespielt am 03.02.2007
SL: Shan`xara
Spieler und Chars: Racker, Kono aka Mr. Five, Luna aka Fridge, James aka Tamasi
Karma: 5

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Gute Nachrichten, ein guter Teil der bis jetzt veröffentlichten Tagebücher kann man an folgenden Adressen herunter laden:

http://www.unknown-online.de/material.php#Sakura

und unter

http://desertwars.de/index.php?order=sart&sid=92&PHPSESSID=be9539a4ba1d437653c0ea5260e0fccb

Sind beides jeweils die gleichen Tagebücher, die Angebote haben sich praktisch überschnitten. Vielen Dank an Cpt. Tripps und TypeRyder, das sie den Platz zur Verfügung gestellt haben. In den nächsten Tagen werde ich auch die restlichen Sachen noch Online stellen, sobald ich dazu komme.
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Montag, 18. Juni 2007; 13:41:48 #6
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Zweite Prüfung

Die Schwärze teilt sich, wird zu einem Schneegestöber in einem antiquierten Fernseher. Ich bin in einem Raum. Ein Fernseher steht auf einer Kommode als einzige Einrichtung an einer Wand. Zwei Türen, eine links, eine rechts. Sonst nichts, kein Lichtschalter, keine Sitzgelegenheit. Nackte unverputzte Ziegelwände. Wo bin ich hier? Ein Bild erscheint auf dem Fernseher. Es ist Toju Katayama. Es ist genau die gleiche Aufnahme, wie sie im Van zu sehen war, als ich mit ihm zu verhandeln versuchte. Wieder reden wir. Aber diesmal verhandele ich nich um unser oder Fridges Leben. Er redet davon, dass sich meine Feinde ansammeln. Das Bild teilt sich, verschiedene meiner aktuellen Gegner sind zu sehen. Teng Fei, hochrangige Angehörige der Hung Lung, Mr. Zhu und sein Bund des Neunköpfigen Teufels.

Ja, viel Feind, viel Ehr, wie mal jemand gesagt hat. Feinde sammeln sich an, Freunde kommen und gehen. Der Bildschirm teilt sich weiter. Menschen sind zu sehen, die von mir getötet worden sind. Andere zeigen Bilder von denen, die ich gerettet habe. Weitere Feinde tauchen auf, Bigio, die Ciarnellos, Mary Finnegan und ihr Anhang, Takagi, der Lone Star Cop. „Manche suchen noch heute nach dir, andere haben es aufgegeben, aber wehe, du läufst ihnen über den Weg. Wie lange glaubst du noch, deinen Feinden voraus zu sein?“ „So lange, bis sie mich einholen, aber ich habe nicht vor, stehen zu bleiben. Ich werde mich weiter entwickeln. Ich habe noch viel vor. Mein Weg ist nich zu Ende, nur weil ich Gegner zurück lasse. Ich bin eine Elfe. Ich kann sehr lange Zeit leben. Und manche meiner Feinde werden sich gegenseitig töten. Wenn ich die Sache mit der Suche nach dem Versteck von Gao Xe beendet habe, werde ich weiter sehen. Viele Möglichkeiten habe ich noch.“

„Wird es dir nicht so langsam zuviel? Wie wäre es, wenn du zurück könntest. Zurück in ein Leben voller Unschuld und Unwissenheit?“ Kurz denke ich darüber nach. Wie wäre es? Ein Leben ohne Gewalt, ohne gejagt zu werden. Ohne jeden Tag aufzuwachen und sich zu wundern, warum man noch lebt? Meine Feinde sind zahlreich. Viel zahlreicher als meine Freunde. Und meine Feinde sind mächtiger, viel mächtiger. Wie wäre es, ein ganz normales Leben, ohne Magie, aber mit einer SIN, einem Beruf, der zum Überleben und glücklich sein reicht? „Ich habe meinen Weg gewählt. Er ist voller Gefahren, voller Tücke, voller Leid und Tod. Aber ich werde ihn zu Ende gehen. Meine Feinde mögen mächtig sein in der Summe, aber sie werden niemals an einem Strang ziehen. Und auch ich werde mit jedem Schritt mächtiger werden. Ich werde die Aufgaben meistern und meine Macht wird eines Tages was verändern!“

Weitere Bilder sind zu sehen. Verschiedene Szenen, wie ich töte, wie ich heile und rette, wie ich mit Sakura Liebe mache, wie ich Sarah erschaffe, wie ich mich mit Fridge streite, wie ich einen Plan erkläre, wie ich mit Sakura-chan essen gehe. Mein Leben in allen Facetten. „Es gibt kein Zurück!“ „Nun gut, dann wähle die rechte Tür und du wirst deinen Weg weiter gehen, bis zum bitteren Ende.“ „Bis zum bitteren Ende!“ Und ich schreite durch die rechte Türe. Wieder explodiert die Farbe und ich bin im Nichts.

Dritte Prüfung.

Ich bin in einem Raum, etwa zwanzig Meter lang, sieben Meter breit. Fünf Säulen tragen die Decke. Wände und Säulen sind mit chinesischen Schriftzeichen verziert. Die Strichführung zeigt, dass es noch die alten sind, vor der Rechtschreibreform in den 1950er. Und sie verändern sich laufend, zerfließen, bilden Fragmente, werden zu Wörtern und verändern sich wieder. Der Boden ist aus Stein. Ich trage meine BDU, volle Rüstung, aber keine Ausrüstung. Drek!

Vom Eingang scheint blendendes Licht hinein. Ich orientiere mich zur linken Wand und gehe diese Entlang. Beim Eingang ragt aus einer der Säulen ein modernes Kampfmesser. Da ich mich ohne Waffe so nackt fühle, ziehe ich sie aus dem Holz. Das Messer ist schärfer als eine Rasierklinge und verdammt gut ausbalanciert. Es fühlt sich an, als wäre es für mich gemacht worden. Das Licht wird weniger grell und verblasst. Hinter dem Tempel, nennen wir den Raum einfach mal so, erstreckt sich ein ovaler Raum. Der Boden ist aus Stein. Eine Empore mit Geländer erstreckt sich die Wände entlang. Von der Decke hängen jede Menge Banner der Art herunter, wie sie gerne von den Triaden benutzt werden, um so was wie Tradition vorzutäuschen. Am gegenüberliegenden Ende erwartet mich jemand, der wie Fargo aussieht. Schluck!

Auch er hat ein Kampfmesser der gleichen Bauart in der Hand wie ich. „So sieht man sich wieder. Lass es uns zu Ende bringen!“ Fargo war noch nie ein Freund vieler Worte. Er ist ziemlich schnell bei mir. Ich weiche seinem schnellen Stich aus und versuche ihm ein Lied des Krieges an den Kopf zu werfen. Allerdings zerbricht mein Lied trotz massivsten Einsatz meines Glücks an seinem Dickkopf. Och! Er kontert, indem er seinen Arm vorschnellen lässt und aus ner versteckten Öffnung saust ein Bolzen auf mich zu. Iiiks! Ich versuche auszuweichen, aber der Bolzen trifft mich. Zum Glück schützt mich meine Panzerung vor dem Gröbsten. Auch dem Gift widerstehe ich. Lucky!

Wieder ein Angriff, ich weiche geschickt aus. Ich überlege kurz und singe dann fix ein Lied des nich gesehen Werdens. Schwupps und weg. Fargo lacht und lässt ne Granate fallen. Eh! Sofort breitet sich Thermorauch aus. Hust! Und in dem Rauch ist noch irgendein Zeug drin, was mich schwindlig werden lässt. Nich gut! Ich tänzel so gut wie möglich um ihn herum und jage dann von hinten das Messer in ihn hinein. Fargo keucht auf, dreht sich um und spuckt mir ins Gesicht. Iiiks! Ich weiche ihm gerade so noch aus. Das war bestimmt giftig oder so. An meinem Messer ist keinerlei Blut. Dummes Girlie! Ich habe einen Geist vor mir. Nun gut. Dann wird mir augenblicklich klar, wie ich ihn besiegen kann. Ich rezitierte das Lied der Verbannung und greife so sein Selbst direkt an. Meiner gesammelten Macht kann er nich widerstehen und zerbricht schließlich. Bevor dieser Raum verschwindet, mache ich noch eine Bewegung an der Empore aus, zwei Gestalten verdrücken sich gerade. Huh?

Leider kann ich nix Näheres erkennen, waren aber menschengroß. Wieder explodiert die Umgebung in einem Meer aus Farben, das dann wieder der üblichen Schwärze weicht.

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Kleine Problem, ich wollte die Triaden Files und Lady of War Files in ein PDF verwandeln, aber mein Word und mein Abode erkennen sich aus irgendwelchen Gründen nicht Gegenseitig an. Da auch eine Neuinstallation nix daran geändert haben, brauche ich externe Hilfe. Wer kann mir die besagten Dateien in ein PDF verwandeln? PM bitte an mich.
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Mittwoch, 20. Juni 2007; 15:30:54 #7
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

Zitadelle

Ich wache auf und liege in einem kuppelförmigen Raum, ich bin wieder in meinem Tempel. „Sarah?“ Ich bekomme keinerlei Kontakt zu ihr. Bin wohl immer noch auf der Metaebene. Was das wohl wieder für ne Prüfung ist? Da ich nix anhabe, suche ich mir erst mal etwas zum Anziehen. Leider sind meine Kleider und auch alle andere Ausrüstung nich an ihrem Platz. Drek! Ich höre ein komisches Geräusch aus dem Badezimmer und siehe da, der heilige Waschbär steht auf meinem Becken. Ja genau, der steht auf der Wasseroberfläche und betrachtet sein Spiegelbild. Ui?

Ich grüße mein Totem respektvoll und verneige mich vor ihm. Er wendet sich mir zu und grinst. Dann wird er flüssig und verschwindet einfach. Der Eingang hinter mir verschwindet und augenblicklich fängt der Wasserfall an, viel stärker zu werden. Der Wasserpegel steigt und schon bald stehe ich bis zu den Knöcheln im Wasser. Es gibt jetzt nur noch den Weg über den Abfluss hinaus. Ich verwandle mich in einen agilen Fischotter und tauche hinab in die Fluten. Das Wasser ist voller Geister. Sie umschwirren mich und lehren mich das Lied, was mich sie in meinen Körper hineinsaugen lässt. Damit ist dies nun auch geschehen. Lucky!

07.11.2059 Freitag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Tempel im Gebirge

Ich wache auf und liege in einem kuppelförmigen Raum, ich bin wieder in meinem Tempel. „Sarah?“ „Hier! Chefin!“ Meine Kleine saust in mein Blickfeld und quietscht vergnügt, als ich sie an mich drücke. „War ich lange weg?“ „Ja!“ „Und wie lange genau.“ „Sarah weiß nich!“ „Na, welches Datum haben wir.“ „Sarah nich darauf geachtet.“ Ich verdreh die Augen und knuffe sie. „He!“ „Du wirst doch noch zählen können.“ „OK, waren wohl etwa sieben Tage.“ „So lange?“ „Ja!“ Sie erscheint mir etwas aufgedreht zu sein, kann mir aber nich ganz erklären warum. In dem Altarraum sind ein paar von ihren Spielsachen verteilt, hat sich wohl damit die Zeit vertrieben. Und sie hat nen Hüter errichtet. „War dir langweilig.“ „Etwas.“ Ich habe das Gefühl, dass sie mir ausweicht. „Hast du irgendetwas angestellt?“ „Nich so richtig!“ „Du lügst mich doch nich an?“ „Mhmm.“ Ich beschließe nich weiter in sie zu dringen. Mir knurrt der Magen und mir wird schwindlig, als ich mich mühsam aufrichte. Ich habe verdammt großen Hunger. Zum Glück hat meine Kleine ne Decke über mich gelegt, sodass ich mich da gleich mal einmümmeln kann. Ich futtere mich gleich mal durch mehrere Becher Instand Ramen Nudeln. Lecker das!

Gespielt am 01.01.2007
SL: Mr. Five
Spieler und Chars: Racker
Karma: 3

File 80b
Der Lange Arm der Schatten!

07.11.2059 Freitagnachmittag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Tempel im Gebirge

Kaum habe ich mich frisch gemacht, so ein Bad tut einfach gut, und angezogen, kriege ich nen Anruf vom guten Prof rein. Gleich mal raus in die Sonne gehen und zuhören. Unser archäologisches Team hat die Daten analysiert und folgendes herausgefunden: Nach dem großen Krieg zwischen den Wu Shu mit Gao Xe und Quai Wan auf der einen Seite und Zhu und dem Bund des Neunköpfigen Teufels auf der anderen Seite, nahm die Manaspitze in dieser Gegend wieder rapide ab. Gao Xe riet Quai Wan ohne Magie den Kampf gegen die Manchu nich zu wagen. Der Mönch hörte auf seinen Mentor und beschloss, die gespeicherte magische Energie in das Versteck von Gao Xe zu transferieren, dazu diente wohl auch die letzte Reise. Der Mönch klapperte die drei noch übrig gebliebenen Wu Shu Tempel ab und nahm die positive gespeicherte Energie in Form der bekannten Würfel mit sich. Die ganzen Würfel wurden nun zu Gao Xe gebracht und dort eingelagert. Die beiden rechneten wohl damit, dass die Magie schneller zurückkehren würde. Aber bekanntlich war das allgemeine Erwachen erst Weihnachten 2011. Und die Manchu wurden schon 1912 endgültig entmachtet, ohne dass die Triaden jetzt noch groß ihre Finger im Spiel gehabt hätten.

Das bedeutet also, dass sich im Versteck von Gao Xe immer noch eine recht große Menge positiver magischer Energie befindet. Damit kann man wohl verdammt viel Unsinn betreiben. Das Versteck wurde wohl mit dieser Scheibe verschlossen, die Blüte immer noch mit sich herumträgt. Hm, dann ist wohl Gao Xe auch schon längst nich mehr in seinem Versteck, hätte sich wohl nich selbst eingeschlossen und den Schlüssel jemand anderem gegeben. Dieses Versteck scheint sowohl dem Bund des Neunköpfigen Teufels wie auch den Kindern des Drachen bekannt zu sein, jedenfalls haben sie die Übersetzung der Rollen soweit abgeschlossen gehabt, bevor wir diese wieder an uns genommen haben, um das Versteck in etwa zu lokalisieren. Das Guangxi Protektorat wird ja bekanntlich von der Familie Wu regiert. Diese Familie hat einen Stammsitz im Hochgebirge und darunter scheint sich das Versteck von Gao Xe zu befinden. Drek auch!

Und als weitere gute Nachricht wird dieses Gebiet von achtzig Elitesoldaten bewacht, die unter dem Kommando von einem gewissen Major Jin stehen, unserem guten alten Bekannten. Noch viel besser ist, dass zwanzig Soldaten dieser Einheit das Land hier auf der Suche nach uns auf den Kopf stellen. Hört sich nich gut an. Auf alle Fälle wissen wir nun, wohin die Reise geht. Mal wieder ins Guangxi Protektorat. Und noch was hat sich herausgestellt. Mr. Zhu war einst ein Kind des Drachen, welches wohl zu tief in den Abgrund geschaut hat, anstatt ihn nur zu bewachen. Aha! Das wird ja immer besser. Wir wissen ja alle, wie gut Waffen in Bezug auf Kinder des Drachen funktionieren. Drek!

In nich gerade guter Laune beginne ich mit dem etwa zweistündigen Rückmarsch zum Versteck. Ich versiegle meinen kleinen Tempel und bitte zwei Geister des Himmels mir notfalls beizustehen. Ausgerechnet das Guangxi Protektorat, wo uns eh schon alle auf dem Kicker haben. Gefällt mir ganz und gar nich. Als ich in der Nähe des Versteckes bin, höre ich eine Explosion. Hä? Über Funk frage ich nach, ob etwas los ist. Es ist was los. Fridge berichtet in abgehackten Sätzen etwas davon, dass Messer zurück und die Höhle eingestürzt ist. Upsi!

Sieht ganz danach aus, als ob wir aufgespürt worden sind. Messer war dieser Troll aus der Drogenstadt Yongzhou [File 65], den ich betäubt hatte, der dann in die Hände des Guangxi Protektorats Militärs fiel und mit einem Schatten beseelt worden war. Ich lege nen Zahn zu und komme gerade rechtzeitig, um noch eingreifen zu können. Messer kann ich nich sehen, dafür eröffnet mir ein Blick durch Sarahs Augen, die über dem Schlachtfeld schwebt, das ganze Ausmaß des Desasters. Etwa sechs schwer gepanzerte Soldaten nehmen Fridge, Al, Xe-Min und Blüte in die Zange. Blüte hat sich an einen der Soldaten heran gearbeitet und bekämpft diesen mit ihren antiquierten Waffen. Weia! Ich schicke meine netten Geister mit den Namen Alpha und Bravo los, alle in schwerer Rüstung dort unten zu verwirren.

Was Blüte aber nich sieht, sind drei weitere Soldaten, die sie in der nächsten Sekunde niederballern werden. Ich habe jetzt großartig keine Wahl und flitze auf die Kante zur Schlucht, wo sich die eingestürzte Höhle und das Schlachtfeld befinden. Ich werfe ein Lied des Rauches in dieses Getümmel. Natürlich wird auch Blüte davon betroffen, die gerade noch ihren direkten Kontrahenten tötet und sie geht ebenfalls zu Boden. Tschuldigung! Zwei der vier betroffenen Soldaten stehen noch und nehmen mich unter Feuer. Ich geh in Deckung und einer der beiden scheint ein Magier zu sein, da ein Zauber an meiner Abwehr zerbricht. In meiner Trommel unter dem Karabiner sind 50 Stahlmantelgeschosse und ich bin nich gerade in der Laune, wegen dieser Schattengardisten große Umstände zu machen. Ich schieße ne Garbe auf den Kerl und töte ihn dann mit der zweiten, das war Nummer einundzwanzig. Den anderen Soldaten fälle ich mit einem Lied des Krieges. Und wieder einer weniger.

Fridge mache ich noch darauf aufmerksam, dass sich hinter ihr einer befindet und sie bewerfen sich solange mit Granaten, bis der Soldat umfällt. Xe-Min und Al kämpfen noch einen sechsten nieder. Sieht so aus, als ob wir siegreich waren. Aber wo die herkommen, sind noch viel mehr. Gar nich gut.

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Auf Unknown sind nun alle Tagebücher erhältlich, Desert Wars dürfte in den nächsten Tagen folgen.
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Freitag, 22. Juni 2007; 11:29:06 #8
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

07.11.2059 Freitagnachmittag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Dorf

Ich mach erstmal Bestandsaufnahme. Unsere Ausrüstung wurde verschüttet, der Wagen muss Schrott sein, da Messer ihn noch in der Höhle umgeworfen hat. Beim Kampf mit Messer ist wohl die Höhle dann eingestürzt, als Fridge meinte, ihm mit ner Handgranate erledigen zu müssen. Hm, ich glaube, hätte wohl besser auf den Umstand hinweisen müssen, dass diese Höhle nich darauf ausgelegt war, ner Explosion stand zu halten. Xe-Min und Al haben nix abbekommen, Fridge ist recht schwer verletzt, Blüte KO und auch körperlich versehrt. Ich singe ein Lied der Heilung, was fast alle Wunden wieder schließt. Bei Fridge brauche ich das gar nich erst zu versuchen, da ihr Körper nur schwach auf magische Heilung reagiert. Ich brauche ein Medkit und das ist in der Höhle. Das wird problematisch werden. Wir haben jetzt sechs Soldaten besiegt, Vierzehn sind also noch da draußen. Ich will nich überrascht werden. Mit nem Fernglas checke ich kurz die Gegend ab. In der Ferne sehe ich Rauchschwaden, da brennt etwas. Sarah und Alpha schicke ich in Richtung des Rauches, Bravo wird hier Wache halten.

Zuerst versuche ich, den Schutt aus der Höhle rauszuschaffen. Aber schnell merke ich, dass nur noch mehr nachrutscht. Das hat keinen Wert. Ich lege einen komplett neuen Gang an, in der Hoffnung, dass wenigstens die einzelnen Zimmer nich eingestürzt sind. Schon bald stoße ich auf meines, es steht noch. Puh! Mein Zeug ist noch ganz. Lucky! Und der umgestürzte Wagen befindet sich vor mir. Ich schlage die Windschutzscheibe ein und hole mit Hilfe der anderen das ganze Zeug raus, darunter auch mein professionelles Ärzte-Medkit. Jetzt kann ich Fridge verarzten.

Sarah hat inzwischen die Feuerquelle erreicht. Es scheint sich um das Dorf zu handeln, in dem unsere beiden Chinesinnen die Vorräte aufgefüllt haben. Dadurch haben sie uns wohl letztendlich gefunden. Und mit der Dorfbevölkerung sind sie nich gerade sanft umgegangen, ich sehe mehrere Leichen von Menschen auf der Straße liegen, die schwerste Verletzungen aufweisen. Manche scheinen regelrecht zerfetzt worden zu sein. Heiliger Waschbär hilf! Und Sarah erspäht aus sicherer Deckung auch den Magier mit dem Trenchcoat, der uns schon in Songtzu das Leben schwer gemacht hat. Zwei Weißkittel flankieren ihn, alle drei sind Magier. Messer hockt in der Nähe und scheint zu weinen. Was in aller Welt ist denn mit dem Los? Ich kann zwei große Mannschaftstransporter, drei kleine Jeeps und einen Hummwe ausmachen. Im Dorf selbst befindet sich nur ein einziges Fahrzeug, ein klappriger Lieferwagen. Drek! Wir brauchen nen gescheiten fahrbaren Untersatz, um hier wegzukommen. Die meisten Häuser brennen oder sind zusammengestürzt, von der Dorfbevölkerung scheint keiner überlebt zu haben. Weia!

Eines der Funkgeräte quäkt und Fridge geht ran. Sie gibt als Statusbericht an, dass es Verluste gegeben hat. Toll, die schicken netterweise gleich mal Verstärkung. Aber nach kurzem Nachdenken ist diese Entwicklung vielleicht gar nich so negativ zu bewerten. Eine weitere kleine Truppe aus sechs Kämpfern macht sich auf den Weg zu uns. Das bedeutet, dass gerade mal noch acht Soldaten, Messer, der Trenchcoat Knilch und die beiden Weißkittelmagier zurück bleiben. Also, auf zum Gegenangriff. Ich wecke Blüte auf, die natürlich Feuer und Flamme ist, sich dem Feind entgegen zu stürzen. Es fallen noch ein paar giftige Worte zwischen Pei-Ling und Fridge, da Pei-Ling mit dem finalen Granatenwurf nich so einverstanden war. Ich halte mich da raus, da ich die genauen Fakten nich kenne. Aber es würde mich überraschen, wenn Fridge wirklich wohlüberlegt gehandelt hätte. Al und Xe-Min übernehmen die Bewachung der Ausrüstung. (Die beiden Spieler waren nicht da)

Wir munitionieren uns auf und eilen der Gruppe entgegen. Unterwegs bitte ich einen freundlichen Wald- und einen Berggeist mir zu helfen. Beschleunigt und verschleiert von Bravo eilen wir zu dritt unseren Feinden entgegen. Die scheinen allerdings den Braten bald zu riechen und kehren um. Fridge mahnt, sie ziehen zu lassen. Aber ich will mir diese Gelegenheit nich durch die Lappen gehen lassen. Wir haben hier und heute die Möglichkeit, unseren Feinden vom Bund des Neunköpfigen Teufels eine empfindliche Niederlage zu bereiten. Hier haben sie nich die Möglichkeit, innerhalb weniger Minuten eine Armee zur Verstärkung zu rufen, hier haben sie keine Helikopter oder Kampfdrohnen. Man muss wissen, wann man kämpfen und wann man laufen muss. Heute ist der Tag zu kämpfen, zu töten und zu siegen. Besonders auf das letztere hoffe ich. Atari!

Wir folgen unseren Gegnern parallel und kreuzen dann ihren Weg. Ich bitte Bravo und Delta die Leute zu verwirren. Blüte ballert mit der von mir geliehenen Amazonien auf einen der schwer gepanzerten Gardisten. Aber so gut die Waffe auch sein mag, hier zeigt sich die Grenze der Durchschlagskraft von 9mm Para, einem Kaliber, das immerhin schon bald 160 Jahre auf dem Markt ist. Einer der Gardisten wird mit einem Zauber belegt, aber ich durchschaue die Unsichtbarkeit. Fridge ballert ebenfalls, aber auch ein Karabiner hat seine Probleme mit der massiven Panzerung unserer Gegner. Dann hagelt es Gegenfeuer, was zum Glück fast ohne Treffer bleibt. Ich mache Ernst mit einem Lied des Rauches und neble sie hinten ein, während zwei von Schatten beseelte Gardisten uns entgegenstürmen. Fridge und Pei-Ling schnappen sich je einen. Aus der Rauchwolke bricht ein Feuerball, welcher die Schattengardisten mitbrät. Aber uns halt auch. Durch das Lied des Rauches habe ich nich mehr viel Macht für die Abschirmung zurück behalten, so dass meine Kollegen etwas anfangen zu kokeln. Aua!

Ich wechsle mal meine Waffen und schicke ein weiteres Lied des Rauches in die Richtung, wo der Feuerball herkam. Ein weiterer Feuerball antwortet mir, durchbricht meine Abwehr, aber die Panzerung hält. Wie gut das bald ne neue kommt. Nach dem heutigen Tag dürfte sie wirklich reif für die Müllhalde sein. Blüte treibt ihrem Gegner den Geist aus und ich töte ihn einen kurzen Augenblick später. Wirkliches Mitleid kommt nich in mir auf, muss nur an die Leichen der Dörfler ein paar Kilometer weiter denken. Aber dem letzten, der noch steht, treibe ich den Geist aus, den Fridge mit dem neuen  Anti Schatten Schwert aus dem Archiv erschlägt. So, wir haben das Schlachtfeld erobert. Blüte wankt auf einmal und fällt dann um. Ui? Irgendwelche Gegner kann ich nich entdecken. Wahrscheinlich hat mein Lied des Erwachens aufgehört zu wirken.

Ich eile zu ihr und singe ein Lied der Heilung für ihre neuen Wunden. So wie es aussieht ist ihr Körper an Überlastung zusammen gebrochen. [Der Entzug des Adrenalinkicks wurde ja körperlich, da ihr Betäubungsmonitor schon voll war und kostete ihr auch gleich noch den neu erworbenen Magiepunkt.] Kann mir das nich ganz erklären. Aber wir haben jetzt noch mehr Gefangene, die verstaut werden müssen. Wenigstens haben wir nur noch eine Handvoll Gegner gegen uns. Das wird noch was werden. Wir ziehen uns erstmal zur Höhle zurück und ich lege Yan Pei-Ling in die Stabilisierungseinheit. Nützt vielleicht was, sie schnell wieder fit zu bekommen. Weia!

Gespielt am 06.01.2007
SL: Mr. Five
Spieler und Chars: Racker, Pei-Ling, Fridge,
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Montag, 25. Juni 2007; 15:19:56 #9
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

File 82
Kampf bis aufs Messer

07.11.2059 Freitagnachmittag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Dorf

Okidoki! Und nun? Gute Frage, wir gehen kurz unsere Optionen durch. Verstecken ist hier nich, damit kommen wir wohl nich noch mal davon. Von ner Wanderung ins Ungewisse rate ich mal ganz dringend ab, wir sind diesmal zu weit weg von der nächsten Transportmöglichkeit. Ich bin für Angriff und zwar so schnell wie möglich, außer die ziehen von selber ab. Sarah schleicht sich mutig etwas näher an und belauscht ne Diskussion zwischen dem Trenchcoat Magier und dem Anführer des Haufens, wohl ein Leutnant. Es scheint wohl ne Streitfrage über das weitere Vorgehen im Einklang mit den Befehlen zu geben. So wie es aussieht, ist der Leutnant für einen befehlsmäßig korrekten Rückzug, während der Magier auf nen Angriff drängt. Schließlich setzt sich der Magier durch. Der Leutnant geht zu einem der gepanzerten Transporter und holt ne Kiste raus. Darin sind Granaten für nen Werfer, welche an zwei Soldaten in schwerer Militärpanzerung gegeben werden. So wie die damit umgehen, scheint da wohl Giftgas oder was ähnlich Hässliches drin zu sein.

OK, dann wird es wohl Zeit, ihnen zuvor zu kommen. Atari! Da die bis jetzt immer ne Luftaufklärungsdrohne in der Luft gehabt haben, schicke ich Sarah los, um sie zu suchen. Meine Süße braucht auch nich lange, da hat sie sie schon entdeckt. „Gut gemacht, Kleine!“ „Sarah kann das!“ Das macht die Sache etwas schwieriger. Ich lege fest, in welcher Reihenfolge wir die Ziele ausschalten. Hoffentlich halten sich auch alle dran. Ich hole Sarah her und drücke ihr das leichte QBZ Maschinengewehr in die Hand. Sofort wechselt sie ihre Gestalt in die in einem Tarnanzug und rotem Stirnband. „Cool! Das ist wie bei Fireteam Cherokee!“ Al spricht das Problem mit den Gefangenen an, heute können wir keine machen. Das sind keine Konzerngardisten, welche nur nen unterbezahlten gefährlichen Job machen, um ihre Familien zu ernähren, das sind Elitesoldaten. Und die werden auch später wieder zum Problem werden. Fridge erledigt das Problem mit Kopfschüssen. Ich wünschte, es hätte ne andere Möglichkeit gegeben, aber die haben auch keine Gnade mit den Dorfbewohnern gehabt. Frauen, Männer, Kinder jeden Alters. Getötet für nix und wieder nix. Trotzdem habe ich einen schalen Geschmack im Mund. Mega Weia!

Ich lese noch geschwind die Kurzanleitung für die Great Dragon durch, da ich von Raketenwerfer Null Ahnung habe. Die Bedienung der Waffe ist eigentlich Kinderleicht und die Anleitung hat auch viele Bilder. Wir laden uns mit allen Waffen voll, die wir tragen können. Ich wecke Blüte ein weiteres Mal auf und wir machen ein kurzes abschließendes Briefing. Zwei weitere freundliche Geister des Himmels beschleunigen und verstecken uns vor den Sensoren der Drohne. Da wir wissen, wo das Teil sich befindet, nähern wir uns im mutmaßlichen Sensorschatten von Hügelkanten und jeder möglichen Deckung an das Dorf an und umgehen es weiträumig, um auf ner felsigen Hügelkuppe in Stellung zu gehen.

Ich baue einen Schützengraben, in dem Sarah, Al, Xe-Min und ich Stellung beziehen. Fridge geht hinter nem Felsen in Deckung, Pei-Ling lässt sich etwas zurückfallen und sichert die Stellung gegen Geister, da sie über keinerlei Fähigkeiten im Distanzkampf verfügt. Wir sind jetzt etwas über 200 Meter vom Dorf entfernt und sehen über den Wald in das zerstörte Dorf hinein. Messer wurde wohl gerade wieder von den beiden Weißkitteln etwas aufgepeppt, denn ihm scheint es wieder gut zu gehen. Der Trenchcoat Magier und der Leutnant scheinen immer noch in ner Diskussion verstrickt zu sein. Die restlichen Soldaten stehen verteilt im Dorf herum und scheinen so was wie ne Peripherie Sicherung zu machen. Zwei schwerstgepanzerte Soldaten halten sich etwas Abseits. Die dürften hart zu knacken sein.

Ich packe die Great Dragon aus, war ja eigentlich mal für Lung bestimmt, aber sieht so aus, als ob ich sie nun dringender brauchen würde. Daneben lege ich mein Aztech Scharfschützengewehr. Mein Karabiner verfügt nich über die wirkliche Reichweite, um in einem Feuergefecht auf über zweihundert Meter zu zeigen, was in ihm steckt. Auch ne Hybridwaffe hat ihre Grenzen. Sarah summt vergnügt die Melodie von Fireteam Cherokee und baut das MG auf. Daneben stapelt sie die Magazine. Xe-Min schafft es mit Pei-Lings Ultrasoundbrille, die Drohne auszumachen. Bis jetzt sind wir zum Glück unentdeckt geblieben. Fragt sich nur, wie lange noch.

Vorsichtig hole ich die intelligente Rakete aus ihrem Transportzylinder, reise einen Klebestreifen ab, welcher eine Schnittstelle bedeckt und führe sie richtig herum in das Rohr hinein, bis ich die vorgeschriebene Position erreicht habe. Dann knie ich mich hin und spähe durch die Zielvorrichtung. Der Computer ist hochgefahren und zeigt mir an, dass eine feuerbereite Rakete sich im Lauf befindet. Es dauert etwas, bis ich das Ziel gefunden habe. Mit der linken Hand bediene ich das Multifunktionsrad und visiere mit der Great Dragon den Kommando Transporter an. Ich gebe das Ziel an, der Computer errechnet die notwendigen Daten und zeigt sie mir. Ein grünes Ready leuchtet über dem Ziel. Zeit, Fakten zu schaffen. Feuer! Das Ziel ist fixiert und die Rakete zischt aus dem Werfer. Xe-Min nimmt die Drohne ohne sichtbare Resultate unter Feuer. Al schießt auf den Trenchcoat Magier mit dem Effekt, dass der Kerl in ner Schattenkugel verschwindet. Fridge erschießt den Leutnant. Der Rigger bekommt recht schnell mit, was Sache ist, denn der Kommandotransporter versucht noch aus der Schusslinie zu fahren, aber die Rakete schlägt dank der automatischen Zielkorrektur mittig in das Fahrzeug, welches in einem Feuerball verschwindet. Auch der Computer der Great Dragon meldet Vernichtung des Zieles und weist darauf hin, dass der Werfer leer ist. Das wird wohl erstmal so bleiben, da ich keine weiteren Geschosse habe. So viele Menschen an einem Tag wie heute habe ich noch nie getötet. Weia!

Nun beginnt der Tanz. Messer schreit wütend auf und setzt sich wie ein Berg aus Muskeln, Hass und absolutem Zerstörungswillen in unsere Richtung in Bewegung. Oh oh! Die Soldaten begeben sich in Deckung. Die Schwergepanzerten eröffnen das Feuer aus Saeder Krupp Sturmgewehren. Xe-Min wird schwer getroffen, während ich gerade so noch den Kopf einziehen kann. He! Auch eröffnen nun die Soldaten unten im Dorf das Feuer massiv auf uns. Ich werde getroffen, aber die Panzerung hält. Al feuert konzentriert in die Schattenkugel, welche kurz darauf erlischt und einen toten Trenchcoatmagier frei gibt. Mir ist nich ganz klar, was diese Kugel nun eigentlich war und welchen Zweck sie hatte. Als Sichtdeckung war sie zu klein und als Panzerung scheint sie auch nich getaugt zu haben. Hm! Leider habe ich nich die Muße, mich um dieses Phänomen eingehender zu kümmern. Fridge erschießt einen der Weißkittelmagier und so langsam geht denen da unten die magische Überlegenheit flöten. Aber noch haben sie die chemische. Einer der schwergepanzerten Servoträger schießt eine der Giftgranaten ab und die kommt recht zielsicher auf mich zu. Mega Weia!
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Mittwoch, 27. Juni 2007; 15:40:45 #10
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

07.11.2059 Freitagnachmittag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Dorf

Ein Lied des Unterwasseratmens kommt fliesend über meine Lippen. Gerade noch rechtzeitig. Die Granate schlägt in die Stellung ein und Xe-Min und ich stehen hustend in ner giftigen Wolke. Xe-Min krabbelt panisch aus dem Graben und wird sofort weiter unter schweres Feuer genommen. Ich tausche mit Sarah die Position und stehe nun außerhalb der Giftwolke. Sarah ballert ungerührt weiter in Richtung Dorf. Wobei sie nich mal über den Lauf zielt sondern seitlich an ihm entlang. Außer für viele Löcher im Boden scheint kein größerer Effekt einzutreten, aber mehr habe ich auch nich erwartet, wenn doch mehr erhofft. Auch scheint Sarah es viel interessanter zu finden, wie die Hülsen fliegen, als zu gucken, auf was sie überhaupt ballert. Ich glaub, dass muss ich noch mal mit ihr üben. Warum es die Kleine dabei nich umhaut? Wahrscheinlich, weil sie als Geist ohne wirkliche Masse und Schwerkraftbeschränkungen ganz anders gegen den Rückstoß wirken kann.

Einer unserer Scharfschützen erschießt den letzten der Weißkittel und so haben wir nun die magische Offensive. Ich neble mit einem Lied des Rauchs die beiden gefährlichsten Soldaten mit den schweren Gewehren ein. So! Zeit, die Geister von der Leine zu lassen. Ich schicke Delta und Charlie los, die beiden schwergepanzerten Giftgasgranatenwerfer Typen zu verwirren und zu verprügeln. Das sollte die etwas aufhalten und uns weitere Zeit verschaffen. Al und Fridge halten mit ihren Gewehren nun gezielt auf die Schwergepanzerten und bringen deren Sturmgewehre dazu, sich in die Bestandteile aufzulösen. Allerdings gelingt es denen noch, vorher meine Geister in den Zwangsurlaub zu schicken. Drek! Die sind besser als gedacht. Weitere Granaten fliegen nun auf uns zu. Ich hasse diese in die Rüstung eingebauten Mehrfachwerfer. Allerdings verfehlen diese uns weit genug oder treffen ausgerechnet die hinten stehende Blüte, die das aber wegsteckt. Die guten Gasmasken für das Schwefeltal haben sich halt doch gelohnt. Lucky!

Ich töte mit meiner Aztech zwei weitere der Soldaten, die es einfach nich sein lassen können, uns zu beschießen. Haben sie nun davon. Einer der schier unverwundbaren Gepanzerten orientiert sich nun zurück zum Transporter, wahrscheinlich um ne neue Knarre zu holen. Nich gut! „Sarah! Saus zu dem Transporter und klau den. Falls es brenzlig wird, verzieh dich.“ „Sarah macht das!“ Schwupps! Das MG kippt nun zurück und wir haben Glück, dass es nich losgeht, als es ungesichert in den Graben kracht. Puh! Gerade als der Soldat den Wagen betreten will, ist meine Kleine drin und fährt los. Verblüfft bleibt der Soldat stehen. Jedenfalls für eine Sekunde, dann löst sich der Schatten aus der Hülle uns saust hinter dem Transporter her. Oh oh!

Er holt meine Kleine ein und haut sie. Tut ihr weh. Der Kerl ist ihr über, aber das Ziel ist ja erstmal erreicht, also nix wie weg in die Metaebene. Sarah lässt sich das nich zweimal sagen, streckt dem Schatten noch die Zunge heraus und puff, weg ist sie. Das war knapp. Auch der zweite Soldat, der einfach nich umfallen will, löst nun seinen Schatten. Beide fliegen nun in unsere Richtung. Das Feuergefecht wäre nun erstmal gewonnen. Wir haben tatsächlich die feindliche Einheit nieder gekämpft. Wirklich freuen kann ich mich darüber nich. Tote sind nie ein Grund zur Freude und der Kampf ist noch nich zu Ende. Denn zwei Schatten und Messer sind noch übrig. „Wir erwarten sie hier! Bleibt zusammen und alles wird gut!“

Jetzt ist es an der Zeit, meine neue Kraft auszuprobieren, schließlich ist dies das einzige wirkliche Gegenmittel für Besessenheit. Also bitte ich Beta, dem einzigen Geist, den ich noch um etwas bitten kann, um den gefallen, seine Kräfte mir zur Verfügung zu stellen. Mein Tanz lässt ihn in mich hineinfahren. Wow! Das ist besser als Sex! Ein Gefühl von ungeahnter Macht durchfährt mich, die Perspektive verändert sich, alles verändert sich. Ich fühle mich unbesiegbar. Das ist wahre Macht. Kommt nur, ihr Schatten, holt euch das ab, was ihr verdient. Ich streife den Schild über und ziehe mein Katana. Ich bin bereit.

Messers Weg ist leicht zu verfolgen, denn er geht in gerader Linie auf uns zu, wenn ein Baum im Weg ist, geht er nicht drum herum, sondern der Baum weicht. Hm, dass bringt mich auf ne Idee. Mit einem Lied des Steinverformens baue ich eine Rampe mit Ausrichtung des heranstürmenden Messers. Dann forme ich den Felsen dahinter zu einer Kugel. Augenblicklich setzt sie sich in Bewegung und nimmt sehr schnell eine hohe Fahrt auf. Nimm das, du Troll!

Messer bricht durch den Wald und sieht sich der Kugel gegenüber. Unbeeindruckt läuft er auf die anrollende Kugel zu. Es gibt ein lautes Krachen als die Beiden zusammen treffen. Mehrere Tonnen rollender Stein haut  auch den stärksten Troll um und er wird wortwörtlich überrollt und in die Erde gestampft. Ha! Das war jetzt doch gar nicht so schwer. Aber was ist das? Messer richtet sich auf, guckt etwas verdutzt den Stein hinter her und steht unverletzt wieder auf. Ich steh mit offenem Mündchen da. Ui? Ich habe nich lange Zeit darüber nachzugrübeln, wie viel Widerstandsvermögen notwendig ist, eine mehrere Tonnen schwere Kugel über sich rollen zu lassen, ohne davon Schaden zu nehmen. Mit dem Schrei einer Irren spurtet nun Pei-Ling Messer entgegen. Welchen Teil von „Wir bleiben zusammen!“ hat sie wohl nich verstanden? Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt Pläne mache, wenn selbst das simpelste Vorgehen schon in der ersten Sekunde des Kontakts über den Haufen geworfen wird? Ich werfe dem Ding, was einst Messer war, ein Lied des Krieges an den Kopf. Das lässt ihn dampfen, aber der Geist tritt nich hervor. Was immer sie mit Messer angestellt haben, nen simplen Schatten haben sie nich in ihn hinein gestopft. Aber wenigstens scheint Messer etwas geschrumpft zu sein. Blüte erreicht ihn, bekommt aber eine seiner mächtigen Fäuste in den Balg gerammt. Es hebt sie buchstäblich von den Socken und sie wird in die Luft geschleudert. Autsch! Obendrein kommt einer der Schatten auch noch an. Mega Weia!
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Freitag, 29. Juni 2007; 16:08:21 #11
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

07.11.2059 Freitagnachmittag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Dorf

Gewandt wie Blüte ist, kommt sie mit beiden Füßen wieder auf den Boden auf und scheint sich sonst noch nich mal besonders schwer verletzt zu haben. Lucky! Nun scheren auch Fridge und Xe-Min aus dem Verband heraus. Gerade die, die es am schlimmsten erwischt hat, während Al und ich die Stellung halten. Der zweite Schatten kommt nun auch angeschossen und zwar genau auf mich zu. Eiskalt erwarte ich ihn und schneide ihn mit einem lässig geführten Hieb in zwei Hälften. Auch die anderen kämpfen nun gemeinsam zuerst den ersten Schatten und dann Messer nieder. Von Schlag zu schlag wird er kleiner, bis er schließlich wieder nur knappe Zweieinhalb Meter groß ist. Er taumelt zurück und schaut sich verstört und verängstigt um. „Halt!“ Brülle ich, bevor die anderen ihn noch töten.

Der Troll ist wieder sich selbst und fragt sich verwundert, wo die Stimmen in seinem Kopf sind und wo er hier nur ist? Der arme Kerl. Ich habe Mitleid mit diesem Wesen und verhindere, dass er umgebracht wird. Der Kampf ist zu Ende und es gab heute schon genug Tote. Es reicht! Messer ist nich gerade der hellste, aber ich nehme ihn mit, um die übrige Ausrüstung zu holen, während die anderen meinen, sie müssten schon mal ins Dorf vorgehen. Wenn sie das unbedingt wollen, ich bin nich ihre Mutter. Weia!

Ich unterhalte mich etwas mit Messer, er scheint wohl schon früh in Richtung Schläger getrimmt worden zu sein. Zurück in der Höhle lade ich mal das ganze Gepäck bei ihm auf und wir laufen dann in Richtung Dorf. Kaum bin ich da, liegt Xe-Min im Sterben am Boden, während Fridge vergeblich versucht, sie zu stabilisieren. So was auch, kann man sie keine fünf Sekunden aus den Augen lassen, ohne dass was passiert? Blüte liegt mit ihren Klingenwaffen bewusstlos daneben, aber diesmal scheint nur mein Lied des Erweckens seine Wirkung verloren zu haben. Natürlich habe ich zuerst Yan Pei-Ling in Verdacht, am desolaten Zustand von Xe-Min Schuld zu sein, aber diesmal ist die Psychochinesin unschuldig. Allerdings muss der genaue Verlauf der Ereignisse warten, bis ich Xe-Min stabilisiert habe. Natürlich denke ich in dem Moment nicht daran, sie in die Stabilisierungseinheit zu packen, die Messer in Griffweite bei sich trägt. Nein, ich singe ein Lied der fixen Heilung. Das reicht sogar, um einige Wunden noch zu schließen.

In der Eile vorhin habe ich gar nich daran gedacht, die anderen zu heilen. Tja, kann auch nich immer an alles denken. Es stellt sich auch noch heraus, dass die Leichen von fünf Soldaten fehlen und wir haben einen Gefangenen. OK, fünf Soldaten scheinen sich zurückfallen lassen und wer macht gerade so was wie ne Außensicherung? Natürlich keiner. Sarah! Meine Kleine ploppt Quietschfidel neben mir auf, nachdem ich sie gerufen habe. Inzwischen hat sie den Stunt von vorhin gut verkraftet und macht Witze darüber. Ich drücke erstmal meine tapfere mutige kleine Sarah und sende sie dann aus, die Soldaten zu suchen. Sie findet sie auch recht fix. So wie es aussieht, scheinen die zu diskutieren, was sie tun sollen.

Das tun wir zeitgleich auch. Ich sehe und rieche die sterblichen Überreste der Dorfbevölkerung, ebenso der von uns Getöteten. Was erreichen wir, wenn wir die Soldaten jetzt auch noch töten? Wir können dadurch niemanden lebendig machen, dreiviertel der Einheit sind tot und letztendlich sind sie auch nur Werkzeuge, Menschen die aus welchen Gründen auch immer bei dieser Einheit gelandet sind. Töten auf Befehl kann ja so leicht sein. Nun ja, ich bin gegen weiteres Blutvergießen, da wir nun in Besitz der Fahrzeuge sind und die Einheit führungslos. Ich habe heute fünf Menschen getötet. Es reicht!  Mein Wille zu töten ist inzwischen erloschen und ich bin dem ganzen Gemetzel überdrüssig. Unser Ziel, von hier zu verschwinden, ohne verfolgt zu werden, ist eigentlich erreicht.

Also bereiten wir alles zur Evakuierung vor. Messer verlädt unser Gepäck in den Wagen. Die Servotypen sind bewegungslos. Keine Ahnung, ob die tot sind oder nich. Von ihnen geht keine Gefahr aus. Keiner der Toten hat ne Schlüsselkarte für den HUMMVE, also knacke ich das Schloss. Scheint ne Art Scoutfahrzeug zu sein. Jede Menge Elektronik für Sensoren da drin. Ich suche den Transponder und die Feind Freund Erkennung. Beides landet im Dreck. Fridge versucht das gleiche beim Transporter und findet nix. Also muss ich ran. Ich finde das Zeug in ner gepanzerten Box unter dem Wagen und bin gezwungen, sie weg zu flexen. So, jetzt sind wir nich mehr so einfach aufspürbar.

Ich bin nich sicher, in welchen Intervallen die hier sich melden müssen, aber allzu viel Zeit dürften wir bis dahin nich mehr haben. Inzwischen ist alles verstaunt, die Verwundeten sind im Transporter. Der Gefangene kommt gerade zu sich. Ich fange an, mit ihm zu reden. Zuerst schweigt er stoisch, betrachtet ängstlich die Flex, welche ich noch in der Hand habe. Soll er denken, was er will. Ich askenne ihn, kein Schatten in ihm. Ich singe ihm das Lied der guten Idee, wenigstens auf nicht militärischen Fragen zu antworten. So bekomme ich heraus, dass er kein Waisenkind ist, wie ich zuerst vermutet habe. Er scheint zu ner Minderheit zu gehören, den Fongs. Noch nie davon gehört. In seinem Dorf herrscht Armut, wahrscheinlich ernährt er mit seinem Sold ne Großfamilie. Allzu viele Möglichkeiten scheint es dort nich zu geben, entweder Armee oder rackern für das Lebensminimum auf den Feldern oder in ner Fabrik. Er hat sich wohl für die Armee entschieden. Von den Schattenwesen will er nix mitbekommen haben. Wahrscheinlich hält er das ganze für 08/15 Magie und hat sich nie was dabei gedacht.

Auch das Massaker hält er für gerechtfertigt, Befehl ist Befehl und Opfer müssen für die Einheit Chinas eben gebracht werden. Sätze, die es mir nicht leicht fallen lassen, ihn Leben zu lassen. Solche Leute sind halt entsprechend geeicht worden. Ein Werkzeug zum Töten, nicht mehr, aber letztendlich immer noch ein Mensch. So lasse ich es bei ein paar ermahnenden Worte und erzähle ihm von Major Jin, seinem Deal mit Mr. Zhu, den Abgründen und der Gefahr, die daraus für das Protektorat, China und die ganze Welt entsteht. Er glaubt mir nich, genausowenig, dass ich ihn Leben lassen werde. Also wuchte ich ihn auf die Beine, durchtrenne seine Fesseln und gebe ihm nen herzhaften Tritt in den Hintern, der ihn aus dem Wagen befördert. Er soll doch bei Gelegenheit mal Major Jin nach den Schatten fragen. Ich zeige noch in die Richtung, wo seine Kameraden sind und dann fahren wir ab.

Ich sinke erstmal auf einem der Sitze zusammen und gönne mir fünf Minuten Ruhe. Al fährt den Transporter, Fridge verdonnere ich in den Hummer. Sarah animiert Messer, mit ihr Memory zu spielen und sie gewinnt immer, sogar ohne zu schummeln. Ich hake dann noch mal nach, warum Xe-Min sterbend am Boden lag. So wie es aussieht, hat sich die Chinesin an dem Trenchcoatmagier zu schaffen gemacht und dabei was gefunden, was wohl einen Schatten barg, den sie flux in sich aufsaugte. Dann kam halt das übliche herausprügeln des Schattens aus ihr, was wohl durch Als Mr. Aztech zu schockartig ging und Xe-Min dabei beinahe getötet hat. Ich schau noch mal nach den Verwundeten, alles stabil, und lasse sie dann in Ruhe. Fünf Menschen habe ich heute das Leben genommen. Weia! Und ich schätze mal, dass es im Kampf gegen die Schattengarde wohl noch zu mehr Opfern kommen wird. Aber manchmal ist die Zeit des Tötens eben gekommen. Aber man muss halt auch wissen, wann diese Zeit wieder vorbei ist. Mein freundlicher Geist verlässt mich nun und ich fühle eine nie gekannte Leere in mir. Ich seufze und weine um die Toten. Allein heute waren es fünf und damit sind es nun fünfundzwanzig Leben, die ich genommen habe.

Gespielt am 27.01.2007
SL: Mr. Five
Spieler und Chars: Racker, Pei-Ling, Al, Fridge, Xe-Min
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Montag, 02. Juli 2007; 13:09:22 #12
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

File 83
Zurück in Hong Kong

07.11.2059 Freitagnacht bis 10.11.2059 Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet

Nachdem ich wieder halbwegs auf dem Damm bin, kümmere ich mich mal um den Geschützstand des Fahrzeuges. Es gibt ein Passwort, was ich aber mit meinem Taschensekretär geknackt bekomme. Nun kann ich den Turm ausfahren und mache mal ein paar Zielübungen mit dem Universalmaschinengewehr im drehbaren flakfähigen Turm mit insgesamt 2000 Schuss Munition. Blüte wacht schließlich auf und will Messer zu Mah Jong animieren, der es inzwischen Leid ist, gegen Sarah im Memory abzulosen. Aber der kaut lieber Kaugummi, der ihn High macht. Blüte kann nich widerstehen und probiert auch einen dieser Teile. Das lässt sie für ne Weile wegtreten.

Nach dem Sonnenuntergang bitte ich zwei Geister des Himmels uns beizustehen und wir fahren weiter. Wir kommen an einigen Kontrollposten verschiedener Fraktionen vorbei, aber alle machen bereitwillig platz. Tja, Fahrzeuge haben manchmal ne deutliche Botschaft. Unsere haben die Botschaft: Mach mich nich an! So kommen wir auf erstaunliche Geschwindigkeiten, wo wir einst dahin gekraucht sind. Hin und wieder falle ich in einen Halbschlaf.

Es ist gegen vier Uhr Morgens als wir Yongzhou erreichen. Dort wo wir das Massaker veranstaltet haben, als wir den Chemiker gesucht haben. Es schient so verdammt lange her zu sein. Wir kommen an ne Sperre der CFA. Wir halten an, auch wenn sie bereitwillig uns passieren lassen wollen. Ich steig aus und fall beinahe um, als mich keiner erkennt. Menno! Ruhm ist ja so vergänglich. Mit verletztem Stolz in der Stimme gebe ich mich zu erkennen und gebe bekannt, dass ich mit General Ming reden möchte. Es gibt etwas hin und her. Die Kantonförderation ist in dieses Gebiet vorgerückt, weil das Guangxi Protektorat hier zu deutlich Flagge gezeigt hat. Allerdings sind die Truppen der Förderration nicht auf Kämpfe scharf, sondern tun nur so, als ob sie nebenbei auch noch General Ming suchen würden. Dieser hat sich hier gut versteckt. Wir bekommen ne Wegbeschreibung und ich tarne unseren Wagen mit einem entsprechenden Lied zu einem normalen LKW.

Das Versteck zu finden ist nich schwer. Wir parken dort in ner Lagerhalle und ich gehe zu General Ming. Ich informiere ihn über unsere Aktivitäten und das sich im Westen eine Gefahr von ungeheurem Schrecken befindet. Er kann da allerdings nix machen, verlange ich ja auch nich, aber dies sollten so viele Leute wie möglich wissen. Dann lasse ich mir die Koordinaten von drei Punkten geben, welche zum einen leicht zu erreichen sind, zum anderen in nem Sensorschattenbereich liegen. Dort wird Jun Pak dann unser Zeug abwerfen. Das wäre erstmal alles von meiner Seite. Hier hat sich die Sache gut entwickelt. Yongzhou gehört jetzt ebenfalls zum Gebiet der CFA. Die Lage ist stabil und die Förderationstruppen werden in den nächsten Tagen wieder abrücken. Jedenfalls ist das wohl so vereinbart worden. Ich sags ja, Korruption ist der Weg in den Untergang.

Wir kriegen in der Nähe ein Quartier zu gewiesen, was wir dann auch beziehen. Ich handle noch nen Deal aus, in dem ich unsere beiden Fahrzeuge gegen einen robusten und fast neuen VW TT50 tausche. Wertmäßig haben wir ein schlechtes Geschäft gemacht, aber mit nem gepanzerten und bewaffneten Transporter können wir nun mal nich besonders viel anfangen. Das Quartier ist in nem Wohnhaus, Perimetersicherung ist vorhanden und wir bekommen nen eigenen Raum, für den ich Feldbetten und Decken organisiert bekomme. Dann darf ich erstmal die ganzen Leute ein weiteres mal verarzten, Verbände wechseln, Diagnosen stellen und Medikamente verabreichen. Sarah hilft mir begeistert dabei, Spritzen geben macht mehr Spaß als Memory zu spielen. Dann kann auch ich endlich den Schlaf der Gerechten finden. Fünf Menschen habe ich am Vortag getötet, trotzdem bin ich schon kurz nachdem ich mich zugedeckt habe, eingeschlafen. Nachti!
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Freitag, 06. Juli 2007; 02:30:16 #13
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

11.11.2059 Dienstag bis 13.11.2059 Donnerstag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Daijang

Bis zum Dienstag halten wir erstmal die Köpfe unten. Fridge will tatsächlich am ersten Tag mal ne kleine Besichtigungstour durch Yongzhou veranstalten. Aber zum Glück kann ich ihr diesen Unsinn ausreden, bevor sie uns wieder mal alle in die Scheiße reitet. Als einzige Anglo im Umkreis von Fünfzig Kilometern fällt sie auf wie ein Bunter Hund. Und es ist ja nich so, dass wir nich von der Kantonförderation gesucht werden. Ne, ich zähle die Tage, wo ich sie los sein werde. Neben die Verwundeten wieder aufzupäppeln, sichte ich mal das ganze Material, was sich so in den letzten Wochen angesammelt hat. Es wäre Schade, wenn das verloren gehen würde. Die Welt muss erfahren, was wir getan haben. Als Warnung vor dem Bösen, was da draußen lauert. Das Erwachen schreitet voran, im Guten, wie im Bösen. Die Welt soll wissen, dass es Meta Menschen gibt, die sich dem Bösen entgegen stellen.

Nachdem ich ganzen Filme zusammengefasst habe, dazu noch eine erklärende Datei geschrieben habe, richte ich eine temporäre Mailbox ein und hoste dort die Daten. Sollte ich den Countdown nich unterbrechen, wird das Paket dann zu Sarah Yurikawa geschickt werden. Und ich trau der quirligen Reporterin durchaus zu, dass sie das richtige damit tun wird. Dann mache ich einige Videobotschaften, als Vermächtnis, falls ich diesen Horrortrip nich überleben sollte. Ich gucke, ob ich Kimi erreichen kann. Diese kleine China Norm Technikerin ist mir vom letzten Hong Kong Trip in guter Erinnerung geblieben. Ich fand sie voll in Ordnung und schien in der Schattenszene integriert zu sein. Ich krieg sie ans Rohr und verklickere ihr, dass ich nen Typ namens Faiths Edge suche. Der Kerl soll ja Infos zur Bergfestung der Wus haben. Ich überweise ihr 200 Nuyen für ihre Mühe, dass gleiche noch mal, wenn sie Erfolg haben sollte. Sie meint, dass sie den Namen schon mal gehört hat und wird sich etwas umhören.

Am Dienstag ziehen die Kanton Truppen unverrichteter Dinge weiter und wir können uns endlich wieder frei bewegen. Meine Patienten geht es schon viel besser. Nur Xe-Min schwächelt noch etwas. Messer ist inzwischen in die CFA eingegliedert worden und wird sein Auskommen finden. Wir selber fahren nun mit dem neuen VW TT50 weiter nach Daojiang. Ohne Probleme kommen wir dort an. Die Stadt macht einen befriedeten Eindruck. Hier und da hängen Fahnen der CFA in dem von mir entworfenen Design. Als erstes besuchen wir Professor Wai und seine beiden englischen Kollegen. Sie machen nen erschöpften Eindruck und sind immer noch dabei sich durch den Wust an Daten zu arbeiten. Wirklich neue Erkenntnisse können sie uns keine liefern. Aber da wir ja das Versteck von Gao-Xe nun kennen, brauchen wir sie das eigentlich auch nich. Wir wissen nun eigentlich das, weswegen wir hier sind. Das Versteck des Gao-Xe finden und gucken, was drin ist.

Aber ich brauche noch ne andere  Information. Die Kinder des Drachen haben ja diesen genialen Schutzzauber, welche jede Waffe sich zerfallen lässt. Der Prof verspricht, sich diesbezüglich mal umzuhören, ob es ne Gegenmaßnahme dagegen gibt. Mr. Zhu ist ja ein ehemaliges Kind des Drachen und er wird diesen Kniff bestimmt noch drauf haben. Und wir haben so schon fast keine Chance gegen ihn, ohne Waffen haben wir dann überhaupt keine Chance mehr.

In der Stadt beziehen wir ein neu eröffnetes kleines Hotel und ich geh erstmal duschen, das tut vielleicht mal gut! Dann gucke ich mal, wer hier das sagen hat. Zurzeit ist das ein Major namens Ki Tong. Einen Ork mit so einem hohen Rang gibt es selten. Er ist ein umgänglicher Ork und ich komme schnell zu meinem Anliegen, nämlich hier ein Waisenhaus zu errichten. Ich renne offene Türen ein und die notwendigen Leute werden zusammen getrommelt. Es gibt wohl erstmal nen Bedarf für 50 Kinder. OK, fangen wir erstmal klein an. Ich ergattere ein Grundstück am Stadtrand mit der Möglichkeit zu expandieren. Das Gebäude kostet mich gerade mal 10K. In China braucht es halt nicht viel, und man bekommt halt auch nich allzu viel dafür. Dann gründe ich noch ne Stiftung und das Geld wird wohl für etwa 170 Monate reichen. Na, hört sich doch gut an. Das war nun das Geld, welches ich für den Fokus des Hung Lung Magiers bekommen habe. Blutgeld, aus dem Gutes entstehen wird.

Im Hotel rede ich mit Sakura-chan via Handy ausgiebig. Ach, wie mir meine Geliebte fehlt. Monatelang kein Sex! Ich komme mir vor, wie ne Nonne. Weia! Wie auch immer. Sie hat unser Zeug zusammen und auch Jun Pak, der nette Schmuggler steht bereit. Mit den Koordinaten des Abwurfsgebiet dürfte es nun auch keine Schwierigkeiten mehr geben. Ich gebe ihr das Go und die Ware ist auf dem Weg zu uns. Prima!

Den nächsten Tag verbringe ich damit, Personal für das Waisenhaus zu rekrutieren. Es gibt einige Leute, die sich damit versuchen wollen und ich wähle nach Gefühl die Leute aus. So, damit wäre mein Projekt mit dem Waisenhaus wohl auf den Weg gebracht. Jetzt ist vielleicht mal die Gelegenheit angebracht, zu gucken, wie der Bogen funzt. Dazu wird ein Huhn ausersehen. Ich versuche es mit dem Bogen zu erschießen. Nun ja, ich pflastere den Boden mit Pfeilen und treffe schließlich das Huhn. Aber der Pfeil löst sich auf und ich sehe auf einmal mit dem Huhn, also mit seinen Sinnen. Aha! So geht das also. Schön, bringt mir leider nur so gut wie gar nix. Schade!

Meinen Patienten geht es nun bedeutend besser. Der Prof hat inzwischen jemanden gefunden, der uns eventuell weiter helfen könnte und zwar ein gewisser Qui Shen, der in HK wohnt, genauer gesagt in Koowlon. Auch Kimi meldet sich, sie hätte nen Schieber aufgetan mit dem Namen Wie Ming, welcher ein Kontaktmann zu Faiths Edge sein soll. Ich gebe ihr die versprochen 200 Nuyen und lausche, was sie sonst noch so herausgefunden hat. Dieser Faiths Edge ist ein Wetworker, ziemlich gut, kann sich inzwischen seine Aufträge heraussuchen. OK, wir werden vorsichtig sein.

Am Abend rücken wir aus, da sich Jun Pak im Anflug befindet. In akzeptable Höhe wird unser Paket abgeworfen und schwebt dann zu Boden. Es kommt auf und wir bergen die Ware. Das hat ja jetzt Prima geklappt. Wir fahren zurück ins Hotel und Fridge macht heiße Schokolade, um ein altes Versprechen einzulösen. Typisch Fridge hat diese wirklich teueres Zeug einfliegen lassen und gibt meiner Sarah eine Tasse heißer Schokolade. Die schmeckt ihr sichtlich, nachdem sie die kritisch probiert hat. Aber ihr ging es immer dabei um die größte Tasse, die sie sich vorstellen kann und diese Tasse ist nich so groß wie diese. Ts.

Ich schlemme selber erstmal die bestellte Eiskreme. Hm, Lecker das! Auch Sarah ist nich zu stoppen. Das schmeckt ihr viel besser als die Schokolade. Ist ja auch von mir und ich weiß, worauf es meiner Kleinen ankommt. Da wir jetzt wieder Material für Masken haben, steht nun einer Reise nach Hong Kong nix mehr im Weg. Bis auf Xe-Min sind wieder alle richtig Fit.

Am nächsten Tag bin ich nun dann auch beschäftigt, die Masken für alle zu erstellen. Wir werden mit unseren Helping Hand SINs dort einreisen und dafür hatten wir ja mal alle Masken gehabt, die aber inzwischen alle nich mehr in wirklich gutem Zustand sind. Für Xe-Min besorgen wir noch ne passende SIN. Und so vergeht auch dieser Tag für mich wie im Flug. Die anderen lackieren derweil den Wagen um und versehen ihn mit entsprechenden Insignien von Helping Hand. Ich rufe noch Lau an und verklickere ihm, dass wir Morgen über die Grenze wollen, ob er nich einen Tipp für uns hätte. Er wird war arrangieren. Lucky!
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Montag, 09. Juli 2007; 12:19:22 #14
Sakura

Re: Rackers kleines Tagebuch Last Chapter

14.11.2059 Freitag Kanton Förderation

Nach nem guten Frühstück brechen wir auf. Lau teilt mir mit, wo wir problemlos die Warlordzone verlassen können. Wir ziehen unsere Helping Hand Uniformen an und düsen los, nachdem wir die notwendige Ausrüstung verpackt haben. Die Restliche bleibt beim Prof zurück. Gut drauf aufpassen, neh? Wir machen gut Fahrt und kommen ohne Probleme über die Zonengrenze. Schon bald sind wir auf ner Autobahn und düsen Richtung Süden. Wir umfahren Guangzhou auf dem äußeren Ring und sind bald in Richtung Shenzen unterwegs. Die Sonderwirtschaftszone ist inzwischen von Hong Kong geschluckt worden.

Schon bald stecken wir in nem richtigen Stau. Die Zivilisation hat uns wieder. An der Grenze zu HK werden wir raus gewunken. Unsere SINs werden gecheckt. Bei Al stellt der Zöllner ein paar Kontrollfragen. Der Kerl macht nen misstrauischen Eindruck. Nich gut. Er verlangt, dass wir das ganze Zeug aus dem hinteren Teil des Wagens ausladen. Ne, nich wirklich ratsam. Ich schau ihn an und mache ihm mit einem Lied der guten Idee klar, dass sich die Mühe hier nicht lohnt. Er meint dann, wir sollen weiter fahren. Aber gerne doch. Puh!

Endlich sind wir wieder in Hong Kong. Wir suchen uns ein Motel, das einen guten Eindruck macht. Inzwischen wissen wir ja, auf was wir zu achten haben. Wir nehmen drei Zimmer, Blüte und ich, Xe-Min und Fridge, Al für sich alleine. Fridge programmiert die Kameras kurz um, sodass wir ohne Probleme unser Zeug hochbekommen. Ich rufe Wie Ming an, der recht einsilbig ist, wir machen ein Treffen aus, 20 Uhr, Harbour Road 37B. Ist gebongt. Wir nehmen leichte Bewaffnung mit und rücken aus. Seit langer Zeit habe ich mal wieder einfache Jeans, Sneaker und ne Panzerjacke an. Ich fühle mich regelrecht nackt ohne die vertraute Schwere der BDU. Und unglaublich leicht, als ob ich schweben würde, so ohne die schweren Einschübe, die Magazine und den Karabiner. Total ungewohnt. Es regnet leicht, Hong Kong im November ist unangenehm feucht.

Obwohl wir viel Zeit einplanen, kommen wir nur wenig zu früh. Eigentlich wollten wir vorher noch essen gehen, aber dafür wird es zu knapp. Es scheint ne Ewigkeit her zu sein, dass wir nen Parkplatz suchen mussten. Weia! Schließlich finden wir einen, wo der TT50 Platz hat, und gehen dann zu der Adresse. Nummer 37 finden wir, nur kein B dahinter. Dann halt zur nächsten Gasse und da rein. Ein Lieferwagen steht da, zwei Halbstarke schleppen Kisten davon in ein Restaurant. Auf nem Berg von Mülltüten lümmeln ein paar Möchtegern Ganger herum. Sehen aus wie Aufpasser. Ich sag, dass ich zu Wie Ming möchte. Einer greift zu nem Handy und führt ein kurzes Gespräch, dann dürfen wir durch ne Seitentüre, wo B draufsteht. Wir werden von nem recht breiten Ork in Empfang genommen, der uns finster mustert. Von ihm werden wir in nen kleinen schmucklosen Raum geführt, steht ein Tisch drin, davor stehen zwei Stühle, dahinter sitzt ein Norm mittleren Alters mit Glatze. Er hat Tätowierungen bis zum Hals. Blüte guckt etwas seltsam, als sie die Tätowierungen zu deuten versucht.

Der Norm ist so einsilbig wie am Telefon. Ich mach ihm klar, dass ich Faiths Edge suche, er weiß etwas über ne Örtlichkeit, über die wir auch was gerne wissen wollen würden. Preis Verhandlungssache, Treffen zu seinen Bedingungen. Der Kerl verzieht dabei keinerlei Miene. Ich maskiere mich aktiv und gehe auf Astralsicht. Der Kerl ist bis unter die Nasenspitze vercybert, Kampfcyberware. Kein Wunder, dass der so einsilbig ist. Der typische Schieber ist das nich. Hinter ihm ist ein Junge projiziert, seine Macht ist nix im Vergleich zu der meinen. Die kleine Sylphe neben ihm weist ihn als Wu Jen aus. Magische Rückendeckung sozusagen. Ich beende meine Astralsicht und höre mir die Antwort an. Er wird die Sache weitergeben und Fridge gibt ihm ne Handynummer. Damit sind wir entlassen. Der Ork am Eingang mustert uns immer noch finster, als wir mehr oder weniger rausgeworfen werden. OK, die erste Hürde wäre wohl genommen. Fridge gibt mir eines ihrer Wegwerfhandys. Nun gut. Hunger, jetzt!

Wir gehen in ein typisches Touristenrestaurant und ich ordere mir die Maxi Meeresfrüchteplatte. Lecker das. Blüte mäkelt herum, dass die hier nich richtig würzen, weil das hier für Touristen ist. Mild ist zur Abwechslung nich schlecht. Kaum bin ich beim Desert, klingelt das Handy. Ne tiefe männliche Stimme ist dran. Ich krieg ne Straßenecke genannt, Treffen in ner Stunde. Ich gucke auf dem Plan, schaffen wir. Ich stimme zu. Fridge versucht nun verzweifelt so etwas wie den Profi raushängen zu lassen und versucht alles über die Straßenecke herauszufinden. Ist ziemlich unübersichtlich dort und sie schlägt vor, dass wir das Treffen woandershin verlegen. Geht nich, da ich ein Treffen zu seinen Bedingungen ausgehandelt habe. Besser wird’s nimmer. Also los.
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