Dr. Know

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Enter ShadowSea
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Langsam näherte ich mich dem Knoten und startete erstmal die Analyse, um zu sehen was mich erwarten würde. Wie immer war der Knoten extrem gut gesichert - ShadowSea sorgte dafür, daß nicht jeder in dem System rumhopste.
Ich fuhr mein Stealthprogramm hoch, um mich an den Sicherheitssystemen vorbeizubewegen. Zuerst wollten die Verschlüsselungsalgorithmen geknackt werden. Sie waren wie immer zäh, ziemlich heftig und auf jeden Fall eine Herausforderung - trotzdem gaben sie nach einer gewissen Zeit dem Entschlüsselungsprogramm nach - die erste Hürde war geschafft. Für einen kurzen Augenblick genoß ich meinen Triumph - und beobachtete, wie ein etwas weniger begabter Netizen an der Entschlüsselung aufgab und sich wieder verzog. Dann wurde es Zeit, mich um einen Account zu kümmern - mein Exploitprogramm war einsatzbereit und wartete nur darauf, zum Einsatz zu kommen. Vorsichtig näherte ich mich dem System und schaute nach einem Schlupfloch, das ich ausnutzen könnte. Sorgfältig überprüfte ich den Knoten - und tatsächlich gab es ein Schlupfloch. Es war extrem gut versteckt, so daß man schon sehr genau hinschauen mußte - nur eine winzige Schwachstelle in der Programmierung des Protokollsystems, das es mir ermöglichen würde, in das System einzusteigen.
Ich gönnte mir einen kurzen Triumph, dann nutzte ich die Lücke, um mir Zugang zu verschaffen. Hätte ich nicht mein Stealthprogramm schon hochgefahren, wäre ich direkt danach übel von einem IC-Konstrukt erwischt worden - es lauerte schon im Knoten, allerdings schien es auf andere Exploits zu achten. Mich ignorierte das IC - ich war nicht unbedingt traurig darüber.
Es wurde fix klar, daß dieser Knoten nur ein Chokepoint war - wieder hieß es also, das System zu analysieren und zu schauen, wo der richtige Ausgang war. Die Shadowland-Chokepoints waren ein Paradebeispiel für kreative Sicherheit: Oft waren es mehrere virtuelle Maschinen, die ineinander verschachtelt waren. Einige davon hatten ziemlich lethales IC geladen, andere gaugelten Scheinausgänge vor, die aber meist in eine üble Falle liefen. Ich arbeitete mich durch die Lagen - und auf einmal kam so ein kleines mieses IC-Konstrukt an und schien Witterung aufzunehmen! Sein Verhalten sagte mir, daß es sehr wahrscheinlich einen Trace laufen lies - das verwunderte mich dann doch etwas, damit hielt sich ein ShadowSea-IC normalerweise nicht auf. Während ich das IC in eine Endlosschleife schickte, analysierte ich das IC-Konstrukt.
Es war komplett anders aufgebaut als die üblichen IC-Konstrukte im ShadowSea. Ich hatte diese Art von Code schonmal gesehen - einige ziemlich fitte Jungs von Universal Omnitech programmierten ähnlich. Entweder ShadowSea hatte einen neuen Admin oder irgendwer von UniOmni hatte es tatsächlich geschafft, hier ein Tracer einzupflanzen das Nutzer analysiert.
Ich setzte ein Flag auf das Ding und sah zu, daß ich den Chokepoint hinter mir lies. Nachdem ich tatsächlich im eigentlichen ShadowSea angelangt war, schickte ich eine kurze Nachricht an FastJack bzw. die Admins - die sollten sich das mal angucken - und ich nahm mir vor, mal nach weiteren Spuren von UniOmni zu suchen...
010 | Man kann nie genug wissen... 001 | Datenschutz ist eine Illusion. 111
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