The Unknown - Public Node BBS

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Auf der Jagd nach einem Alias  (Gelesen 7354 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Auf der Jagd nach einem Alias
« am: Sonntag, 18. Oktober 2009; 17:42:30 Nachmittag »

Es waren ein oder zwei Tage vergangen, nachdem mich der Herr aus München versuchte, anzuwerben. Ich hatte mir damals die Mühe gemacht, seine Spur durch die Matrix zurückzuverfolgen. Kein leichtes Unterfangen - derjenige war nicht gerade ungeschickt vorgegangen und hatte sich ganz schön Mühe gegeben, seine Spuren zu verwischen.

Nur mit Mühe konnte ich damals seiner Spur folgen und er hätte mich fast abgelenkt - fast hätte ich den Eintrag im Forwarding-log von einem seiner Rerouting nodes übersehen und hätte dann seine Spur verloren.

Als ich dann aber sah, wo ich rauskam, mußte ich schon kurz schlucken - die Matrixverbindung führte zu einer Adresse in München. die sich als ein Büro des BSI entpuppte. Das SWR hatte einen Maulwurf und ich war einem der BSI-Heinis auf der Spur. Also - vorsichtig sein und gleich mal sehen, ob mein Vorgehen entdeckt wurde, was der Resonanz sei Dank bisher nicht passiert war.

An dieser Stelle brach ich die Suche erstmal ab - ich hatte die genaue Adresse und auch schon ein paar weitere Informationen - unter anderem hatte mir die Suche einen Namen und eine dazugehörige SIN ausgespuckt, der ich in Kürze nachgehen würde.
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #1 am: Sonntag, 18. Oktober 2009; 17:56:36 Nachmittag »

Er blieb hartnäckig und versuchte weiterhin, mich anzuwerben - aber wie in der Branche üblich setzte er ziemlich niedrig an und gab sich sehr geheimnisvoll. Anscheinend hatte er beziehungsweise seine Hinterleute ebenso Interesse daran, Informationen über den Täufer zu erhalten wie fast jeder andere, mit dem ich mich in den letzten Wochen unterhielt.

Mir kam der Verdacht, daß er selber bisher nicht wußte, mit was er es dabei überhaupt zu tun hatte. Und ich nutzte die lange Fahrt nach Süddeutschland, um die Informationen, die mir bereits vorlagen, zu ergänzen. Während der Truck durch die Nacht steuerte, startete ich eine Datensuche auf Basis der SIN-Daten, die ich hatte, in zwei weiteren Fenstern liefen parallel dazu weitere Datensuchen in Geheimdienstarchiven und entsprechenden Foren und Matrixtreffpunkten.

Die Suche war sehr umfangreich - der Deckname "Meyer" war ein typischer Alias und es gab entsprechend viele korrespondierende Einträge. Trotzdem konnte ich nach einiger Zeit die Suche eingrenzen und stieß auf einen gesicherten Bereich in einer BSI-Datenbank, die vielversprechend aussah. Selbige war allerdings sicher nicht ganz ohne, so daß ich erstmal eine Analyse startete, um zu sehen, welche Sicherheitsmaßnahmen sich hier verbargen und ob man mir bereits auf der Spur war, bevor ich weitere Schritte unternahm.

Eine Spur, die sich hier neu ergab, war eine Krankenakte bei der BuMoNa, die allerdings nicht ganz sauber wirkte - der Sache würde ich nachgehen müssen. Zu blöd, das ich bisher noch keinen Kontakt dort hatte, das hiess nämlich, daß ich wohl oder übel in das BuMoNa-System einsteigen musste, um herauszufinden, was es mit der Akte auf sich hatte. Keine angenehme Vorstellung.

Die beiden anderen Datensuchen liefen unterdes weiter - meine gesuchte Person war in einem Bereich tätig, in dem es zwangsläufig zu Gerede kam - man verwaltet keine Killlist, ohne dadurch ins Gerede zu kommen.
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #2 am: Sonntag, 18. Oktober 2009; 22:29:25 Nachmittag »

Die Analyse zeigte keinen aktiven Alarm, was ja noch nichts heißen musste - aber eine ziemlich heftige Verschlüsselung, für die jemand viel Zeit aufgewendet hatte. Und dann diese kleine Unregelmäßigkeit - irgendwass an der Datei war wohl nicht mit verschlüsselt worden. Ein kurzer Blick zeigte, dass es sich um eine Datenbombe vom übelsten Format handelte - eine Biofeedback Datenbombe. Und wenn da nicht dieses verdammte Patroulierende scanner ICE wäre, das den Sektor beständig auf Änderungen durchsucht...


Die Gerüchteküche war spärlich - oder sollte man besser sagen: so voll, dass man nicht sagen konnte, welcher Runner von welchem Meyer sprach. In einigen Ecken sagten die Gerüchte, niemand hätte den Verantwortlichen der Kopfgeldliste je gesehen oder mehr Kontakt zu ihm gehabt als über einen anonymisierten Mailverteiler. In anderen Treffpunkten hieß es, er sei ein Elfischer Technomancer, in anderen er sein ein Trollhacker der ersten Stunde. Wieder andere redeten von einem Zwergischen Adepten. Alles zusammen bildete eher skurielle Phantombilder, durch die sich nur zwei Konstanten zogen - Obwohl alle, die auf eine der Im Netz kursierenden Listen geantwortet hatten um eine Belohnung zu erhalten, behaupteten in der Kommunikation nur ihre Straßennamen angegeben zu haben, berichteten viele davon, dass er sie mit ihrem echten Namen in den Antworten Adressierte. Die Zweite Konstante schien die Zahlungsmoral zu sein - Wenn er eine Bestätigung hatte, überwies er sofort. Immer von einem Konto bei der Z-O Bank aus.

Die Neueren Archive lieferten keine neuen Daten, da das File wohl entweder noch benutzt wurde oder schon in die älteren Archive verschoben wurden. Als diese Archive allerdings angepingt wurden, verwies das System auf den Speicherblock TS2881OS - OS wie Offline Speicher. Irgendwer hatte dafür gesorgt, dass alle Archive, die älter als 3 Monate waren, von der Matrix isoliert wurden. Ein simpler, aber effizienter Schutz, wenn man von dem ICE absah, das jede Verbindung, die in die Archive ging mitschnitt.


Das BuMoNa System stellte sich in der Matrix als eine Festung dar - Schichten von Kontrollknoten, Patroulierende ICEs und durtzende Sicherheitshacker. 24 Stunden, 7 Tage die Woche. So zumindest beschrieben andere Hacker das System...

edit: relevante teile hervorgehoben.
« Letzte Änderung: Dienstag, 20. Oktober 2009; 13:21:31 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #3 am: Sonntag, 18. Oktober 2009; 23:36:55 Nachmittag »

Gegen Morgen kam ich im Bodenseeraum an und suchte mir einen ruhigen Parkplatz, auf dem ich meinen Truck abstellen konnte. Nachdem ich geparkt hatte, aktivierte ich das Alarmsystem und zog mich in den hinteren Teil meines Trucks zurück, den ich mir angenehm wohnlich eingerichtet hatte. Nach außen hin war durch die getönten Scheiben und Abdeckungen nicht zu sehen, daß der Truck bewohnt war.

Ich machte es mir in der Koje gemütlich. Die Heizung lief  und sorgte für mollige Wärme. Eine gute Ausgangsposition, um sich die gefundenen Daten in Ruhe anzusehen. Ich begann mit dem Datenbereich und schaute mir die Datenbombe genau an. Der Ersteller hatte ganze Arbeit geleistet, aber jedes System hatte eine Schwachstelle. Ich fuhr meinen Biofeedbackfilter und weitere Schutzmaßnahmen hoch und bat einen dienstbaren Geist der Resonanz, mich bei der Entschärfung zu unterstützen. Ganz vorsichtig machte ich mich dann an die Entschärfung der Datenbombe.

Edit: Korrigiert...
« Letzte Änderung: Montag, 19. Oktober 2009; 22:26:09 Nachmittag von Dr. Know »
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #4 am: Montag, 19. Oktober 2009; 21:52:13 Nachmittag »

(bitte löschen, doppelpost)
« Letzte Änderung: Dienstag, 20. Oktober 2009; 17:39:41 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #5 am: Dienstag, 20. Oktober 2009; 13:42:30 Nachmittag »

Die Nanosekunden verrinnen in denen der Dr. sich durch den Code der Datenbombe wühlt und nach einer Schwachstelle sucht - und schließlich meint eine gefunden zu haben. Mit einer Reihe von Befehlen versucht er der Bombe einen validen Passkey vorzutäuschen, der sie zum Absturz bringen soll, ohne die Dateien zu beschädigen. Nach wenigen Sekunden zeigt die Zeitanzeige der Bombe ein rot blinkendes Error. Der Weg gegen die Verschlüsselung vorzugehen ist frei - aber das Analyse-ICE kommt auf seinem Kontrollgang langsam näher. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es die ausgeschaltete Datenbombe oder den Dr. findet...
« Letzte Änderung: Dienstag, 20. Oktober 2009; 18:23:53 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #6 am: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 09:20:59 Vormittag »

Die Datenbombe war entschärft und ich stieß einen leichten Seufzer aus. Der erste Teil war geschafft, aber die Aufgabe als Ganzes noch nicht vollständig erledigt. Ich checkte mein Stealthprogramm und bat sodalis, mich bei meiner Tarnung zu unterstützten. Die Verschlüsselung sah ziemlich komplex aus, ich würde etwas Zeit benötigen.

Bevor ich mich an die Entschlüsselung machte, checkte ich noch einmal den Knoten auf Veränderungen und schaute mir dann die Datei noch einmal genauer an - vielleicht gab es auch noch einen anderen Weg. Mein Interesse galt vor allem der AccessID desjenigen, der die Datei verschlüsselt hatte und die Art und den Umfang der eingesetzten Verschlüsselung.
« Letzte Änderung: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 09:26:45 Vormittag von Dr. Know »
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #7 am: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 10:02:21 Vormittag »

Von einem Aktiven Alarm konnte bei weitem nicht die Rede sein, aber neue Icons gab es - mehrere Mr. Smith-Icons waren aufgetaucht und verschoben Dateien, die seit einem Monat unbentzt geblieben waren - vermutlich Agenten. Eine graue Schlange hatte sich mit ihnen in den Knoten bewegt, vielleicht eine Spinne oder ein anderer Hacker, der auf lukative Daten aus war. Ein weiteres Icon im Mr. Smith-look war gerade dabei eine Datei zu verschlüsseln - oder das Archiv, das eine verschlüsselte Datei enthielt erneut zu verschlüsseln. Das Prüf-ICE näherte sich derweil eine weitere Datei - nun war er nurnoch 6 Dateien entfernt.

Die Datei selbst enthielt etwa 20 Datensätze, plusminus 50% wegen der Komplexen Verschlüsselung nicht erkennen konnte. Die Verschlüsselung wurde anscheinend vom Knoten selbst durchgeführt, zumindest sagte die Access-ID der verschlüsselnden Person das aus. Auf jeden fall war die Verschlüsselung so vielschichtig, dass es massiver Algorythmen und mehreren Stunden Zeit bedurfte um sie zu knacken - Zeit die dank dem Prüf-ICE gerade jetzt nicht vorhanden war.
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #8 am: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 10:43:27 Vormittag »

In dem Knoten war einiges los - zuviel für seinen Geschmack. Dr. Know überprüfte erneut sein Stealth und checkte seine weiteren Sicherheitsmaßnahmen, während er den Dateitransfer anstieß - er würde die Dateien zu einem späteren Zeitpunkt entschlüsseln müssen, vorerst ging es darum, die Datei zu sichern. Um diese Aktionen durchführen zu können, passte er seine ID an die des Systems an, um selbigem vorzugaukeln, daß dieser Transfer - wie die anderen auch - vom System beauftragt war. Der erste Befehl wurde verworfen, beim zweiten Versuch sah es deutlich besser aus. Der Datentransfer selbst würde nicht lange dauern - es würde knapp werden, aber machbar - wenn nichts dazwischenkam.

Während er auf die Beendigung des Transfers wartete, analysierte er die anwesenden Knoten, um zu sehen, mit was er es genau zu tun hatte. In einer weiteren Verbindung warf er einen Blick auf das Datenpaket, das dort gerade verschlüsselt wurde - wenn sich die Gelegenheit bot, würde er auch dies noch mitnehmen.
« Letzte Änderung: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 10:57:31 Vormittag von Dr. Know »
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #9 am: Mittwoch, 21. Oktober 2009; 12:37:31 Nachmittag »

Während der Dr. die Kopierfunktion anwarf pingte ihn eine Passwortabfrage an. Während er überlegen musste, wie er die umgehen wollte, warf er einen Blick auf die Icons: Anscheinend wimmelte es hier vor Agenten - Alle Icons außer der Schlange waren Agenten, von denen der Scanner, der sich beständig näherte, und der Mr. Smith der die Datei verschlüsselte zum Knoten gehötzen. Die Mr.Smith-Gruppe entschlüsselte die Dateien immer erst, bevor sie die Dateien ohne Verzögerung über eine verschlüsselte Verbindung auf ein Pereferiegerät transferierte, sodass die Datei zu keinem Augenblick unbeobachtet war. Diese Schlange... das Icon war eindeutig... uneindeutig.

Der Agent, der die Datei verschlüsselte, war gerade mal mit der Initialisierungsphase fertig, aber in diesem Zustand würde sie Datei sich unter Keinen Umständen Transferieren lassen. Das Ding würde zwar noch einige Zeit brauchen, aber die Datei, die verschlüsselt wurde bestand aus einem Archiv, das aus knapp einem Dutzend einzeln verschlüsselten Dateien bestand - jede für sich mit einer Datenbombe versehen, die der von dem Paket, das der Dr. sich gerade geschnappt hatte sehr ähnlich waren.

Gnadenlos näherte sich der Suchscheinwerfer, der sich nun mit der Datei direkt neben dem Dr. beschäftigte. Es würde nur noch den Bruchteil einer Sekunde dauern, bis es seine Datei prüfen - und die fehlende Datenbombe bemerken würde. Aber fielleicht lies sich die Passworteingabe ja täuschen...
Der erste Versuch schlug katastrofal fehl - wenn es diesmal nicht klappte  war er geliefert, aber diesenmal schaffte er es die Abfrage zu täuschen, der Download wurde gestartet und schließlich zuendegeführt.

Dann war das ICE da und prüfte die Datei...
Sirrend drehte das ICE sich um und eine rote Uhr erschien in der Mitte des Knotens: 12 Sekunden, die Nanosekunde für Nanosekunde schwanden...

hatte die Würfelwürfe 1 & 2 übersehen... Ich hoffe, die Dramatik, dass ich das Spoofen weiter nach hinten in der Rheinfolge geschoben habe ist recht.
« Letzte Änderung: Freitag, 23. Oktober 2009; 21:28:14 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #10 am: Freitag, 23. Oktober 2009; 19:59:53 Nachmittag »

Der Download würde innerhalb kürzester Zeit zuende sein - blieben noch neun Sekunden zum ausloggen, was ihm noch Zeit für ein paar Versuche ließ.

Eventuell konnte er dem Programm vorgaugeln, daß alles in Ordnung sei - die AccessID des Knotens hatte er noch und der Versuch würde kaum Zeit in Anspruch nehmen, also versuchte er es. Das Unterfangen war nicht gerade einfach - er vermutete einfach mal, daß ein Zurücksetzen des Alarms nur dem Admin möglich war, also mußte er sich anstrengen. Schnell formulierte er das Kommando und versuchte, dieses dem System unterzujubeln, um den Alarm zurückzusetzen..

Während er den Befehl vortäuschte, wurde der Download abgeschlossen - und als eine weitere Aktion startete Dr. Know eine weitere Analyse des Knotens, um zu sehen, was sich verändert hatte - hatte er schon einen Alarm ausgelöst oder gar einen Trace? Und wer trieb sich aktuell herum hier im System?
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #11 am: Freitag, 23. Oktober 2009; 20:58:47 Nachmittag »

Durch den aktiven Alarm lief die Firewall zu Hochtouren auf - und fegte den Versuch das System zu täuschen einfach davon. Kostbare Nanosekunden entglitten dem Dr., der Zähler näherte sich rasend schnell der 8 Sekunden Marke. Ein schneller, aber gründlicher Rundumblick offenbarte zwar keinen Trace - aber eindeutig den roten Alarm, der sich nach dem Spoofversuch auch gegen den Dr. richtete, und, dass das Schlangenicon sich auffällig für ihn zu interessieren schien...

Die Liste der anwesenden Icons war denkbar einfach: Die Mr. Smith Icons, die aufgehört hatte weitere Daten vom Knoten zu schaffen, der einzelne Smith, der weiter seine Datei verschlüsselte, diese Schlange und der Suchscheinwerfer - bisher war kein neues Icon aufgetaucht, aber vielleicht war das nur eine Frage der Zeit. Zeit, von der gerade noch 7,5 Sekunden blieben, bevor es schmerzhaft wurde...
« Letzte Änderung: Freitag, 23. Oktober 2009; 21:30:11 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #12 am: Samstag, 24. Oktober 2009; 21:12:12 Nachmittag »

Die Schlange machte ihm aktuell noch wenig Sorgen - für die meisten Nutzer war er dank seiner eigenen Fähigkeiten und der Unterstützung durch Sodalis unsichtbar und nicht wahrzunehmen.

7,5 Sekunden - normalerweise eine lange Zeit in der Matrix, die aber auch schnell vorbeisein konnte. Er konzentrierte sich und versuchte, das System doch noch zu überlisten - dabei schien ihm das Glück besonders hold zu sein. Mit Spannung wartete er, ob sein erneuter Versuch von Erfolg gekrönt wurde.

Die Datei war währenddessen wohlbehalten verschlüsselt und mit einer Datenbombe gesichert in einem Datenspeicher gelandet - er würde sich später Zeit dafür nehmen, wenn er hier herausgekommen war. Vorsichtshalber bereitete er sich selisch schon auf eine Logoff-Aktion vor und begann mit dem Verwischen seiner (oder vielmher die seiner Tarnung) Spuren...
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111

Meyer

  • Fremder
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #13 am: Samstag, 24. Oktober 2009; 23:17:23 Nachmittag »

Die entschärfung des alarms schien zuerst erfolgreich zu sein - die Uhr lief jedoch gnadenlos weiter. 6,5 Sekunden. Entweder, irgendwas am System ignorierte seine Anfage, oder das System war in dieser Sache etwas schleppend...

Eine halbe Sekunde später - die ihm wie eine Ewigkeit vorgekommen sein musste, weil gerade noch 6 verblieben - fragte das System schließlich nach der seinem aktuellen Zugangsschlüssel um den Alarm zu beenden. Anscheinend wurden gerade die Änderungen im Log gespeichert und sein Befehl sollte verifiziert werden...
« Letzte Änderung: Samstag, 24. Oktober 2009; 23:26:32 Nachmittag von Meyer »
Gespeichert

Dr. Know

  • Stammkunde
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 758
  • Geist in der Matrix
    • Das Tagebuch des Dr. Know
Re:Auf der Jagd nach einem Alias
« Antwort #14 am: Sonntag, 25. Oktober 2009; 14:30:29 Nachmittag »

Die verbleibende Zeit nutzte ich, um meine Spuren endgültig zu verwischen, dann loggte ich mich - 3 Sekunden vor Ablauf des Counters - aus. Im Satellitensystem änderte ich noch einige Einträge, dann unterbrach ich auch diese Verbindung. Wie der Admin beim BIS wohl schauen würde, wenn seine System-ID in den Logs auftauchen würde? Ich legte die Access-IDs aus dem Ausflug ebenso auf einem Datenspeicher ab, wie ich es sonst auch tat - man wußte ja nie, wann man sie nochmal brauchen konnte.

Viel Zeit war noch nicht vergangen, trotzdem hatte ich nach dem Besuch irgendwie Hunger bekommen und schälte mich aus der Koje, um einen Happen zu essen und was zu trinken. Durch das Fenster bei der Sitzecke warf ich einen Blick nach draußen und wurde mit dem Anblick eines wunderschönen Sonnenaufgangs vor Bodenseekulisse belohnt. Ich nahm mir einen Augenblick Zeit, um den Anblick zu genießen und versuchte, ihn auf Kamera festzuhalten - ein kleines Hobby vor mir, mit dem ich schon vor Jahren begonnen hatte und viel zu selten Zeit fand, es ernsthafter zu betreiben.

Nachdem ich mich etwas gestärkt und überprüft hatte, ob die Datei soweit clean war, machte ich mich jetzt daran, die Datei zu entschlüsseln...
Gespeichert
010 | Man kann nie genug wissen...
001 | Datenschutz ist eine Illusion. 
111
 

Seite erstellt in 0.071 Sekunden mit 27 Abfragen.