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Initiation in den Bergen
31.10.2059 Freitag Kanton Förderation Hunan Warlord Gebiet Höhle im Gebirge
Am frühen Morgen nach nem kargen Frühstück breche ich auf. Schon bald bin ich im Gebirge und in der Einsamkeit. Ah! Das tut vielleicht mal gut. OK, jetzt muss ich nur noch den richtigen Ort dafür finden. Also bitte ich einen freundlichen Berggeist mir solch einen Ort zu suchen, also Fels und ne Quelle, dazu noch ne schöne Aussicht. Während ich warte, spiele ich mit Sarah auf nem Felsen Memory. Meine Kleine ist inzwischen recht gewitzt darin, sich zu merken, wo die richtigen Karten sind. Und sie gewinnt sogar. So was auch. Die Kleine freut sich entsprechend. Mein netter Berggeist kommt zurück und meint, er hätte ne ganz tolle Stelle gefunden. Er führt mich quer durch das Gelände und schließlich zu ner Erhebung, hier plätschert ein Bach. Perfekt!
Ich hole mein Sketchbook aus dem Rucksack und zeichne auf, wie ich mir den Ort meiner Initiation vorstelle. Och! Ich wünschte, meine liebe Gruppe wäre bei mir und könnte mich unterstützen. Und nich nur deswegen, weil dies weniger meines innersten Selbst kosten würde. Sondern mit der Gruppe fühle ich mich einfach sicherer. Aber dafür muss ich mir keinen Spott anhören, falls es nich auf Anhieb mit dem Hüter der Schwelle klappt, war ja schon mal das Problem. Weia! Trotzdem, ich wünschte, meine Schwestern wären hier. Vielleicht würden sie mir ja abraten, dass ich das hier mache. Ist schließlich noch nich allzu lange her, dass ich einen weiteren Machtzuwachs erfahren habe. Dafür habe ich auch wieder was verloren. Nun ja, habe inzwischen verdammt viel erlebt und ich glaube, für die ausstehenden Aufgaben werde ich alles brauchen, was mich stärker macht.
Ich erkläre meiner Kleinen an Hand der Skizzen, was ich zu tun gedenke. So ein komplexes Bauwerk habe ich bis jetzt noch nie errichtet, wird ne echte Herausforderung. Findet auch meine Süße, aber gemeinsam werden wir das schaffen. Also ran ans Werk. Zuerst baue ich den Eingangstunnel, schön gewunden, der dann in einen kreisrunden Hauptraum führt. Hier baue ich eine Feuerstelle und einen Kamin, dazu noch ne kuschelige Schlafnische. Von hier aus geht es zu allen anderen Räumen. Als nächstes baue ich die weiterführenden Gänge, dann den Raum, der die Schwitzhütte sein wird. Ein kompakter kreisrunder Raum. Als nächstes das Badezimmer. Hier werde ich den Bach hineinleiten. Ich fertige ein komplexes System aus zwei Becken, eines davon wird sozusagen oberhalb des zweiten sein und einen Wasserfall speisen. Das zweite Becken wird zum Waschen sein.
Als letztes kommt der eigentliche heilige Raum hinter einer Treppe mit Absatz, wo man die Schuhe ausziehen kann. Kreisrund forme ich ihn. Sieben Meter im Durchmesser. Gegenüber dem Eingang forme ich eine Nische für einen Altar. Die Kuppel verziere ich mich mit fünf Reliefs. Jedes zeigt eine Metakraft, die ich beherrsche oder eben nun zu lernen gedenke. Das erste Relief zeigt die Abschirmung, die erste Kraft, die ich erlernt habe. Symbolisiert wird das von einem Waschbären, der sich tapfer mit einem Topfdeckel vor seine Freunde stellt und damit eine Kugel abwehrt. Das zweite Bild zeigt einen Waschbären, der sich mit einer Diebesmaske tarnt. Das dritte zeigt einen Waschbären, der einen seiner Freunde wachsen lässt und stärker macht, als Symbol für die Anrufung. Das vierte Bild zeigt einen tanzenden Waschbären, als Symbol für das Finden des innersten Selbst. Und die letzte Abbildung zeigt einen muskulösen Waschbären, der selber zu wachsen scheint, für die Absorption.
Sarah ist nach Ausarbeitung der Reliefs ganz begeistert und krabbelt darauf herum, um alles mit den Händen nachzutasten. Diesmal ging es ohne alles vorher anzupinseln. In der Beziehung habe ich auch Fortschritte gemacht. Als letztes mache ich noch ein Loch in die Decke und setze darauf ein kleines Kuppeldächchen, welches von schönen Säulen getragen wird, sodass Luft und Licht hinein kann. Die nächste Aufgabe ist schon etwas kniffliger. Um für ne halbwegs gesunde Zirkulation der Luft zu sorgen, verwandle ich mich in einen kleinen Waschbären und forme so ein Lüftungssystem mit mehreren Ein und Ausgängen, sodass nich Gefahr besteht, da drin zu ersticken. Und als letzte Aufgabe muss ich für nen Ab- und nen Zufluss für das Wasser im Bad sorgen. Zuerst der Abfluss, der das Wasser zurück in den Bach leitet. Dann den Zufluss, der sich als recht knifflig herausstellt. Ist mehr oder weniger ein Blindflug durch den Felsen. War das andere zwar auch, aber hier muss ich irgendwann auf den Bach stoßen. Nach mehreren Versuchen gelingt mir das auch. Volltreffer!
Blöd nur, dass jede Menge Wasser mir entgegen kommt und ich schmerzhaft in das erste Becken gespült werde. Aua! Zum Glück bleibt es bei ein paar oberflächlichen schrammen, die sofort mit einem Lied der fixen Heilung verschwinden. So, mein kleiner Tempel wäre fertig. Zeit für ne Mittagspause. Ich mache ne Instant Ramen Nudelpackung auf, welche sich selber erhitzt. Immer wieder praktisch diese Dinger. Danach schnappe ich mir meine Sarah und gemeinsam suchen wir uns Feuerholz zusammen. Dann runde Steine. Meine Kleine ist richtig motiviert und flitzt begeistert hin und her. Dabei trägt sie nich nur die passenden Steine, sondern lässt gleich zwei oder drei vor sich herfliegen. So habe ich recht schnell eine schöne Menge zusammen. Ich habe keine Zeit zu verlieren, also mache ich ein heimeliges Feuerchen im Kamin, der sogar richtig gut abzieht. Jedenfalls nachdem ich ihn noch mal richtig schön erweitert habe. Darin mache ich die Steine heiß. Um ungestört zu bleiben, verschließe ich den Haupteingang bis auf ein kleines Luftloch.
Inzwischen ist das Wasserbecken voll gelaufen und ich nehme ein Bad im eiskalten Wasser. Bibber! Aber ich muss mich reinigen. Meine Kleine springt begeistert ebenfalls in das Becken und fängt an herumzualbern. Nach wenigen Sekunden haben wir ne hübsche kleine Wasserschlacht. Ich tobe etwa ne Viertelstunde mit ihr im herrlichen Nass, dann wird es mir deutlich zu kalt und bevor ich mir ne ordentliche Erkältung hole, gehe ich lieber mal raus. Meine Kleine lässt sich dadurch nicht stören und planscht lautstark weiter im Wasser herum. Ich trockne mich ab und entferne danach sorgfältig mit meinem Ladyshave jede Körperbeharrung unterhalb meiner Augenbrauen. Fühle mich so einfach reiner. Meine Kleine guckt dabei ungeniert zu. Danach will sie sich auch rasieren, was bei ihr nun mal nich geht, was Sarah gar nich Sahne findet. Wütend schleudert sie meinen Ladyshave in die Ecke und beklagt sich darüber, dass ihre Haare nich abgehen oder sie die gar nich hat. Ich versuche ihr zu erklären, wieso Metamenschen an bestimmten Regionen Haare haben. Meine Kleine macht aber nur dicke Backen und schmollt. So was auch. Sarah ist manchmal ein richtiges Kleinkind. Aber nach fünf Minuten gibt sich das wieder und sie fängt mich an zu löchern, wo Babys nun eigentlich genau herkommen. Hu? Ich kläre sie in der Version auf, wie man das bei kleinen Kindern eben so macht. Wirklich befriedigen tut das die Kleine aber nich. Ich vertröste sie auf später, wenn ich Zeit und Muße dazu habe, ihr das in aller Ruhe zu erklären.
So, die Steine sind inzwischen auch schön heiß und Sarah trägt sie enthusiastisch mit Liedern des leicht Seins in den Raum, der als Schwitzhütte dient. Mit einer Zeltplane verhänge ich den Eingang. Ich schöpfe Wasser und gieße es über die Steine. Sofort will Sarah das auch machen. Nun gut, sie darf auch mal schöpfen und schön Dampf machen. Das gefällt ihr und lässt sie verzückt quietschen. Jetzt aber ein bisschen mehr ernst, ist ja immerhin eine heilige Zeremonie. „Sarah findet, dass Heiligkeit und Spaß sich nich ausschließen.“ Da hat sie recht, aber Respekt ist auch notwendig. Darüber denkt sie nach, während ich mich in leichte Meditation versetze. Vieles ist in den letzten Wochen passiert, manches war gut, vieles war schlecht. Irgendwie habe ich Bammel davor, dem heiligen Waschbär gegenüber zu treten. Da gab es einiges an kritikwürdigen Aktionen seit meiner letzten Initiation. Weia! Ich habe einige Menschen getötet und ich werde weitere töten müssen. Mega Weia!
Nach einer gewissen Zeit fühle ich mich soweit rein, um dem heiligen Waschbären gegenüber treten zu können. Aber zuerst erkläre ich Sarah, was sie in der nächsten Zeit zu tun hat. Ich lasse sie immer wiederholen, was ich gesagt habe, nicht dass sie was in den falsch versteht. Nachdem ich mich überzeugt habe, dass meine Sarah alles verstanden hat, kann es losgehen. Nur mit meinen Foki bekleidet schreite ich feierlich in den heiligen Raum. Sarah fliegt hinter her. Auf dem Altar entzünde ich einige wohlriechende Rauchstäbchen. Ich knie mich vor dem Altar und spreche einige Gebete, in denen ich um Führung und Kraft auf meiner Queste bete. Dann tanze ich den Tanz der Eröffnung. Sarah schwebt mit meinem Taschensekretär in der Hand über mir und spielt die entsprechende Musik ab, zu der sie selbst in der Luft tanzt.
So, der erste Tanz wäre getanzt. Schade nur, dass ich außer Sarah kein Publikum habe. Obwohl, da ich total nix anhabe, ist das vielleicht gar nich mal so schlecht. Danach folgt ein Tanz zu Ehren des heiligen Waschbären, der ziemlich lange dauert. Dann den Tanz des Öffnens, zum Schluss sinke ich in mich zusammen und die Schwärze umfängt mich.
Wächter der Schwelle
Ich gleite orientierungslos durch die Dunkelheit. Wo ist oben, wo unten? Schließlich ertönen die Geräusche von marschierenden Stiefeln um mich herum. Von allen Seiten scheint eine halbe Armee auf mich vorzurücken. Schließlich kommen von vier Seiten Soldaten in Sicht, die wie auf einer Parade aufmarschieren. Sie halten und bilden ein Karree um mich herum. Sie tragen Uniformen des Militärs des Guangxi Protektorates. Im ersten Moment krieg ich nen großen Schreck, weil ich denke, die haben mich wirklich in meinem kleinen Tempel aufgespürt, aber das kann nich sein, dies ist meine Prüfung. Major Jin tritt wie auf das Stichwort hervor. Verhöhnt mich, weil ich weiter Macht suche, wo ich doch gegen die Armee der Schatten und den Bund des Neunköpfigen Teufels sowieso keine Chance habe.
Nich doch, kann so was. Glaub ich. Die lachen mich aus und überwältigen mich. Ich kriege Hand und Fussfesseln angelegt und werde in ne Kiste gesperrt. Weia! OK, diesmal keine Spielereien mit Münzen, sondern etwas Handfestes. Und Fußfestes. Aber als quirliges, magisches und gelenkiges Girlie ist das nicht so die Herausforderung. OK, es ist die Herausforderung. Ich brauch geschlagene zwei Stunden, um aus der Kiste wieder raus zu kommen. Die Schellen sind nich so das Problem, einmal kurz in Kätzchen verwandelt und ich habe alle Bewegungsfreiheit die ich brauche. Aber was mach jetzt mit der Kiste? Normal würde ich jetzt einen Geist bitten, sie von außen zu öffnen, aber dass fällt hier flach. Die Kiste ist aus stabilem Holz, schon eher ne richtige Truhe. Zuerst versuche ich mich buchstäblich als Mäuschen durchzubeißen. Bäääh! Schmeckt nich! Mich in ein großes Tier zu verwandeln, welches die Kiste durch ihr Volumen sprengt, traue ich mich nich, weil ich nich testen will, was letztendlich mehr aushält, ich oder die Kiste. So nage ich als Biber die Stelle um dass Schloss an, um eine Sollbruchstelle zu schaffen. Dann verwandle ich mich wieder zurück, singe ein Lied der Bärenstärke und setze alle Kraft ein. Schließlich reißt das Holz um das Schloss und der Deckel springt endlich auf. Das war ja recht heftig gewesen. Uff?
Erste Prüfung
Ich höre in der Ferne das Feuer aus vollautomatischen Waffen und Sirenen. Wo bin ich nur? Wie es aussieht in einer Ruine eines Wohnhauses im amerikanischen Stil des späten letzten Jahrunderts. Ich sehe Gangtags von den Eagles an einer der Wände. Diese Gang war mal in Redmond aktiv, ist aber schon lange her. Irgendwie habe ich ein Deja vu. Den Ort kenne ich. Weia, das ist lange her, etwas über neun Jahre. Im Sommer 50 hat es mal nen Aufstand gegeben. Lone Star ging in großer Stärke rein, um ein paar Gangs aufzumischen, unter anderem die Eagles, die dabei aufgerieben wurden oder die orkische Gang der Blades from Hell.
Kaum habe ich mich orientiert, kriege ich schon Besuch. Eine massige Gestalt schiebt sich in mein Gesichtsfeld. Der Mann trägt ne blutige Metzgerschürze. Dazu passend hält seine rechte Hand ein großes Schlachterbeil, von dem Blut runter tropft. Die linke hält einen abgetrennten Arm, die selber ein brennendes Zippofeuerzug hält. Damit zündet er sich ne Zigarre an und nun erkenne ich ihn, es ist Bigio der Schlächter. Schluck!
Abschätzig mustert er mich. „Du suchst Macht, nach immer mehr Macht.“ Er nimmt nen tiefen Zug und wirft achtlos Zippo samt Arm weg. Na, der hat es nötig mir Vorhaltungen zu machen. „Aber brauchst du unbedingt diese Macht, welche du nun erstrebst? Erinnere dich, früher ging es auch ohne. Ohne Metakräfte, sogar ohne Magie. Erinnere dich an diesen Ort.“ Bigio kommt paffend näher und macht eine weiträumige Geste. Dabei wird er immer größer. Alles ist hier viel zu groß. Nein, das ist es nicht. Er ist so groß wie immer, ich bin es, die geschrumpft ist. Ich blicke an mich herunter. Ich trage durchlöcherte und oftmals geflickte Jeans, die mindestens schon fünfzehn Jahre aus der Mode sind. Meine Füße stecken in abgetragenen Sneaker und ich trage ne Lederjacke, die zwei Nummern zu groß ist. Und meine Brust ist so flach, wie es bei nem zehn Jahre alten Mädchen vor der Pubertät nun mal der Fall ist. Ich spüre das vertraute Gewicht eines Revolvers, einer Colt ASP, in meiner rechten Jackentasche. In der linken ist ein kleiner Transportbehälter. Damals hatte ich diesen Behälter voll mit Chips abliefern müssen, kleiner Kurierjob für den Mann, der mich später an die Yakuza verkauft hat. Verdammt, ist das lange her.
„Du erinnerst dich, nicht wahr? Wie du einst ohne deine besonderen Kräfte überlebt hast.“ Ja, ich erinnere mich, an diese Nacht des Aufstandes. Überall Lone Star Cops in Aufruhrbekämpfungspanzern. Hubschrauber und Drohnen in der Luft. Gruppen von bewaffneten Gangern am Boden, verzweifelt bemüht so was wie ne Verteidigung hin zu bekommen. Und ich mitten drin, mit heißer Ware in der Tasche, allein auf mich gestellt. Ich spüre wieder die Angst, die Angst vor Schmerzen, vor dem Tod. Damals habe ich die Nacht dadurch überlebt, in dem ich mich hier versteckt hatte, während dieser Bereich in den Strudel eines bürgerkriegsähnlichen Aufstandes versank.
„Nun, jetzt kannst du beweisen, dass du dies immer noch drauf hast.“ Motorräder knattern vorbei. Es sind viele, Truppen der Blades from Hell zu ihrem letzten Gefecht. Damals waren sie auch hier vorbeigefahren. Aber diesmal nicht, denn Bigio nimmt seine Zigarre aus dem Mund und pfeift. Drek! Ich seh mich um. Draußen halten Motorräder. Oben an ner Wand ist ein Absatz, gerade groß genug um mir Deckung von unten zu geben. Ich laufe so schnell wie möglich darauf zu und nehme einen Stein vom Boden auf. Geschwind klettere ich hoch und wuchte mich auf den Absatz. Gar nich so leicht, wenn man nich so stark ist. Aber gerade noch rechtzeitig drücke ich mich auf den Absatz und verschmelze mit dem Beton. Staub kitzelt in meiner Nase, als zwei Orks die Ruinen betreten. Sie grunzen sich die ganze Zeit mit abgehackten Sätzen in einem kaum verständlichen Slang an. Bigio steht immer noch paffend unten, aber die gehen buchstäblich durch ihn hindurch, ohne ihn zu bemerken. Sie kommen meinem Versteck gefährlich nahe. Und sie sind groß genug, um mich zu sehen, wenn sie nur richtig hoch schauen. Ich versuche einen Geist zu bitten, mich zu verschleiern, aber mein Flehen verhallt unbeantwortet. Auch kann ich mich nich erinnern, wie das Lied des Nich gesehen Werdens noch mal ging. Damals konnte ich noch keine Lieder des heiligen Waschbären singen.
Ich werfe den Stein und verursache so ein Geräusch hinter den Ruinen, dem sie nachgehen. Puh! Aber zu früh gefreut. Ein dritter Ork kommt herein, sieht sich um. Und er entdeckt mich. „Komm runter!“ Weia! Was soll ich tun? Kämpfen kann ich stecken, ich habe weder die Kraft noch das Können um auch nur einem Schlag standhalten zu können. Ich habe ne Pistole, einen Taschenrevolver, mit dem man Squatter einschüchtern kann, aber keinen gepanzerten Ork. Aber auf der anderen Seite ist der Ork gar nicht mein Feind und ich nur ein kleines Kind. Also klettere ich nach unten und zeige man leeren Hände. „Was tust du hier?“ schnauzt der Ork mich an. In seinem Slang hört sich das natürlich anders an. „Mich vor den bösen Cops verstecken“, meine ich. „Welcher Gang gehörst du an?“ „Keiner, bin doch noch ein kleines Mädchen.“ „Eh, die schwanzlosen Eagles nehmen doch alles heutzutage. Aber hast recht, an dir ist nix dran. Verschwinde!“ Das lasse ich mir nich zweimal sagen. „Siehst du, es geht auch ohne Magie“, ruft mir Bigio hinter her und die Ruinen verwandeln sich in eine Explosion aus Licht, welche von der Dunkelheit verschlungen wird.