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Autor Thema: Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch  (Gelesen 16637 mal)

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TypeRyder

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Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch
« am: Freitag, 01. November 2013; 21:41:06 Nachmittag »

Es war stürmig an diesem Herbstabend - ein ungewöhnlich starker Wind wehte durch die Straßen und machte das Atmen schwer.

An einem der Piers im Containerhafen lag die ¨Dnjepotorsk¨, auf der die letzten Container sturmfest gemacht werden würden. Man war fertig zum Ablegen - doch wartete man noch auf einen inoffiziellen Passagier.

Ein Gefallen wurde eingetauscht, um die Passage zu ermöglichen. Die Dnjepotorsk hatte Vladivostok als Ziel - eine gute Ausgangsbasis für die Reise, die dem Passagier noch bevorstand. Die Überfahrt würde alles andere als luxuriös werden - aber das war auch nicht Teil des Deals. Teil des Deals war eine sichere Überfahrt mit Verpflegung und einer Koje. Und dies fand sich in Form einer kleinen Doppelkabine, die auf den Gast wartete. Eine Stunde würde man noch warten, aber dann würde die Passage verfallen.
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Shoryu

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Re: Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch
« Antwort #1 am: Mittwoch, 20. November 2013; 11:47:59 Vormittag »

Es war still am Pier. Es stank nach Brackwasser und Algen. Sein Blick schweifte über die Schiffe und er fand was er suchte. Dort drüben lag sie, die Dnjepotorsk. Tsunetomo prüfte nochmals kurz die Notizen seines Vaters. Ja es war das richtige Schiff. Noch 10 Minuten bis zum Ablegen.
Nochmals schaute er sich um, niemand und nichts sahen ihn in seiner Ecke im Windschatten der Container. Dann trat er hervor und ging zügig zum Schiff. Der kräftige Wind erfasste seine Kleider. Es rauschte in seinen Ohren. Leicht vornübergebeugt betrat er das Fallreep und begab sich an Bord des Schiffes.
Er meldete sich bei der Bordwache. „Ahoi, Anton Bogatchiev mein Name. Ich soll mich hier melden.“
Als die Bordwache sich abwandte um zum Bordtelefon zu greifen prüfte Tsunetomo sein Spiegelbild im Bullauge. Ja, er sah wirklich aus wie ein russischstämmiger Mensch. Der Zauber war ihm gelungen.
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TypeRyder

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Re: Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch
« Antwort #2 am: Donnerstag, 21. November 2013; 17:25:31 Nachmittag »

Die Bordwache hielt kurze Rücksprache mit der Brücke, bevor sie sich wieder an den Neuankömmling wandte: "Ahoi und willkommen an Bord. Du bist spät dran, aber hat ja noch geklappt. Ich zeig dir gleich deine Kabine für die Reise. Besonders luxuriös wird sie nicht sein, wir sind kein Luxusdampfer. Aber sie ist warm, trocken und das Essen an Bord ist gut. Also, komm mal mit"

Mit den letzten Worten holt er das Fallreep ein und ging danach in Richtung des Heckaufbaues. Sie betraten den Aufbau durch eines der Schottluken. Hier drin war es merklich ruhiger, nachdem der bissige Wind ausgesperrt wurde. Es roch nach Maschinenöl und Dieseldämpfen, aber es war auch warm hier. Sie stiegen ein paar Treppen hoch, bis sie schließlich vor einer Tür auf dem E-Deck anhielten. "Dies hier wird für die Überfahrt dein Reich sein. Du hast Glück und die Kabine für dich allein. Essen gibt es morgens zwischen 0500 und 0730, mittags zwischen 1130 und 13030 und abends zwischen 1700 und 1900. Snacks und Getränke kannst du außerdem auch in der Messe kaufen. Bei sonstigen Fragen melde dich einfach" sagte er, während er die Tür aufschloß und Shoryu dann die digitalen Schlüssel sandte.

Die Kabine war nicht sehr groß und zweckmäßig eingerichtet. Links von der Tür gab es eine Garderobe, dahinter ein Doppelstockbett. Auf der rechten Seite war ein kleiner Teil der Kabine abgeteilt, dahinter befand sich eine kleine Naßzelle mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Hinter dieser Zwischenwand gab es eine kleine Sitzecke - eine Bank an der Wand, davor ein Tisch. Wandregale vervollständigten die Ausstattung. Es gab ein kleines Fenster, das nach vorne hinaus ging und durch das man knapp über die Container hinweg schauen konnte. Die Betten hatten jeweils eine kleine Leselampe, daneben gab es eine kleine Lampe über der Sitzecke und eine Deckenlampe. Sicher kein Königreich, aber man konnte deutlich schlechter reisen.
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Shoryu

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Re: Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch
« Antwort #3 am: Samstag, 08. Februar 2014; 21:09:38 Nachmittag »

Shôryû wartete bis sich das Schott hinter ihm schloss, er atmete tief durch und askennte kurz seine Kammer.  Dann legte er seinen Rucksack in eine leere Koje. Mehrmals verbeuge er sich und betete ein stilles Gebet an seinen Kami der Wilden Tiere. Enttäuscht holte er Luft. Wieder konzentrierte er sich und bat um die Unterstützung eines Kami.. Der Kami erschien wie gewünscht und stellte sich nach einer kurzen Kraftprobe in den Dienst Shoryus. Er trug dem Kami auf, seinen Rucksack zu verbergen und zu bewachen Jeder der in seiner Abwesenheit die Kabine betrat solle der Geist askennen und die Essenz dessen an Shoryo übermitteln. . Sollte sich jemand dem Rucksack nähern und ihn entdecken, solle der Geist unverzüglich Shoryu informieren.
Inzwischen waren Stunden vergangen, Shoryu verspürte Hunger. Dennoch ging er zur Brücke und bat den Kapitän um eine leichte Aufgabe für einen Neuling auf See. Denn statt herumzusitzen und fett zu werden, beabsichtigte er dazuzulernen.
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TypeRyder

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Re: Reise in die Schatten - Kapitel 1: Aufbruch
« Antwort #4 am: Montag, 24. Februar 2014; 15:20:49 Nachmittag »

Er konnte sich an dem hektischen Gewusel der Mannschaft orientieren. Die Dnjepotorsk war klar zum Auslaufen, was in erhöhte Aktivität und Aufmerksamkeit resultierte. Man achtete kaum auf ihn, bis er an dem Türdurchgang zur Brücke auftauchte. Hier oben herrschte eine gespannte Atmosphäre. Der Kapitän und seine nautische Crew beobachtete gespannt die Instrumente, hin und wieder wurden einige Kommandos gewechselt, die vom jeweiligen Befehlsempfänger erfahren und routiniert bestätigt und dann umgesetzt wurden. Langjährige und Tausendfach durchgeführte Routine, aber trotzdem immer mit der nötigen Brise Vorsicht und Aufmerksamkeit garniert.

Noch bevor Shôryû überhaupt auf den Kapitän zugehen konnte, wurde er vom 1. Offizier abgefangen: "Du mußt unser Gast sein. Aktuell sind hier alle mit dem Auslaufen beschäftigt, da hat hier niemand Zeit. Wenn du was fragen willst, komm später oder am besten morgen nach dem Frühstück wieder. Dann ist das Schiff auf See und wir haben mehr Zeit. Wenn du noch was brauchst, kannst du es in ungefähr einer halben Stunde in der Messe kaufen, sobald der Bootsmann Zeit dafür hat." Er war nicht unfreundlich, aber bestimmt.
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