Prolog
DIE LICHTUNG
Ein Wimpern schlag, Dunkelheit grelles Licht. Ich fand mich auf einer Lichtung wieder, weiches Moos umschmeichelte meine nackten Zähen. Die Lichtung war in silbernem Licht gehüllt, und die Sterne tanzten wie Glühwürmchen am Himmelszelt. Die riesigen Nadelbäume schienen sich unendlich gegen den Himmel zu strecken. Der seichte Wind lies die Nadeln aneinander reiben, das rascheln erfühlte den ganzen Wald. Ich schaute an mir herhab, doch da war nichts. Ich fühlte meine Füße im Moos, den Wind in meinem Haar auf meiner Haut. Ich muss träumen, und dass Cannabis vor dem Schlafen geraucht habe spielt mir nun einen Streich. Doch es war so real und dennoch nichts, ich verweilte mit dieser Erkenntnis. Sekunden, Minuten oder waren es sogar Stunden. Die Lichter am Himmel pulsierten, sie wurden kleiner und erloschen. Ich konnte alles um mich sehen, spüren und hören. Nichts entging meinen Sinnen ich war eins mit dieser seltsamen Lichtung im Wald. Ein weiser Nebel legte sich langsam und gemächlich auf das Gras er drang aus allen Richtungen aus dem Wald. Da viel mir eine Bewegung auf einem Baumstumpf auf, ich war mir bewusst das dieser schon da war aber die Bewegung war neu. Der Nebel verdichtete sich, wie Wasser in einem Strudel wurde der Nebel in jene Richtung gezogen an dem dieses Ding sich manifestierte. Es breitete graue Schwingen aus, im Licht des Mondes schien es als würde sich eine Damaszenerklinge an die andere schmiegen. Ich wollte es von nahem sehen. Kann ich überhaupt laufen?
Ein Schritt, ein zweiter. Doch was war das. Unter meinen Füssen knirschte es, ich fühlte kein Moos mehr sondern etwas hartes, glattes es knirschte wie Knochen, tausende kleiner Knochen die aneinander rieben und zerspringen unter meinem Gewicht. Die Gestallt lies sich anscheinend davon nicht beeindrucken, wusste es was ich suche. Wusste es warum ich hier bin. Kenne ich überhaupt auf diese Fragen eine Antwort. Ich wollte mehr wissen, denn ich hatte keine Antworten auf diese Fragen. Wenn es jemand vielleicht weiß dann dieses Wesen. Ich Stand jetzt so nahe an dem Stumpf das ich nur noch meine Hände ausstrecken musste um dieses Wesen zu berühren. Doch nun, das Wesen schien so rein das Licht des Mondes perlte wie Regen vom Gefieder dieses Wesen. Ich war von diesem Anblick wie gelähmt. Ich verspürte einen leichten Druck auf meinem Kopf, und mir kam es so vor als wurde sich eine Hand nach meinem Geist ausstrecken. Ich versuchte dieses Gefühl abzuschütteln. Doch je mehr ich mich werte so stärker wurde das Gefühl. Ist es geschehen bin ich nun endgültig verrückt, hat mir das Cannabis meinen verstand geraubt. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und die Neugier nach diesem Wesen, nach Antworten, war einfach zu verlockend. Ich ließ die fremde Kraft an meinen Verstand. In meinem Kopf formten sich Worte, doch es waren nicht meine, Blitze zuckten über mein inneres Auge. Bilder aus meiner Vergangenheit. Dann stille Dunkelheit. „Was suchst du“ eine Stimme in der Dunkelheit? Nein sie war eindeutig in meinem Kopf. Und wieder flüsterte es in meinem Kopf „Was suchst du“ die stimme war auf keinen Fall menschlicher Natur, den sie bildete sich aus drei Frauenstimme, die Stimmen kamen mir bekannt vor. Ja genau, dieses Wesen bediente sich der Stimme meiner kleinen Schwester, Mutter und Großmutter, Sie Sprach im Chor. Ich konnte weder meinen Körper noch sonnst etwas fühlen, ich dachte nur sag endlich was. „Wer bist du?“ dachte ich. „Du hast meine Frage nicht beantwortet“ „Ich weiß es nicht“ nichts nur stille ich sah nichts hörte nichts fühlte nichts und diese stille um mich herum. „Jeder der mich findet ist auf der Suche, wo nach sehnst du dich, was begehrst du“. In mir brodelte die Neugier, doch sie hinderte mich daran klare Worte zu finden. „Wissen, Neugier, Schmerz, Trauer. Vieles steckt in dir“. Lichter fingen über mir zu kreisen, stiegen auf und bildeten denn Sternenhimmel. Der Mond größer als ich ihn je zu Gesicht bekommen habe presste sich aus der Dunkelheit. Ich Stand immer noch vor dem Baumstumpf in derselben Lichtung. Vor mir eine riesige Eule, zwei gelbe Augen schauten mich musternd an, wie sie jedes Detail meiner selbst erfassen möchte. „Ich bin Nenok“ ich wusste nicht was ich sonnst sagen sollte. „Nenok ein interessanter Name, mich nennt man Skya“ sie plusterte ihr Gefieder. Streckte ihre atemberaubenden Schwingen aus. „Nenok, Nenok McCallum wir sehen uns wieder“ „Wie, was meinst du“ Die Eule Schlug mit ihren Schwingen hob ab, binnen Sekunden wurde Sie vor meinen Augen wieder zu Nebel. So schnell wie der Nebel sich auf der Lichtung gelegt hatte so schnell zog er sich nun in den Wald zurück. Doch das Moos, es waren wirklich Knochen auf denen ich ebben erst lief. Kleine Tierskelette von Ratten, Mausen und anderem Getier, ihre schwarzen Augenhöhlen ihre blanken Knochen vom Mondlicht getränkt. Mir lief ein Schauer über den Rücken. Die Knochen fingen an zu zittern, knacken wie aus Geisterhand fingen die Knochen sich an einander zu legen. Vor mir bäumte sich ein riesiger Käfer aus lauter Knochen auf. Ich wollte schreien doch meine Stimme versagte, ich versuchte zu rennen doch meine Beine waren taub. Der riesige Schädel, mit den messerscharfen Zähnen aus Hunderten von gesplitterten Knochen, schnellte nach vorne, verschlang mich.
Nass gebadet und mit einem Schrei aus meiner Lunge wachte ich auf. „Was für ein Tripp, dich muss es ja übel erwischt haben. Hey Nenok bist du wieder Unter den Lebenden“. Als ich die Augen aufmachte lachte Anduril mir mitten ins Gesicht „Na Nenok alles klar“. Anduril mein Zimmerkamerad war ein Frühaufsteher und immer gut drauf. Genau die art von Person die ich so sehr verabscheue, vor allem am Morgen. Seine grünen Augen, fixierten mein Gesicht. Ich knurrte ihn an „Ich steh ja schon auf, verschwinde.“ Beim aufzustehen fühlte ich noch immer den Rausch in meinem Körper. „nie wieder Kiffen, nie wieder“ murmelte ich während ich mit behäbigen Bewegungen versuchte aufzurichten.
Anduril fing lauthals an zu lachen. „So ein riesiges Troll und er verträgt nicht einmal ein wenig Cannabis. „Sei still Zwerg“ Ich suche meine Sieben Sachen zusammen und verzieh mich ins Bad.
Als ich aus dem Bad kam stand Anduril neben meinem Bett „Hey Nenok hast du dein Kopfkissen heute nach gefressen“ „Was willst du von mir?“ „Na schau doch, dein ganzes Bett ist voller Gefieder, oder hast du etwa die Mausern.“ Dieses giftige Lachen von Anduril, aber wie könnte ich ihm Böse sein. Es ist seltsam das ausgerechnet ein Zwerg mein bester Freund ist, weil gegensätzlicher konnten wir nicht sein. Wie soll ich es ihm erklären. Anduril musterte meine Bettwäsche. „Seltsam hmm, weder Decke noch Kissen scheint gerissen zu sein, seltsam sehr seltsam“. Ich will nicht diskutieren, oder ihm was von meinem Traum erzählen. Wortlos säuberte ich das Bett. Auf dem weg zum Speisesaal starte Anduril mich unentwegt an, ich versuche seinen Blicken auszuweichen. Mich auf den Weg zu konzentrieren war mir wichtiger, Der Rausch kribbelte noch überall in meinem Körper.
Das alte Gemäuer des Klosters roch nach nassem Stein und alten Büchern, ich mag diesen Geruch ich kenne nichts anderes. Ich habe hier die größte zeit meiner Kindheit verbracht den Meine Eltern kamen mit einem Trollkind nicht klar, sie selbst Menschen konnten die Verantwortung nicht übernehmen, so geht es einigen meiner Mitschülern.
Ich bin ihnen nicht böse, hier geht es mir recht gut. Ich bin seit ich Fünf bin hier, ich habe einen recht guten Kontakt zu ihnen, ich schreib ihnen oft Briefe. Sie sind noch da, doch die kleine Wohnung ausserhalb der Stadt wäre einfach nicht Trollgerecht und für eine neue Wohnung fehlt einfach das Geld. Hier in diesem Kloster sind fast alle Raume passend für mich. Kurz vor Sieben, ob es noch Pfannkuchen gibt?