Dr. Know

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- Geist in der Matrix
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Das Puzzle
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Es war ein dunkler Tag, am Himmel zogen die schwarzen Regenwolken schnell über die Stadt. Der Wind peitschte die wenigen Bäume, die im Hinterhof standen und wehte eine alte Tüte über die Straße. Ein anstrengender Tag lag hinter Dr. Know, als er sich abends müde in den bequemen Fernsehsessel fallen ließ.
Ein Augenzwinkern später erwachte das Trideo zum Leben, eine Nachrichtensprecherin bei SLN verkündete die neuesten Meldungen aus dem Plex. Dr. Know lehnte sich zurück und schloß müde die Augen...
Für einen kurzen Moment war er wohl eingenickt, um ihn herum war es zwischenzeitlich dunkel geworden. Er schickte einen mentalen Befehl aus, um die Beleuchtung zu aktivieren – aber es passierte nichts. In die leichte Benommenheit mischte sich ein Anflug von Panik, als er merkte, daß kein einziges der Haussysteme reagierte. War er überhaupt noch in seinem Haus? Er konnte immernoch nichts sehen, um ihn herum war es dunkel. Trotzdem meinte er, am pheriphären Rand seines Gesichtsfeldes Bewegungen wahrzunehmen. Er konzentrierte sich auf die Schemen. Diese verdichteten sich langsam – immer mehr dieser Schemen wirbelten herbei, zogen sich zu einer Art drehendem Nebel zusammen. Er sah Datenströme in diesem Nebel – schemenhaft durcheinandergewirbelt. Von dem Nebelhaufen, der langsam an Intensität zunahm, ging ein bläuliches Leuchten aus, das mit zunehmender Intensität des Nebels an Stärke zunahm. Auch wenn Dr. Know noch immer nicht wußte, wo er war oder was hier mit ihm geschah, fühlte er sich doch nicht bedroht oder gefährdet. Der Datennebel inmitten dieser Dunkelheit strahlte Ruhe und Geborgenheit aus – und auch ein Gefühl tiefster Vertrautheit. Neugierig glitt Dr. Know näher an den Wirbel heran, studierte ihn und die Daten, die ihn ihm pulsierten...
BOOOOOOMMM! Mit einem lauten Knallen zerbarst der Nebel und schleuderte seine Datenfragmente in die unendliche Weite der Matrix. Dr. Know hatte das Gefühl, als würde es ihn zerreißen, als er in Sekundenschnelle den Fragmenten hinterher durch die Weiten der Matrix geschleudert wurde. Er wurde von einem Ort zum anderen gezogen, sein Signal eilte in Windeseile um die Erde – immer den Datenfragmenten hinterher, die aus dem Nebel entstanden sind. Das Gefühl war überaus seltsam. Ganz langsam erst kam er in irgendeinem lokalen Netzknoten wieder zur Ruhe – und mit einmal war alles klar. Er streckte seine virtuellen Fühler aus und rief die Datenfragmente, die aus dem Nebel entstanden waren. In Windeseile kamen sie zu ihm geeilt und einem Puzzle gleich setzte er ein jedes an seinen Platz, bis sie alle schließlich eins ergaben. Die Erkenntniss über dieses Wissen traf ihn wie ein Hammerschlag und vor Freude drehte er sich mehrfach in atemberaubender Geschwindigkeit um seine eigene Achse, während sein Icon sich permanent veränderte und modifizierte...
010 | Man kann nie genug wissen... 001 | Datenschutz ist eine Illusion. 111
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