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Autor Thema: Schusterei Korninger - Ingerimsgasse 9  (Gelesen 5611 mal)

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Hakon Korninger

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Schusterei Korninger - Ingerimsgasse 9
« am: Dienstag, 06. August 2013; 11:30:17 Vormittag »

Das Haus im Handwerkerviertel war früher, bevor sich in dieser Gegend mehr und mehr Handwerker niederließen, einmal an einen Bauern aus der Gegend verpachtet und stand nach dessen Tod dann ein paar Jahre leer, bevor es vor einigen Jahren von der Familie Korninger gepachtet und zu einem Wohnhaus mit Werkstatt umgebaut wurde.

Die Remise, die nach vorne zur Straße zeigte und früher als Unterstellplatz für Pferd und Wagen diente, diente jetzt als Grundfläche für den Laden, in dem allerlei Schuhwerk und andere Lederwaren angeboten wurden. Eine Ecke des Ladens war reserviert für drei Sattel, denn Meister Korninger ging nicht nur dem Handwerk des Schusters nach, er war auch ein passabler Sattler, der zu recht stolz auf seine Waren und seine Handwerkskunst sein konnte. Der Laden war durch eine separate Tür von der Straße her zugänglich, ohne das die Kunden erst in den Innenhof gehen mußten. Insgesamt drei Schaufenster boten dem Kunden einen Ausblick auf die Waren und die Qualität, die sie hier erwarten durften.

Der dem Geschäft gegenüberliegende Teil der Stirnseite des Hauses beherbergte den Raum für offizielle Empfänge und Besuche im Haus. Auch hier gab es eine separate Tür, so das man offiziellen Besuch empfangen konnte, ohne die Gäste in den Innenhof bitten zu müssen. Hier gab es auch drei große, in sich unterteilte Bogenfenster, die allesamt kunstvolle Szenen aus dem Schuster- und Sattlerhandwerk zeigten. Die kunstvolle Glasmalerei zeigte im linken Fenster Handwerkstätigkeiten des Schusters, im rechten Fenster war die Kunst der Sattlerei dargestellt, während im mittleren Fenster die kaufmännischen Verrichtungen des Handwerks in Form des Verkaufs dargestellt waren und hier die Verbindung zwischen Ingerim und Phex betont wurde. Jetzt im Sommer waren allerdings auch diese Fenster von dunkelgrünen Holzläden beschattet.

Der Rest des alten Hauses, das im typischen Stil eines horasischen Landhauses rund um einen großen Innenhof inklusive eines Wasserbeckens gebaut war, beherbergte die Werkstatt, Lagerräume und natürlich die Zimmer für die vierköpfige Familie und den Lehrling. An das Haus schloß sich ein ummauerter Garten an, in dem sowohl einige Zier- als auch Nutzpflanzen eine Heimat fanden.

Die Nebengebäude dienten als Lagerfläche oder Stall für Tiere. So gab es ein Reitpferd für die Familie, daneben die durchaus üblichen Schweine, Hühner und Hasen, die die Familie für den Eigenbedarf hielt. Auch ein paar Schafe und Ziegen weideten auf einer kleinen Wiese hinter dem Haus und dienten der Versorgung der Familie.

Das Haus - wie für die Coverna üblich war es weiß gekalkt und hatte ein ausladendes, mit roten Brandziegeln gedecktes Dach, das auch einen großen Teil des Innenhofes überdachte - war gut gepflegt. Die nach außen hin meist kleinen Fensteröffnungen waren jetzt im Sommer mit schön gestrichenen dunkelgrünen Fensterläden verschlossen, um möglichst wenig Sonne und Hitze in das Haus zu lassen. Aus dem Innenhof hörte man gelegentlich das Plätschern des Brunnens oder des Wasserbeckens. Rund um das Haus sorgte Frau Korninger, die ein gutes Händchen für Pflanzen allerlei Art zu haben schien, für Blumen und Zier und verschönerte damit das Grundstück. Bisweilen konnte man auf der gemütlichen Holzbank, die draußen vor dem Haus stand, einen Kater im Schatten liegen sehen, der hier döste und ab und an einen Blick auf seine Umgebung warf.

Weitere Infos / Beschreibungen folgen.
« Letzte Änderung: Dienstag, 06. August 2013; 11:35:32 Vormittag von Hakon Korninger »
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Hakon Korninger

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Re: Schusterei Korninger - Ingerimsgasse 9
« Antwort #1 am: Mittwoch, 21. August 2013; 13:37:38 Nachmittag »

Es war ein schöner Morgen, an dem ein lauer Wind vom Meer in Richtung des Dorfes wehte. Die Praiosscheibe selbst war noch hinter dem Horizont verborgen, tauchte jedoch das Dorf bereits in einen roten Schimmer.

In die Ingerimsgasse 9 kehrte langsam Leben ein - Hakon öffnete gerade die Fenster im Laden, um ein wenig frische und kühle Luft hereinzulassen, während Idra im Innenhof den Tisch für das Frühstück deckte. Isegard, der Lehrjunge der Korningers, ging seinen morgendlichen Aufgaben nach, in dem er die Werkstatt für den Tag vorbereitete, während die Kinder der Korningers ihren Teil der häuslichen Arbeiten erledigten. Einige Zeit später saßen alle am großen Tisch im Innenhof und frühstückten. Dabei ging es bisweilen laut her, wenn die Kinder sich übertrumpften, um Aufmerksamkeit und Interesse zu erhalten. Der Lehrling hingegen war dagegen eher ruhig, was Hakon ab und an etwas beunruhigte.

Als die Sonne schon ein wenig über dem Horizont stand, wurde die Frühstückstafel aufgehoben. Hakon und Isegard gingen in die Werkstatt, um ihr Tagwerk zu beginnen. Schon kurze Zeit später kam auch Rahjana, die Gesellin von Hakon, und gesellte sich zu den beiden in die Werkstatt.

Idra hingegen räumte zusammen mit den Kindern die Tafel auf und kümmerte sich dann um die anstehende Hausarbeit, bei der ihr die Kinder halfen. Es galt, das Vieh zu versorgen und sich ein wenig um den Garten hinter dem Haus zu kümmern. Noch weht der Wind kühl und erfrischend, doch auch heute wird es sicher wieder ein heißer Tag werden, wenn die Praiossscheibe erst hoch am Himmel steht.
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