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Autor Thema: Glauben und andere Kriege...  (Gelesen 3975 mal)

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AnyKey

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Glauben und andere Kriege...
« am: Freitag, 29. April 2011; 23:49:14 Nachmittag »

Tag 123 des Jahres 2587

Es war Sommer in Justitian und eine milde Hitze lag über der Stadt. Ein lauer Wind wehte dann und wann durch die Gänge des Clusters, der meine Heimat war in dieser Ansammlung von Menschen, weit entfernt von den Stukovwüsten, in denen ich aufwuchs. Osbrück, meinen Geburtsort, hatte ich schon lange Zeit nicht mehr gesehen, seitdem mich das Schicksal zum Stream führte.

Ich ging meiner Aufgabe nach und sortierte einige Bauteile - eine stupide Tätigkeit, die zum grübeln verleitete. Dann öffnete sich die Tür und mein Tag begann, schlechter zu werden.

Xbox trat herein und gab mir die Anweisung, als Compiler Kontakt mit den jehammedanern aufzunehmen und den "Kontakt aufzubauen". Ich kann mir nicht vorstellen, das der Cluster diesem Unternehmen viel abgewinnen will - dann hätten sie nämlich jemand anderen als Verhandlungspartner entsandt. Doch die Wege des Streams sind unergründlich - wer war ich also, sie zu hinterfragen.
Melden sollte ich mich bei einem Abrami namens Jaffar, einem der hiesigen Jehammedaner. Wir haben mit den Jehammedanern nicht viel gemein, aber es scheint eine gemeinsame Abneigung gegen die Wiedertäufer zu geben - vielleicht eine Nutzpartnerschaft, um diese Ausgeburt der Statik aus Justitian zu vertreiben?
Zum Geleit soll ich mich am Rande des Jehammedanerviertels an einen Posten der Spitalier wenden mit Namen Rinja. Positiv.

Auf dem Weg aus dem Cluster treffe ich an der Peripherie Nora, die sich dort die Zeit vertreibt. Als sie mich sieht - wir kennen uns schon von früheren gemeinsamen Unternehmungen - schließt sie sich mir an, gemeinsam brechen wir auf in Richtung der Jehammedaner. Auf dem Weg erzählt sie mir etwas von dem "Kartell", das sich gerade in Justitian bildet - sie scheint nicht sehr viel davon zu halten.

Am Rande des Jehammedanerviertels finden wir tatsächlich den genannten Posten der Spitalier und Amtsleiter Heilkamp überstellt uns Rinja zur Begleitung. Bei der Auslegung ihrer Anweisungen - sie selber scheint nicht lesen zu können? - bin ich zugegeben etwas großzügiger, aber wer weiß, was auf uns zukommt in der nächsten Zeit?

Besagte Rinja bringt Nora und mich in das Jehammedanerviertel und führt uns zu einer kleinen Sippensiedlung ganz in der Nähe des Gerberviertels. Der Abrami wohnt in einem großen, zweistöckigem Haus. Nach einer ersten Vorstellung wird zum Mittagessen geladen, das ich dankend ablehne - die Externen müssen nicht wissen, was sich unter den Masken und Umhängen verbirgt, das bringt sie nur auf dumme Gedanken. Das folgende Gespräch ist von gegenseitiger Zurückhaltung gezeichnet. Es findet sich kaum ein Zugang zu dieser Kultur - technikfeindlich, abergläubisch und fremd wirkt dieses Volk auf mich. So bin ich froh, als wir nach einer Zeit, in der mehr Schweigen herrschte denn Konversation, beschließen, den gegenseitigen Austausch am morgigen Tage fortzuführen und mir gestattet wird, am morgigen Tage in die Kultur der Jehammedaner einzutauchen. Ich bin wahrlich begeistert - sie haben noch nicht mal Strom!

Auf dem Rückweg zur Hochstadt werden Nora und ich auf eine abwesend wirkende Jehammedanerin aufmerksam, die mit uns im Aufzug in die Hochstadt fährt. Wenig später wird ihr Ziel klar - ihr Weg führte sie zur Statue von Achot, dem obersten Richter und Machthaber von Justitian. Dort terminierte sie sich und die Statue - ein Sprengstoffgürtel um ihren Leib verrichtete seine destruktive Aufgabe. Unruhe bricht in der ganzen Stadt aus. Trotz der Wirren schaffen die Spitalierin, Nora und ich es, uns zum Cluster durchzuschlagen, wo ich die Beobachtungen zu Protokoll gebe.

Ich erfahre, das es sich bei der Attentäterin um eine Witwe handelte, deren Mann schon vor einiger Zeit starb. Ebenso weiß der Stream, das ein jehammedanischer Botschafter aus Osman in der Stadt weilt, um angeblich die Beziehungen zwischen Osman und Justitian zu verbessern. Es handelt sich um einen gewissen Gideon Isaki, Sohn von Gilamed Ruben Adrami, dem Obersten Hirten über Osman. Der Stream wünscht, das seine Kinder diesen Gideon finden und ihn vor den Richtern beschützen, den Achot will Gideon hängen sehen.
Der oberste Richter scheint durch den Anschlag auf sein steinernes Ebenbild noch mehr verstört zu sein - selbst Ruther, sein Stellvertreter, hat keinen Einfluß mehr auf Achot und auch auf uns hört er nicht mehr. Achot weint.

Gemeinsam reisen Rinja, Nora und ich wieder zu Rahel und Kain, um uns auszutauschen. So schwierig die Verständigung auch ist, so logisch ist die Zusammenarbeit in diesem Fall. Die Aufgabe wird dadurch nicht leichter, aber lösbar.

Nachdem wir dem Abrami unsere Informationen weitergegeben haben, wird dieser ohnmächtig und bedarf der Versorgung. Da Gideon laut unseren Informationen häufig im Schrotterviertel unterwegs ist, beschließen wir als nächstes Kontakt zu den Schrottergruppen in der Stadt aufzunehmen. Zum einen müssen wir Kontakt mit Bosch knüpfen, der der Boss von dem Kartell ist, von dem Nora bereits sprach. Also machen wir uns auf zum Hauptquartier des Kartells, um dort in eiem alten Hochhaus mit Bosch zu reden. Der Besuch bei ihm ist tatsächlich nicht ganz billig - 50 Wechsel müssen wir dafür hinlegen, um mit ihm zu reden. Nachdem ich meinen Wechseldrucker bemüht habe, bringt uns einer seiner Schergen mit Namen Argai zu Bosch. Das ganze hat etwas von einer Audienz und Bosch scheint tatsächich zu glauben, das er eine gute Verhandlungsposition hat. Dank den Segnungen des Streams stimme ich mich mit Transfer ab, denn Bosch verlangt natürlich eine Gegenleistung für die Suche nach Gideon. Nach Rücksprache kann ich ihm 1.000 Wechsel anbieten, zudem erhalte ich von Transfer die Freigabe, einen Exit zu nutzen, sofern wir Gideon ungesehen durch die Stdt bringen müssen. Nachdem dieser Handel geschlossen ist, verlassen wir die "Burg" des Kartellbosses zügig.

In der Zwischenzeit hat Nora bei den Unabhängigen Schrottern eigene Erkundigungen eingeholt - und stieß dabei tatsächlich auf Gideon, der sich dort einquartiert hatte. Wir beeilen uns, zur Halle der Unabhängigen Schrotter zu gelangen, doch sind zu spät - vor der Halle sehen wir einen Aufmarsch an schwarzen Richtern auf Pferden, die Richter stürmen die Halle und schießen auf alles, was sich dort bewegt. Gideon wird getötet, ein paar der schwarzen Gestalten schleifen kurz darauf den leblosen Körper des Jehammedaners heraus und werfen ihn über eines der Pferde. Unserer Gruppe gelingt es, Jordes zu retten, die uns im Gegenzug einen weiteren Jehammedaner vorstellt, dem sie Quartier gewährte - ein gewiser Baruch, ein "Aikonide". Er selber sprach von sich als Abrami, als er sich vorstellte. Wir bringen ihn ins Jehammedanerviertel zu Jaffar.

Dort - im Jehammedanerviertel - hat man aufgerüstet, allerdings ist die Bewaffnung eher primitiv und improvisiert zu nennen. Unruhe liegt über der Stadt - die Richter beginnen, das Jehammedanerviertel abzuriegeln und auf den Stichstraßen sammeln sich die Schöffen.

Jaffar klärt uns darüber auf, das Gideon ein "Opferlamm" war, dessen Aufgabe es war, im Namen seines Gottes zu sterben. Dann zieht er sich mit Barusch zurück.
Der Stream weiß zu berichten, das ein Aikonide mit Namen Barusch nicht existiert, es aber Aufzeichnungen über einen Isaki mit gleichem Namen, der vor 10 Jahren an der Adria verstarb. Seit 5-6 Jahren ist der "Aikonide" Baruch auf Reisen und leidet unter Gedächnisverlust. Abrami Jaffar sagt wortwörtlich zu Rahel "Baruch ist ein Widder" - noch weiß ich nicht, wie ich diese Information dechiffrieren soll. Hier sind weitere Informationen auch für den Stream interessant. Ebenso weiß der Stream zu berichten, das die Situation in der Stadt brodelt und hier etwas in Bewegung geraten ist. Traditionalisten der Jehammedaner sind angeblich auf dem Weg von Justitian nach Osman, um die Kunde über den Mord an Gideon weiterzugeben. Die Richter haben ihn mit 20 Musketenschüßen getötet, sein Körper soll öffentlich ausgestellt werden. Dies könnte Anlass für einen Krieg sein - Osman ist Justition von der Macht her auf jeden Fall ebenbürtig, aber mit deutlich mehr Fanatikern besiedelt als Justitian - zumindest auf Seiten der Jehammedaner. Es ist anscheinend die Aufgabe der Spitalier, dafür zu sorgen, das die Boten Osman nicht erreichen, um schlimmeres zu verhinden. Der Cluster arbeitet für den Notfall Backuppläne zur Verlegung aus - die Lage ist kritischer als gedacht.
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AnyKey

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Re:Glauben und andere Kriege...
« Antwort #1 am: Samstag, 30. April 2011; 01:05:08 Vormittag »

Tag 124 des Jahres 2587

Nach einer Nacht in den Gästezimmern der Jehammedaner ist mir der nächste Morgen unangenehm. In dem Gästezimmer, das ich alleine benutze, bekleide ich mich und erst nach dem Anlegen von Maske und Umhang trete ich wieder unter die anderen.

Heute tagt der Familienrat der Jehammedaner, an dem auch Baruch teilnimmt. An den Grenzen des Jehammedanerviertels sammeln sich immer mehr Richter und Schöffen, von denen auffällig viele aus den Reihen der Widertäufer rekrutiert scheinen. Die Jehammedaner scheinen Krisensituationen anders zu bewältigen - Rahel schlägt einen Besuch bei ihrem Cousin vor, der Frisör hier im Viertel ist. Sinnvoll ist dies schon - Frisöre haben einen Ruf als Offlinedatenspeicher, was Informationen aus der Nachbarschaft sowie Klatsch und Tratsch angeht. Fatim, der Cousin von Rahel, weiß tatsächlich zu berichten, das die Selbstmordattentäterin auf den Namen Neomi hörte. Ihr Mann, Mahmut Abrami, verstarb vor  zwei Jahren, beide waren eher konservative Traditionalisten. Neomi leitete noch bis vor einiger Zeit die Schule, mußte aber zwischenzeitlich aufhören zu unterrichten, weil ihre Ansichten und Aussagen über den gerechten Kampf die Kinder verschreckten und verunsicherten. Bis auf einen Sohn - Mustafa, ein Hirte, der am Rande des Jehammedanerviertels lebt - sind alles Familienangehörigen verzogen, einer nach Trichter, zwei andere nach Osman.

Recht schnell ist klar, das wir weitere Informationen brauchen, die wir vielleicht im Haus der verstorbenen Neomi finden würden - wären da nicht gewisse Befindlichkeiten der Jehammedaner, die dem Ziel der Aufklärung der Vorfälle doch deutlich entgegenstehen. Die Befindlichkeiten gehen soweit, das Rahel es schließlich ablehnt, uns durch das Jehammedanerviertel zu führen. Wir machen uns in ihrem Beisein, aber ohne ihre Hilfe auf die Suche nach dem Sohn Mustafa, dessen kleinen Hof wir in der Nähe der Wassertanks finde. Letzere werden durch einen Auflauf an Famulanten, aber auch einigen Präservisten schwer bewacht.

Der Hof von Mustafa ist eher klein, er hat nur wenige Ziegen, die aktuell im Stall untergebracht sind. Er selbst ist Anfang 20 und begrüßt uns freundlich. Nach kurzer Vorstellung  lädt er uns in sein Haus ein, das deutlich kleiner und weniger prunkvoll als das von Abrami Jaffar ist. Dann berichtet er uns, das seine Mutter Neomi, eine Hagari der Jehammedaner, seit letztem Jahr als sie aus der Schule geworfen wurde, nur noch zu Hause saß. Vor ein oder zwei Monaten begann sie alledings wieder, das Haus zu verlassen und sogar in die Stadt zu gehen. Genaueres dazu weiß er nicht, aber er ist bereit, uns einen Schlüssel zu ihrem Haus zu geben, damit wir weitere Nachforschungen anstellen können.

Während wir zurückgehen, erklärt uns Rahel etwas über die Sippenstruktur der Jehammedaner. So erfahren wir, also Rinja, Nora und ich, das ein Abrami der jeweils Sippenälteste ist und über diesen Abramis immer nur noch ein Aikonide steht. In Justitian gibt es zur Zeit allerdings keinen Aikoniden. Hagaris sind die "normalen" Frauen der Jehammedaner, während Saraelis sogenannte "reine" Frauen sind und als Rechtsprecherinnen und Gebärerinnen von anderen Saraelis und Isakis - den Opferlämmern - sind.

Schließlich treffen wir beim Haus von Neomi ein, das verlassen und sorgfältig aufgeräumt wirkt. Der Ofen ist ausgefegt, allerdings steht der volle Ascheeimer noch daneben. Der Wassertrog ist ausgetrocknet, das restliche Haus sehr sauber. Im Vorratsraum finden sich noch einige Vorräte, Säcke und Fässer hauptsächlich, daneben ein paar getrocknete Kräuter.
Das Bett im Schlafzimmer ist sorgfältig gemacht, allerdings ist nur eine Seite des Doppelbettes überhaupt bezogen. Aus einem in Leder eingeschlagenen Buch, das wir auf einer Truhe finden, fällt ein zusammengefalteter Brief, der ein wenig Licht ins Dunkel bringt.

Er kommt aus Osman und in ihm wird Neomi die Ankunft Gideons angekündigt verbunden mit der Aufforderung, die Jehammedaner Justitians aufzuwiegeln und sie an die "wahren Werte" der Jehammedaner (so wie die Osmaner sie sehen) zu erinnern. Um dieses Ziel zu erreichen, soll sie sich an "Lboro" wenden, der im Stukovviertel ansäßig ist. Dort fände sie alles, was sie brauche und was sie wissen muss, um Justitian aufzuwecken. Der Brief stammt von keinem Geringeren als Gileab Ruben Abrami, Aikonide und Oberster Hirte von Osman, der den Brief vor zwei bis drei Monaten schrieb.

Was wir dem Brief ebenfalls entnehme ist die Tatsache, das Gideon eigentlich Baruch finden und terminieren sollte, um die Jehammedaner hier in Justitian entweder wachzurütteln oder sie in den Untergang zu führen. Mit diesen Informationen machen wir uns zurück zum Haus von Jaffar, wo wir allerdings warten - der Familienrat tagt noch.

Nach einiger Wartezeit erhalte ich vom Stream die Information, das die drei Fragmente, die im Namen des Clusters dem Familienrat beigewohnt haben, das Treffen verlassen. Daraufhin aktualisiere ich ihren Informationsstand und informiere sie über den Brief und seinen Inhalt. Ebenso erfahre ich vom Stream, das in der Wartezeit ein Attentat von einem Widertäufer auf Archot verübt wurde, das Rudger, der 1. Assistent des Obersten Richters, allerdings verhindern konnte.

Auch jetzt fließen Informationen vom Stream zurück. Mahmut Abrami, der Gatte von Neomi, war ein treuer Diener des Obersten Hirten von Osman. Gilead kündigte den Besuch von Baruch bei ihm bzw. seiner Frau an und ließ klar durchblicken, das er, Gilead, Baruch nicht schätzt - es fielen Wörter wie "Ziegenliebhaber" und andere unappetitliche Bezeichnungen.Gilead hetzte außerdem geen die hiesigen Jehammedaner und wiegelte zu einem Angriff auf den "feisten Götzen" auf.

Mit diesen Informationen machen wir uns auf den Weg ins Stukovviertel. Es ist approved, dazu die Exits zu nutzen, um schnell und ungesehen vom Jehammedanerviertel hierher zu gelangen - die Reise ist ein kleines Abenteuer für sich, den zum Schutz meiner Begleiter, aber auch der Exits bin ich der Einzige, der auf dem Weg keine Augenbinde trägt.

Nach unserer Ankunft erfahren wir, was sich hinter dem Namen / der Bezeichnung "Lboro" verbirgt - es ist eine alte Werbung für Glimmstengel, die einen ausgebleichten Cowboy zeigt. Merkwürdig.
Dies ist der Name eines kleinen Kramladens, der alles mögliche und unmögliche verkauft - Winden, Seilzüge, anderes mechanisches Gerät, dazu Schrauben, Nägel - ein Schrotterparadies.. Nora versucht im Inneren ihr Glück, kommt aber schon kurze Zeit später wieder zurück, leider nur mit wenig Erfolg. Sie berichtet von einem Alchemisten in Brennen, weiß aber weder Namen noch sonst weiteres dazu. Also geht sie wieder herein - und verbleibt dann im Laden. Huh?

Nach einiger Zeit gehen wir hinterher - und finden ein leeres Ladenlokal, auch das Hinterzimmer ist leer. Dafür haben sich ein paar unfreundliche Gesellen im Keller versammelt, die uns einen sehr unfreundlichen Empfang liefern. Rinja und Kain stürzen sich auf die beiden und nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Kain, beide zu überwinden, während Rinja einige üble Verwundungen davonträgt.

Eine Tür führt in einem weiteren Raum, in dem in einer alten Badewanne irgendein merkwürdiges Zeug gezüchtet wird. Ein Wasserkreislauf berieselt das Gewächs immer wieder mit Feuchtigkeit. Nach dem Zudrehen des Hahnes hört man hinter der nächsten Tür eine Apparatur lauter werden - dazu stimmen. Dort scheinen zwei Personen zu sein - wir, also Kain und ich, öffnen die tür - und sehen einen Apokalyptiker, der versucht, uns hochzujagen! Geistesgegenwärtig löse ich einen meiner Wasserschläuche und mache einem gewissen Florian alle Ehre. Der Apokalyptiker starrt erst auf das erloschene Feuerzeug, dann auf mich, bevor er sich ein Stilet in den Schädel rammt. Daraufhin ergibt sich  sein Kollege, den ich durch Abnahme seiner Glasbausteine (Brille wäre eindeutig untertrieben) erstmal gefechtsunfähig mache. Desweiteren finden sich hier unten einige Aufzeichnungen von Formeln, die jetzt den Besitzer wechseln. Napalm - der kurzsichtige Schrotter - braut hier schon seit einiger Zeit Sprengstoff. Lboro vertickt diesen seit zwei bis drei Jahren schon an die Jehammedaner und hat auch einiges Zeug an Gideon vertickt, der im Gegenzug einiges interssantes Zeug bot - 2 Funkgeräte zum Beispiel und Platinen (die von dselect erworben wurden). Außerdem findet Rahel auch einige Danksagungen aus Osman - Lboro scheint eine gute Kontaktadresse gewesen zu sein.

Nachdem ich um Support aus dem Cluster bemüht bin, wird schon kurz darauf auf den Laden ein Brandanschlag verübt, als wir mehr oder weniger mit Ach und Krach aus dem brennenden Haus entkommen, wird zusätzlich mit einer Leuchtpistole auf mich geschossen. Ich kann dem Schuß gerade noch so entgehen, in dem ich mich hinter einen Gerümpelhaufen fallen lasse. Ich sehe nur noch eine Gestalt in einer Kapuze, die um die nächste Ecke verschwindet.

Rinja eilt in das nächste Haus, um nach Zeugen zu sehen und begegnet dort einem Typ, der Rahel in seiner Gewalt hat, die wir seit der Flucht aus dem brennenden Haus vermissen. Ohne lange zu überlegen erledigt sie den Kerl und befreit Rahel. Es gibt tatsächlich erste Vermutungen, das angeblich gar der Cluster hinter dem Brandanschlag steckt, was natürlich nur reine Propaganda ist und keinerlei Wahrheit enthält. Trotzdem ist der Cluster ziemlich still in der nächsten Zeit.

Unser nächster Weg führt uns zum "Kartographen" - er ist schrullig und vergeßlich, aber ein netter Kerl. Während wir mit ihm reden, erhalte ich die Information, das Transfer mich sucht und sende eine codierte Nachricht zurück. Auch wenn es unmöglich sein kann, das der Stream gegen seine eigenen Anhänger vorgeht, so ist doch vorsicht geboten - vielleicht hat jemand die Gunst der Stunde genutzt und den Cluster unterwandert.

Währenddessen geht Rinja im Auftrag von uns allen in die Oberstadt, um Rudger die gesammelten Erkenntnisse vorzutragen. Beim Kartographen kommt es schließlich zum Treffen und wir haben Gelegenheit, Rudger die ganzen Vorgänge zu schildern und aufzudecken.

Rudger ist uns daraufhin sehr dankbar, das wir uns so für Justitian eingesetzt haben und drückt dies auch aus. Er läßt die Blockade des Jehammedanerviertels aufheben, dann verabschiedet er sich. Wir kehren daraufhin zu den Jehammedanern zurück, um auch dort die Informationen weiterzugeben. Am Ende des Tages werden wir auch dort herzlich empfangen und haben möglicherweise einige neue Freunde und Bekanntschaften gemacht.

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