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Autor Thema: Auf nach Süden...  (Gelesen 5181 mal)

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Dr. Know

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Auf nach Süden...
« am: Samstag, 17. Oktober 2009; 22:57:35 Nachmittag »

Ich saß im abgedunkelten Truck und sah einige der Daten nochmal durch, die in den letzten Tagen aufgelaufen waren. Das die Zielperson den Hashtag bemerkt hatte, störte und ärgerte mich natürlich. Andererseits hatte ich durch die Spuren aus dem Stofftier eine sehr brauchbare neue Möglichkeit, die Spuren der ZP durch die Matrix zu verfolgen, was ich - zugegeben vorsichtig und bedacht - auch tat.

Nach allem, was in den letzten Tagen so passiert ist, mussten sie sich vor Ort begeben, um weitermachen zu können. Eine Wohnung, Unterkunft und für den Notfall Ausweichquartiere - Jobs würde mich hassen, aber auf die Schnelle hatte ich nur wenig Ausweichmöglichkeiten. Ich öffnete eine gesicherte Verbindung und hörte ein missmutiges "Wer stört?" aus der Leitung. "Hoi Jobs, ich bins. Ich brauche Deine Hilfe für eine Operation in den ADL - kannst Du mir im Bodenseegebiet sichere und gute Unterkünfte besorgen? Ich brauche zwei oder drei sichere Häuser mindestens für vier Wochen, eventuell auch länger." Einen Augenblick war Schweigen in der Leitung, bevor eine missmutige Antwort erklang "Soll ich mir die jetzt aus den Rippen säbeln oder was? Ihr habt immer Ideen... Ich melde mich innerhalb der nächsten 48 Stunden bei Dir. Und Du schuldest mir einen - mal wieder!" antwortete Jobs dann, bevor er auflegte. Ich grinste fröhlich und unterbrach dann die Leitung - Jobs war eigentlich nie gut gelaunt - und wenn es soweit war, dann hatte irgendjemand ein ganz schön großes Problem.

Nur wenige Minuten später bekam ich einen anderen Anruf. "Mr. Anderson? Knoxville hier. Können Sie sprechen?" Ich stutzte für einen Augenblick und wartete etwas, bevor ich antwortete "Ja, Knoxville, ich kann sprechen, was kann ich für Sie tun?" "Mr. Andersen, ich sende Ihnen gleich ein Dateipaket mit Informationen für Ihre neue Aufgabe - bitte studieren Sie die Unterlagen sorgfältig. Sie finden eine Kontaktadresse, die Sie kontaktieren können, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute, Mr. Anderson" Damit endete der Anruf genauso abrupt, wie er kam. Ich wartete einen Augenblick, bis die Datenübertragung abgeschlossen war, dann öffnete ich das digitale Verschlüsselungssiegel, mit der die Datei gesichert war. Dann studierte ich den Inhalt - wie immer ein gut ausgearbeitetes Dossier, das mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Warum mussten eigentlich alle Sachen immer zusammenkommen? Ich lehnte mit für ein paar Augenblicke in meinem Sessel zurück und mußte erstmal etwas trinken. Ein klammes Gefühl ergriff Besitz von mir und ich tat mich schwer, dieses Gefühl wieder abzuschütteln. Bisher war diese Angelegenheit eher privater Natur, nun wurde das Ganze eine Stufe eskaliert. Ich seufzte schwer, bevor ich mich aus dem Sessel erhob. Es war Zeit, gen Süden zu fahren und einen Gang höher zu schalten.

Nur wenige Minuten später fuhr ein dunkler Truck in der Nacht gen Süden...

Edit: Perspektivische Fehler ausgeglichen
« Letzte Änderung: Dienstag, 27. Oktober 2009; 15:21:47 Nachmittag von Dr. Know »
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Re:Auf nach Süden...
« Antwort #1 am: Montag, 19. Oktober 2009; 17:26:45 Nachmittag »

Der langen Fahrt und der anstrengenden Entschärfung der Datenbombe folgten einige Stunden erholsamer Schlaf, die ich in meiner Koje im Truck genoß. Jeder Nuyen, den ich in dieses Fahrzeug gesteckt hatte, hatte sich bisher gelohnt - von der leicht verbesserten Leistung von Motor und Getriebe über die dezenten Schutz- und Abwehrmaßnahmen bis hin zu dem gemütlichen und wohnlichen Inneren und weiteren Extras, die ich mir gegönnt hatte.

Gut gelaunt stand ich gegen Mittag auf und während das Küchensystem bereits frischen Tee vorbereitete, studierte ich die Inventarliste meines Kühlschranks, um eine Kleinigkeit zu essen. Während ich aus der Koje nach unten kletterte, rief ich kurz ihr Bild auf - verschlüsselt und gut gesichert lag es in einem meiner Speicher - um einen Augenblick ihr Antlitz zu sehen. Zum aktuellen Zeitpunkt lief ihre Aktion gerade - ich hoffte, daß alles gut ging und sie dieses Wagnis heil überstehen würde und drückte uns fest die Daumen.

Nur wenige Zeit später saß ich an dem kleinen Tisch und genoß ein paar stärkende Bissen - ein Mozarella-Tomaten-Ciabatta sollte fürs erste reichen, bevor ich mich in die heutige Arbeit stürzte. Den Nachmittag verbrachte ich damit, die vorhandenen Informationen durchzugehen und einen Teil davon mußte ich erstmal ordnen. Später würde ich mich hoffentlich noch um die Daten von Meyer kümmern, aber jetzt hatte der Täufer erstmal wieder Priorität - und es war auch Zeit, Herlekin wieder zu kontaktieren.
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Re:Auf nach Süden...
« Antwort #2 am: Dienstag, 27. Oktober 2009; 15:47:10 Nachmittag »

Der Tag war ein gutes Stück vorangeschritten und draußen wurde es langsam dunkel. Ich unterbrach meine Arbeit für ein paar Minuten, um den Truck kurz zu verlassen und ein paar Schritte zu machen und den Sonnenuntergang am Bodenseepanorama zu genießen. Ein Stück von meinem aktuellen Parkplatz entfernt fand ich eine kleine Bank, von der aus ich einen wunderschönen Blick über den See hatte. Die Sensordaten zeigten keine direkten Bewegungen oder Vorgänge in meiner Umgebung, also gönnte ich mir den Anblick für einige Minuten und saß einfach ruhig und still hier.

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Eine hereinkommende verschlüsselte Nachricht beendete schließlich meine Ruhepause. Ich öffnete die Nachricht und las - nachdem ich sie entschlüsselt hatte - die Nachricht: Erbitte Statusbericht. Knoxville.
Noch von der Bank aus sandte ich ein paar erste Informationen, die ich schon während der letzten Tage gesammelt hatte und für Knoxville in ein Dossier geformt hatte. Und das war auch der Zeitpunkt, an dem meine schlechte Laune wiederkehrte. Ich hatte einen Haufen an Daten, die ich für die Heinis erstmal aufbereiten und filtern musste. Dazu war aktuell nicht ganz klar, in welche Richtung sich das Ganze hier weiterentwickeln würde.

Und natürlich machte ich mir Sorgen - es waren noch fast zwei Tage...
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Re:Auf nach Süden...
« Antwort #3 am: Sonntag, 01. November 2009; 22:06:10 Nachmittag »

Während ich in einigen Arbeitssitzungen gerade die SIN-Daten entschlüsselte, fuhr ich einige Kilometer, um mir eine neue Parkmöglichkeit für die Nacht zu suchen. Eine kurze Zeit ärgerte ich mich über den Schleicher, der dort vorne knapp 30 km/h unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf der Straße herumtrödelte, aber dann nach einigen Kilometern doch abbog.

Zirka eine Viertelstunde später hatte ich eine neue Parkmöglichkeit gefunden, von der aus ich einen wunderschönen Blick auf den Bodensee und die Lichterkulisse des nächtlichen Bodensees hatte. Ich parkte den Truck dort und aktivierte den Standmodus. Nachem sich die Fenster verdunkelt hatten, ging ich nach hinten in den Wohnbereich und machte es mir gemütlich, um an den Dossiers für Knoxville zu arbeiten und auch zu sehen, was die Zielobjekte aktuell machten und wo sie sich aufhielten. Das würde eine lange Nacht werden - ich begann die Arbeit mit dem Zubereiten einer guten Kanne Tee.
« Letzte Änderung: Freitag, 27. November 2009; 08:14:37 Vormittag von Dr. Know »
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