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Autor Thema: Die Werkstatt  (Gelesen 10109 mal)

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Sputnik

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Re:Die Werkstatt
« Antwort #15 am: Montag, 07. März 2011; 19:18:07 Nachmittag »

Freitag, 26. August 2072

Nachdem der Umzug mittlerweile abgeschlossen war und ich meine neue offizielle Adresse im Studentenwohnheim eingerichtet hatte, war ich nach dem Ausflug nach Japan wieder häufiger in der Werkstatt. Es gab immerhin einiges zu erledigen und außerdem erwartete ich auch noch ein paar Lieferungen.

Als ich am Dienstagnachmittag aufschloß, sah ich wieder die Karosserie von dem alten Van, die ich gemeinsam mit Maschinengeist und der Hilfe der Werkstattdrohne letzte Woche aus der Schrottauswahl ausgewählt und auf Bühne zwei gebracht hatte. Die Karosse bildete die Grundlage für ein neues Projekt, das mir in den letzten Tagen durch den Kopf gegangen war und das ich in den nächsten Monaten umsetzen wollte - da lag noch einiges an Arbeit vor mir und vermutlich mußte ich nicht nur an dem Fahrzeug selbst Hand anlegen, sondern auch noch draussen zumindest eine temporäre Art von Unterstand bauen, um die finalen Arbeiten durchführen zu können. Bevor ich an die Umsetzung ging, mußte ich aber sowieso erstmal die Konstruktionspläne vorbereiten und die Modelle.

Am Mittwoch wurde der Phoenix angeliefert, den ich in der Werkstatt (in Bucht 1) auspackte und teilmontierte um zu sehen, ob alles in Ordnung und der Gleiter komplett war. Die Lieferung erfolgte in Kompoenten, die man nur noch zusammenfügen mußte, was mir Zeit ersparte. Nachdem ich gemächlich montiert hatte, konnte ich schon bald die Bordelektronik und den integrierten Elektromotor testen, während die Akkus bereits am Ladegerät hingen.

Bei den Tests konnte ich auch gleich die kleine Kanzel testen, in dessen formangepasstem Sitz ich Platz nahm. Auf meinen Wunsch hin war die Innenausstattung so ausgelegt, das man mit dem Gleiter auch längere Zeit in der Luft bleiben konnte - der Sitz war entsprechend bequemer als die Standardvariante und es gab auch mehr und bessere Staumöglichkeiten (teils gekühlt), daneben war die kleine Kanzel auch klimatisiert und heizbar sowie mit weiteren Extras versehen, die auch einen längeren Aufenthalt in der Luft möglich und angenehm machen sollten.

Gegen Abend waren die Akkus aufgeladen und nach einem kleinen Imbiss packte ich ein paar Vorräte zusammen, packte den Gleiter auf den Anhänger und fuhr zu einem ersten richtigen Testflug (die kurzen Hüpfer, die ich dank dem Elektromotor bereits am Nachmittag auf dem Werkstattgelände gemacht hatte, zählten nicht wirklich).

Erst nach Mitternacht parkte ich den Anhänger mit dem Gleiter und den Bus wieder in der Halle, schloss dann die Zufahrt und die Türen und machte es mir im Gemeinschaftsraum gemütlich. Laut dem Lieferservice würde am nächsten Tag meine bestellte Hardware geliefert werden, da lohnte es sich nicht, erst noch zum Studentenwohnheim zu fahren.

Die Lieferung kam am nächsten Tag tatsächlich schon ziemlich früh, was mir genug Zeit verschaffte, die Hardware aufzubauen, zu installieren und danach zu konfigurieren - endlich füllte sich der Technikraum im Keller mit dem gedachten Leben. Die zwei Schränke sollten erst der Anfang sein, wenn alles nach Plan lief, aber der Vollausbau würde Zeit und Geld kosten.

Nach dem Aufbau folgte ein erster Check, ob die Systeme vernünftig installiert und auch versorgt wurden - Strom, Kühlung, Matrixanbindung und interne Infrastruktur waren in Ordnung. Dann folgte die Konfiguration - endlich konnte ich den CHN entlasten und die Sicherheitssysteme vernünftig verwalten. Die bereits installierten Kameras des Geländes - außen und innen - wurden neu konfiguriert und mit entsprechender Software gekoppelt, um das Sicherheitssystem weiter zu verbessern. Daneben konnte ich jetzt dank der Bild- und Datenauswertung auch bestimmte Aktionen hervorrufen - die Konfiguration der Scripte war zeitaufwendig, aber lehrreich und hoffentlich nützlich. Natürlich traf ich auch verschiedenste Vorkehrungen, um die Systeme an sich abzusichern gegen unbefugten Zugriff verschiedenster Form.

Bis alles zufriedenstellend konfiguriert war, ging einige Zeit ins Land. Vor allem für die Sicherung lies ich mir Zeit und ging sorgfältig und bedacht zu Werk. Den Rest des Abends nutzte ich dann, um Julia zu besuchen, bevor ich am Freitag vormittag wieder zurückkehrte, um für Projekt LTA mit den Planungen zu beginnen.

Außerdem nahm ich mir am Morgen ein wenig Zeit, um die Aufzeichnungen von meinem Stalker durchzugehen. Schien, als ob er im Juli ein paar Tage ausser Gefecht war... den Aufzeichnungen nach gefielen seinen Kumpels ein paar seiner Freizeitbeschäftigungen so gar nicht, woraufhin sie sich wohl mit ihm unterhielten. Mitte Juli ging es ihm dann anscheinend schon wieder besser, da hatte ich auch wieder Anrufe von ihm auf dem Tacho. Ein weiterer Brandsatz Ende Juli ging ins Leere - die Heimdrohne entdeckte den Brandsatz, der auf den Hof gefallen war, rechtzeitig und löschte ihn. Und natürlich ging auch artig eine Anzeige an die offiziellen Stellen. Ich rechnete aber nicht damit, das da mehr passieren würde.

Dann begann der anstrengende Teil - ich hatte noch mehrere Privatvorlesungen heute - und währenddessen stellte sich ein merkwürdiges Telefonat ein...
« Letzte Änderung: Donnerstag, 27. September 2012; 15:50:43 Nachmittag von Sputnik »
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Re:Die Werkstatt
« Antwort #16 am: Dienstag, 05. April 2011; 16:23:07 Nachmittag »

Ich warf einen Blick in das Inventar, während ich die frisch gelieferten Kartons öffnete. Ein kurzer Blick galt der Packliste um zu sehen, ob alles vollständig geliefert worden war. Antrieb, Sensorik, Steuerelektronik...soweit sah alles gut aus. Auch die restliche Lieferung war vollständig angekommen.

Die meisten Sachen mußten nur ausgepackt werden und dann verstaute ich diese erstmal. Anschließend nahm ich mir das Bastelwerk zur Hand und sortierte die einzelnen Bastelprojekte und die dazugehörigen Arbeitsschritte - am Ende hatte ich tatsächlich beide Arbeitsecken und meine speziell für Drohnen umgebaute Hebebühne belegt und hoffte, das ich das Pensum bis zum Beginn unseres Ausfluges schaffen würde.

Die Modifikation der Dalmation würde vermutlich am längsten dauern, war allerdings auch eine Aufgabe, bei der mir die beiden Werkstattdrohnen helfen konnten und ich nur einen Teil der Arbeit selber machen mußte. Also übertrug ich diese Aufgabe an die beiden Drohnen, die sich gleich ans Werk machten.

Währenddessen machte ich mich an die Bastelarbeiten. Wenn ich mich ranhielt, müßte ich beide Aufgaben an einem Tag schaffen können. Ich schnappte mir als erstes die Platte und montierte dann die Elektronik, den Antrieb und das ganze weitere Zeugs, zum Schluss folgte noch das kleinere Projekt - und voila, ich war schneller fertig als gedacht. Ein paar Dinge fielen mir beim Testlauf noch auf, die ich korrigierte beziehungsweise behob, dann war dieser Teil meiner Ausstattung für unseren Naturausflug fertig - ich war schon gespannt, ob es sich in der Praxis bewähren würde.

Den Rest des Tages nutzte ich dazu, um die bisherigen Daten aus dem Ausflug mit dem Gleiter und der abendlichen Rundfahrt zusammenzuführen und mit der Erstellung der virtuellen Karte zu beginnen.
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Re:Die Werkstatt
« Antwort #17 am: Freitag, 29. April 2011; 17:04:18 Nachmittag »

Am Dienstag kam ich gut voran, daher hatte ich heute einen Tag Zeit, mich mal intensiv um die Sicherheit meines Equipments zu kümmern.

Während Antonius noch einige Arbeiten am Bus von Bruder Pax durchführte, aktualisierte ich die Software der Drohnen und der sonstigen Ausrüstung, um sie gegen elektronische Kriegsführung schützen und eine Verschlüsselung bei allen Geräten sicherstellen zu können.

Dazu sah ich mich nach optimierter Software um, die den Prozessor und das OS der Geräte nicht über Gebühr in Anspruch nehmen würde, das gleiche galt auch für Autosoft, die ich ebenfalls nach passenden Kriterien suchte. Nachdem ich nach einiger Sucherei Quellen für die Software fand, sorgte ich für eine gute Ausstattung und zog mir verschiedene Software.

To be continued...

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Re:Die Werkstatt
« Antwort #18 am: Sonntag, 22. April 2012; 00:34:17 Vormittag »

Nachdem ich mir nach den letzten Abenteuern in der vorlesungsfreien Zeit schon Gedanken gemacht und Pläne und virtuelle Modelle erstellt hatte, fand ich am Anfang des Semesters endlich die Zeit, diese Pläne auch in die Tat umzusetzen. Die Anlieferung der Komponenten hatte rechtzeitig geklappt und so konnte ich die ersten Abende, während derer Julia noch bei ihren Großeltern weilte, für den Ausbau meines geplanten "Ops-Centers" nutzen.

Im Laufe der Woche verlegte ich Glasfaserkabel, Stromkabel, Rohrleitungen, zog Zwischendecken und Wandverstärkung ein und installierte eine Sicherheitstür mit diversen Sicherheitsmechanismen - Zugangskontrolle, verschiedene Identifikationssysteme und passende Verifikationssysteme. Profane Dinge wie Be- und Entlüftung, Klimatisierung, Verbindungen zur Außenwelt und damit verbundene Möglichkeiten, diese in sekundenschnelle zu trennen mußten zufriedenstellend gelöst werden. Auch gegen unbefugtes magisches Eintreten hatte ich ein paar Maßnahmen getroffen, die einige Arbeit machten, aber im Ergebnis auch meinen resident Spirit davon abhalten würden, hier einfach so ein- und auszugehen. Und das alles in einer Woche - anstrengend. Aber als ich am Donnerstagabend mit den Arbeiten fertig war und mir mein Werk ansah, war ich zufrieden.

Das Ops-Center war als Rückzugs- und Operationsmöglichkeit für mich geplant. Es war so ausgelegt, das ich hier für ein paar Tage untertauchen konnte. Kontakt zur Außenwelt war über redundante Anbindungen möglich, ich konnte aber auch den gesamten Bereich auf tot schalten. Der Zugang war nur mit speziellen Zugangsmechanismen möglich - Passkey, Retina- und Stimmerkennung sowie eine spezielle Verschlüsselung, alles gesichert mit ein paar speziellen Tricks sorgten dafür, das ungebetene Gäste draußen blieben. Das ganze wurde baulich abgesichert durch verstärkte Wände, eine Sicherheitstür, dazu eine spezielle magische Schutzschicht, die vor astralem Besuch schützen würde. Ein Teil meiner Technik zog in den gesicherten Technikraum, der neben verschiedenen Nexus auch die Technik der Versorgungssysteme - Klimatisierung, Stromversorgung, Akkus, - enthielt. In dem OpsCenter fanden sich ebenfalls Wassertanks für Frisch- und Brauchwasser. Die Raumaufteilung beinhaltete den Technikraum, eine Kammer für Equipment, einen Schlaf- und Wohnraum, ein "Labor" und als Hauptbereich das OpsCenter, ein großer Raum mit verschiedenem Equipment. Ich gebe zu, das ich mich beim Design ein wenig an alten Agentenfilmen orientiert hatte, in denen die Bösewichte immer diese netten "World Domination Centers" mit verschiedensten Übersichten, Grafiken und Bildschirmen hatten, dazu bequeme Sitzmöbel und große Schreibtische. Dies hatte ich hier auch umgesetzt - verschiedenste Monitore boten auch ohne AR oder VR eine Vielzahl an Informationen oder lieferten Kamera- und andere Sensordaten von verschiedenen Systemen im Großraum Freiburg. Natürlich konnte ich von hier aus auch die Sicherheit und die Haussysteme der Werkstatt kontrollieren, das war ja wohl klar.

Ok, genau genommen war der OpsBereich mehr Spielerei als tatsächlich notwendig. Trotzdem fühlte ich mich am Donnerstag ein wenig sicherer, als ich die Arbeiten abschloß. Sicher, es war noch nicht alles eingerichtet und eingeräumt, das würde ich in den nächsten Tagen nach und nach erledigen. Aber ich hatte hier einen Rückzugsort, der soweit für ein paar Tage einen guten Schutz bot und in den ich mich zurückziehen konnte, wenn dies notwendig war. Zufrieden schnappte ich mir meine Tasche und fuhr zu meiner offiziellen Adresse ins Wohnheim.
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Re:Die Werkstatt
« Antwort #19 am: Freitag, 07. September 2012; 16:08:27 Nachmittag »

Anfang Oktober kam ich endlich mal dazu, mir den Rest des Schrottplatzes in Ruhe anzusehen und mir vor allem mal die ganzen Autowracks anzugucken. Vielleicht hatte ich ja Glück und es gab noch das eine oder andere Exemplar, das ich restaurieren konnte.

Ich nahm mir also ein bis zwei Stunden, um die Wracks in Ruhe anzusehen. Es gab einige normale Autos - Subcompacts, Sedans, Pickups, Geländefahrzeuge. Verschiedene Marken - VW, Opel, Ford, GM, Mercedes, Honda, BMW und andere Hersteller in unterschiedlichen Zuständen des Verfalls - aber das eine oder andere davon sollte sich sogar restaurieren lassen. Besonders scharf war ich auf den Saab Dynamite - aber bei dem war ich mir noch nicht ganz sicher. Weiter hinten auf dem Platz fanden sich noch drei Wohnmobile - das könnte interessant werden.  Und dann waren da noch Motorräder.

Unter den verschiedenen Modellen fanden sich zwei Maschinen, die ich echt gerne wieder fahrtüchtig sehen würde. Zugegeben - es gab einen Haufen Mühlen, die maximal noch als Ersatzteillager dienten - aber unter denen gab es tatsächlich eine noch gut aussehende Harley - und eine BMW Blitzen! Wenn ich letztere wieder flott kriegen würde, dann könnte ich meinen Reiskocher locker verkaufen.

Und die Harley - ok, die ist für die ruhigen Cruisingtouren. Und für den Sound.

Die Restaurierungsarbeiten würden einiges an Zeit fressen - Aufgaben für lange Abende. Möglicherweise könnte ich ein paar Kisten flottmachen und verticken, um ein wenig Kohle zu verdienen. Die Restauration der fünf bis sieben noch halbwegs brauchbaren Mühlen würde auch einiges an Geld verschlingen, wenn sie halbwegs dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und straßentauglich sein sollen.

Dann war da nur noch ein Problem: Zeit. Studium und Institutsarbeit war zeitaufwendig. Dann kam natürlich auch die Bastelei noch dazu - gar nicht zu sprechen von den neuen Aufgaben durch mein "Praktikum" bei SK Prime. Meine Freizeit war die letzten Wochen sehr eng bemessen.

Ein erster Schritt wäre, die Fahrzeuge erst mal von dem Schrottplatz herunter und unter Dach zu schaffen, damit die Karossen nicht noch weiter hier verrotten würden. Ich machte mich ans Werk - und die beiden Werkstattdrohnen halfen mir dabei.
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Re:Die Werkstatt
« Antwort #20 am: Mittwoch, 29. Mai 2013; 12:59:03 Nachmittag »

Dienstag, 22. November 2072

Bevor ich heute zur Nachtschicht ins Institut fuhr, machte ich einen kurzen Rundgang über das Werkstattgelände. Viel hatte sich hier getan, seitdem ich vor jetzt knapp einem Jahr auf das Gebäude aufmerksam wurde. Ich hatte die komplette Werkstatt entrümpelt und renoviert, die Sicherheit der Anlage deutlich verbessert und dafür gesorgt, das ich hier eine gute Heimatbasis für meine verschiedensten Aktivitäten hatte.

Ergänzend hatte ich angefangen, mein Rechenzentrum aufzubauen, mir einen Operationsbereich im Keller einzurichten und hatte einen sehr interessanten Hausgast mehr oder weniger permanent aufgenommen. Von einer technikaffinen Katze, die die Werkstatt mittlerweile ebenfalls als ihr Heim betrachtete, mal ganz abgesehen.

In den letzten Wochen hatte ich einige Arbeit in die neue Renndrohne gesteckt, außerdem hatte ich mit der Renovierung der Nebengebäude begonnen. Der Lackierschuppen, mehrere überdachte Unterstände und der andere Schuppen sollten noch vor dem eigentlichen Winter zumindest von außen renoviert sein - aktuell konnten die Hausmeisterdrohnen diese Arbeit umsetzen und entweder programmiert oder durch mich ferngesteuert die Renovierungsarbeiten durchführen. So kam ich ganz gut voran und hatte den Lackierschuppen nebst Lageranbau sowie die Garagen schon abgeschlossen und war jetzt mit der Renovierung der Unterstände beschäftigt. Dann noch der Schuppen, dann konnte ich im Winter die Innenarbeiten umsetzen. Wieder hatte sich einiges an Zeug angesammelt, das dort abgestellt, abgelegt oder anderweitig eingelagert oder zwischengelagert wurde. Ich hatte den ganzen Kram jetzt je nach Zustand sortiert in Dinge, die noch zu gebrauchen waren; Dinge, die man vielleicht noch ausschlachten konnte und Dinge, die Müll waren. Generell handelte es sich um diversen Werkstattmüll - alte Aggregate, Bauteile, Elektrokomponenten, Steuersysteme, Lampen, hier und da auch mal ein Sitz, ein Armaturenteil und Ähnliches. Die noch halbwegs brauchbaren Dinge lagerte ich aktuell in den schon renovierten Garagen (insgeamt 8 Stück an der Zahl, davon aktuell 4 mit Gerümpel belegt), da ich mir noch keine Gedanken gemacht hatte, wo ich denn ein Lager einrichten wollte. Früher lagerten die Teile im Keller und auf dem "Lagerdach" über dem Sozialteil der Werkstatt. Da oben war Platz, aber ich war mir noch nicht sicher, ob ich dort das Lager haben wollte.

Der Keller fiel als Lagermöglichkeit aktuell aus, doch könnte es sein, das sich dies noch ändern würde mittelfristig. Wenn sich mein abstruser Plan umsetzen ließe, dann hätte ich einen weiteren Teil des Kellers wieder zur Verfügung. Aber das würde noch genaue Planung erfordern, um die Idee umzusetzen - wenn sie überhaupt umsetzbar wäre. Ich würde mich den kommenden Winter über darum kümmern, das Projekt auszuarbeiten - es gab einige Dinge zu klären, falls ich mich tatsächlich daran machen sollte.

Vorher stand jetzt aber erstmal das nächste Drohnenrennen auf dem Plan, das nächste Woche Dienstag stattfinden sollte. Bis dahin mußte meine neue Drohne einsatzbereit sein und das würde noch eine ganze Menge Arbeit bedeuten.
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Re: Die Werkstatt
« Antwort #21 am: Donnerstag, 08. August 2013; 17:23:56 Nachmittag »

Freitag, 30. Dezember 2072

Das Drohnenrennen Ende November konnte ich - noch mit Rusty - für mich entscheiden und mir damit einen Sponsoringvertrag mit dem Schrottplatzeigentümer in Freiburg sichern so, wie wir es vorher vereinbart hatten. Das brachte mir ein wenig neues Einkommen und Zugang zu Materialien, mit denen ich schrauben konnte.

Meine neue Renndrohne - das Triebwerk mit Flügeln dran - war vom der Hardware her schon fast fertig. Was jetzt noch fehlte, war die Elektronik und die passende Software sowie vielleicht die eine oder andere Finesse. Während ich an der Software und den Elektronikkomponenten feilte, war die Drohne mitsamt der mobilen Testrampe wieder auf Standplatz 1 in der Werkstatt geparkt.

Platz 4 war bisher der traditionelle Standplatz für Susi, die aber vermutlich im nächsten Jahr in eine der Garagen umziehen würde, sobald ich mein Lager fertig hatte und die Garagen endlich ausräumen konnte. Anfang Dezember hatte ich die diversen Teile gründlich durchgesehen und begutachtet, die noch brauchbaren Teile aussortiert und den Schrott endlich endsorgt. Das hatte schon für etwas mehr freien Platz gesorgt,

Auf Platz 3 der restaurierte MAN KAT, der mit dem Wohnkoffer versehen gerade so in die Werkstatt passte. Gut, das die Rolltore etwas über vier Meter hoch waren. Den KAT hatte ich beziehungsweise die fleissigen Werkstattdrohnen in den letzten Wochen und Monaten restauriert, neu aufgebaut und mit einem tollen Wohnkoffer versehen, er sollte mir für längere Campingtouren dienen, die so auch abseits der Straße stattfinden konnten. Ein Einsatzzweck war zum Beispiel die Winterfuchsjagd, von der ich heute wieder zurückkam. Ich hatte den KAT gerade rechtzeitig vor Weihnachten noch fertig bekommen und jetzt gab es nur noch ein paar Kleinigkeiten, die ich noch umsetzen wollte und die sich erst nach dem ersten Praxiseinsatz zeigten. Insgesamt war ich sehr zufrieden: der MAN lief nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut, der Wohnkoffer war bequem und funktional und auch - wie ich feststellen durfte - ausreichend winterfest. Bei der Zusatzausstattung hatte ich teilweise Unterstützung von Maschinengeist und auch diese bewährte sich auf der Winterfuchsjagd ganz hervorragend. Ganz davon abgesehen durfte ich dabei auch feststellen, das die Schlafgelegenheit im Wohnkoffer sehr bequem war, aber das ist eine andere Geschichte.

Auf Hallenplatz 2 stand zur Zeit die Blitzen, die ebenfalls mittlerweile restauriert war. Sie war fahrbereit, allerdings überlegte ich aktuell, welche Modifikationen ich ihr noch angedeihen lassen wollte. Da ich aktuell noch an ihr herumschraubte, bekam sie den letzten der Montageplätze.

Insgesamt hatte sich die Anschaffung meiner Werkstattdrohnen wirklich gelohnt - durch die zusätzlichen "Hände" konnte ich per Fernsteuerung und automatisierten Tasks deutlich mehr schaffen, als wenn ich alleine an den Fahrzeugen gearbeitet hätte.

Meine anderen Restaurationsprojekte hatte ich aktuell in den freien Garagen untergestellt, bis ich wieder freien Platz in der Werkstatt dafür hatte. Das nächste Bauprojekt war auf jeden Fall der Ausbau eines der überdachten Unterstellplätze in eine Art Drohnenhangar, außerdem brauchte ich auch noch eine vernünftige witterungsgeschützte Unterbringung für größere Fahrzeuge. Aber das waren Pläne, die ich frühestens 2073 umsetzen würde. Jetzt war bald Jahresende und mit einem leckeren Bier in der Hand drehte ich noch eine Runde durch die kühle Nachtluft, bevor ich mich in die Werkstatt zurückzog und eine kleine Inventur zum Jahresende machte.
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