The Unknown - Public Node BBS

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 am: Sonntag, 12. März 2017; 21:38:31 Nachmittag 
Begonnen von Curiosity - Letzter Beitrag von Karel
Curiosity - na so was. - Du auch hier? - Na auf alle Fälle gibts mittlerweile - neben den Do-it-your-self-Hoverboards vom guten Hansen (von denen ich eins mein Eigen nenne) auch verschiedene entsprechende Konzernprodukte:

Das 720er von Spinrad Industries, das Novatech Nigh Trasher und ein Modell namens Rocket Racoon - je für 4.000 €

Das California Condor von  Horizon, die sich dafür mit Ares Consumer Products zusammengetan haben,  das Renraku Prowler sowie das Ehecatl von Aztechnology als abgespeckte Version für je 2.000 €

Hoverskates gibt's bei Ares und NeoNET mittlerweile zwar auch zu kaufen - aber die sind echt so lame, daß sie reine Kinderpielzeuge darstellen!

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 am: Dienstag, 07. Juli 2015; 19:24:56 Nachmittag 
Begonnen von Jane - Letzter Beitrag von Jane
Aus dem Leben eines Minotaurus...

Da war ich also, gestrandet in Berlin. Man, was für ein Mist, sag ich. Sauer schaute ich mich in meiner Bleibe um - ein alter Loft, keine gute Gegend. Aber zumindest vernünftig und wohnbar für einen, der ein wenig größer geraten war als seine Mitmenschen. Dem Schicksal hatte es gefallen, aus mir einen Minotaurus zu machen. Das bedeutete, das normales Zeug seither wirkte wie Puppenspielzeug und ich mich in normalen Häusern und Wohnungen immer unwohl fühlte. Beengt, eingezwängt, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich bin nicht unbedingt klein mit meinen knapp zweieinhalb Metern - und die Hörner sind da auch nicht grad hilfreich. Hey, nicht das wir uns falsch verstehen: nichts gegen meine geilen Hörner, die haben es in sich! Allerdings - wenn ich mich an damals erinnere, als mir die Dinger aus dem Kopf rausgewachsen sind: Ich sage dir, das waren die heftigsten zwei Tage meines Lebens, was Kopfschmerzen anging.

Was macht man, wenn man mutiert und einen die eigenen Eltern nicht mehr wollen? Man versucht sein Glück anderswo. Hab ich auch gemacht, bin zum Militär gegangen. Da kann man so Wonnepropen wie mich immer gebrauchen, hieß es. War auch ganz nett, wenn man von den gelegentlichen Beleidigungen und Rassismus absah. Konnte mich ja wehren, nich? Das war es dann auch, was nach sechs Jahren für einen Berufs- und Tapetenwechsel gesorgt hat. Vielleicht hätt' ich nicht grad meinem Kasernenkommandeur die Fresse polieren sollen, der hat mir das irgendwie krumm genommen. Dann kam das übliche: Disziplinarverfahren, unehrenhaft entlassen und das ganze Zeug. Naja, blöd gelaufen eben. War schon eine Umstellung, nach den Jahren wieder ein "Ziviler" zu sein. Bringt ganz neue Probleme mit sich, wenn man seine Spielzeuge dabeihaben will - und wer will das nicht, oder? Hab nämlich noch ein paar kleinere Andenken mitgenommen - gut, wenn man sich mit dem Quartiermeister gut versteht, sag ich.

Meine neue Bleibe hatte ich vor ein paar Tagen bezogen, nachdem der alte Bewohner eingesehen hatte, das ich diese Wohnung besser brauchen konnte als er. Jetzt hieß es, hier erstmal Fuß zu fassen. Passend, das gerade ein Anruf von meiner alten Bekannten Anita reinkam...

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 am: Montag, 24. Februar 2014; 15:20:49 Nachmittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von TypeRyder
Er konnte sich an dem hektischen Gewusel der Mannschaft orientieren. Die Dnjepotorsk war klar zum Auslaufen, was in erhöhte Aktivität und Aufmerksamkeit resultierte. Man achtete kaum auf ihn, bis er an dem Türdurchgang zur Brücke auftauchte. Hier oben herrschte eine gespannte Atmosphäre. Der Kapitän und seine nautische Crew beobachtete gespannt die Instrumente, hin und wieder wurden einige Kommandos gewechselt, die vom jeweiligen Befehlsempfänger erfahren und routiniert bestätigt und dann umgesetzt wurden. Langjährige und Tausendfach durchgeführte Routine, aber trotzdem immer mit der nötigen Brise Vorsicht und Aufmerksamkeit garniert.

Noch bevor Shôryû überhaupt auf den Kapitän zugehen konnte, wurde er vom 1. Offizier abgefangen: "Du mußt unser Gast sein. Aktuell sind hier alle mit dem Auslaufen beschäftigt, da hat hier niemand Zeit. Wenn du was fragen willst, komm später oder am besten morgen nach dem Frühstück wieder. Dann ist das Schiff auf See und wir haben mehr Zeit. Wenn du noch was brauchst, kannst du es in ungefähr einer halben Stunde in der Messe kaufen, sobald der Bootsmann Zeit dafür hat." Er war nicht unfreundlich, aber bestimmt.

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 am: Donnerstag, 13. Februar 2014; 12:23:46 Nachmittag 
Begonnen von Sputnik - Letzter Beitrag von Sputnik
16. Januar 2073 - 23:42 Uhr

Das Anliegen von Karl hatte es in sich - ich war froh, das ich meine Prüfungsarbeiten in den letzten Tagen schon abarbeiten konnte, sonst hätte mir sein Anliegen vermutlich ordentlich das Studium verhagelt.

Dabei war der Kern seines Anliegens nachvollziehbar. Er bat uns - Jessy, Hagen und mich - darum, das wir uns um das Problem mit der Yakuza kümmern sollten. Aufgrund unseres bisherigen subtilen und planvollen Vorgehens vertraute man uns soweit, als das wir für den Job anscheinend die Optimalbesetzung wären. Gewünscht war, die Yakuza nachhaltig und dauerhaft aus Freiburg zu vertreiben. Diesen Job ließ sich die Hand der Freiheit anscheinend ordentlich was kosten: Es war eine Prämie von 500.000 Euro ausgesetzt dafür. Und dies sollte noch einmal verdoppelt werden, wenn wir es auch noch schaffen würden, die Machenschaften, Verbindungen und Hintermänner des "Bundes der Traditionen" hieb- und stichfest zu beweisen, so das die Hinweise und Beweise auch unter schwerstem Beschuß durch Korruption und Vetternwirtschaft noch gerichtstauglich wären.

Prinzipiell also ein Auftrag, den ich von ganzem Herzen mittragen konnte, denn sowohl die Yakuza als auch dieser komische Bund waren mir ein Dorn im Auge, die Yakuza hatte gar schon für handfeste Probleme gesorgt. Gedanken machte ich mir allerdings über die Implikationen des Begriffes "nachhaltig" beziehungsweise "dauerhaft", was sowohl Karl als auch die Kollegen anscheinend aktuell so interpretierten, das wir das Yakuzaquartet gezielt ausschalten würden. Wetwork, wie man sowas wohl auch bezeichnete. Und ein Fakt, mit dem ich noch nicht so ganz im Reinen war. Dazu gingen mir einige Gedanken durch den Kopf, die die verschiedenen Argumente für diesen Fall abwogen. Auf der einen Seite stand ganz klar die Bedrohung, die durch diese vier Yakuzas ausging. Neben den diversen Straftaten, die diese schon begangen hatten war auch nicht auszuschließen, das sie durchaus auch ein weiteres Mal versuchen konnten, uns zu erwischen, wie sie es schon einmal probiert hatten. Und bei diesem nächsten Mal würden sie vermutlich vorsichtiger sein, da wir ihnen schon einmal die Tour versaut hatten.

Klares Kontraargument war natürlich, das wir durch die gezielte Tötung dieser vier Personen selber eine Straftat begingen - und moralisch gesehen durch diese Tat keineswegs besser wären als die Yakuzas. Auch ein Mord für einen guten Zweck blieb am Ende des Tages trotzdem ein Mord. Ich würde darüber noch zu grübeln haben und hoffte, das es eine weniger drastische Möglichkeit gab, diese Situation zufriedenstellend zu lösen. Aber dafür benötigten wir erst einmal Informationen.

Ein anderer interessanter Punkt an diesem Auftrag war der Zuwachs, den wir durch Karl bekommen hatten. Er hatte uns mit einem Herrn "Cohen" bekannt gemacht, der eine wichtige Lücke in unserem Team schließen sollte. Cohen war magisch begabt, was gerade für diesen Auftrag sehr wichtig war. Unsere Informationen besagten, das einer der Yakuzas ein initiierter Magiebegabter war - umso wichtiger war es, das wir auch über magisches Potential in unseren Reihen verfügten, um von solch nützlichen Dingen wie Spruchabwehr, Heilmagie und anderem sinnvollen Mullumullu profitieren zu können. Zweiblum war ja leider nicht greifbar, da er auf irgendeiner Forschungsreise unterwegs war, aber unser "Neuer" machte zumindest mal einen guten ersten Eindruck. Er schien über einen netten Trick des Gestaltwandelns zu verfügen - darüber mußte ich bei Gelegenheit noch mehr herausfinden.

Die Aufgabe war herausfordernd. Unser Gegner war fähig, kompetent, gut ausgerüstet und verfügte anscheinend auch über gute Verbindungen. Es würde nicht ganz so einfach werden, die Ratten aus ihrem Bau zu treiben. Mit diesen Gedanken im Kopf kam ich um kurz vor Mitternacht beim Wohnheim an - ich hatte beschlossen, die heutige Nacht hier zu verbringen. Auch ein subtiler Shadowrunner muss ab und an mal seine Wäsche waschen.

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 am: Sonntag, 09. Februar 2014; 02:59:10 Vormittag 
Begonnen von Sputnik - Letzter Beitrag von Sputnik
16. Januar 2073, Freiburg:

Im Nachgang der Aktivitäten rund um die Klinik und die Krallen des Drachen schaukeln sich in Freiburg die verschiedenen Fraktionen der organisierten Kriminalität und der hiesigen Gangs gegenseitig auf. Durch umfangreiche Recherchen kann ich mir einen Überblick über die hiesigen Unterweltorganisationen, deren Struktur und die Verbindungen untereinander machen und stoße sozusagen in ein Wespennest an kompliziert miteinander verwobenen Beziehungen, die das Herz eines jeden Sozialwissenschaftlers höher schlagen lassen würden.

Allen gemeinsam ist, das sie die neuen coolen Kids im Block, nämlich die Krallen des roten Drachen, alle nicht leiden können. Die bisher dominante Vory fühlt sich durch die Yakuzas mächtig auf den Schlips getreten, aber auch die "Freiburger Teufel", ihres Zeichens die größte Gang hier, sind von den Japanern nicht unbedingt angetan. Und dann gibt es da noch die Mafia, die sich generell eher ruhig zeigt, aber auch nicht sonderlich gut zu sprechen ist auf die "Neuen". Zu den verschiedenen Gruppierungen und Aktivitäten sammele ich einiges an Infos - Aktivitäten, Schattenkonten, Geldbewegungen und weitere interessante Informationen finden unbemerkt ihren Weg in meine Datenspeicher, wo sie gleich darauf verschlüsselt und mit einer hochwertigen Datenbombe gesichert gespeichert werden.

Die Matrixsicherheit der organisierten Kriminalität ist hier in Freiburg guter Durchschnitt, aber kein wirkliches Hindernis. Nach guter Vorbereitung habe ich Zugang zu allen Systemen.

Nachdem ich mir die verschiedenen Vorgänge und auch die Aktivitäten der Fraktionen unter- und gegeneinander angesehen habe, fange ich meinerseits mit Aktivitäten an. Getreu dem Motto "Feuer mit Feuer bekämpfen" sorge ich für ein paar zusätzliche Spuren, die von einem zum anderen führen. Durch kleinere Manipulationen hier und falsche Datenspuren dort sorge ich dafür, das sich die verschiedenen Fraktionen langsam in einen kritischen Zustand manövrieren, der sie vielleicht zu offenen Handlungen untereinander bringt. Möglicherweise würde das ja dabei helfen, die Fraktionen im Allgemeinen auszudünnen oder soweit zu beschäftigen, das sie andere Leute und speziell uns aus den Augen verlieren. Quasi ein Nebenprodukt ist eine kleine Finanzspritze, deren Quelle manigfaltige Schattenkontos darstellen und die - sauber gereinigt und nicht zurückverfolgbar - zu einem meiner Schattenkonten führt. Während dieser Aktivitäten rund um die organisierte Kriminalität erreichen meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen ganz neue Höhepunkte - ich war vermutlich noch nie so gut gesichert und abgeschirmt unterwegs wie bei diesen Hacks. Gefälschte IDs, Signaturen, Proxys, Umleitungen und Weiterleitungen sind ebenso Teil des Programms wie ein sehr hohes Stealthsystem und vorsichtige und gut geplante Aktionen in der Matrix.

Vor dem uns bekannten Krankenhaus kam es schließlich auch am 09. Januar zum Showdown zwischen der Vory, den Freiburger Teufeln und bewaffneten Sicherheitskräften. Im Rahmen der schon fast bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen wird die Klinik stark beschädigt und die Rockergruppe fast aufgerieben. Auch die Vory muss einige Verluste hinnehmen. Was mich interessiert: Wer steckt wohl hinter diesen Aktivitäten? Die ganzen Vorgänge, die zu diesen Auseinandersetzung geführt haben, wirken bei näherer Betrachtung eher fingiert als echt. Trotzdem hat dieser Kampf in ganz Freiburg und auch darüber hinaus deutliche Auswirkungen. Unter anderem erklärt der Bürgermeister am folgenden Tag (Dienstag, 10. Januar 2073) den Notstand, entsprechende Regeln treten in Kraft. Eine dieser Regeln ist eine tägliche Ausgangssperre von 21:00 - 06:00 Uhr, die sehr hart durchgesetzt wird. Ebenso werden auch die Waffengesetze verschärft und Sicherheitszonen eingerichtet.

Die organisierte Kriminalität ist in den folgenden Tagen extrem ruhig. Die Yakuza igeln sich komplett ein, fahren sämtliche Sicherheitsmaßnahmen auf ganz neue Stufen und halten sich im Hintergrund. Die Vory mauert sich ebenfalls ein, sie versuchen aber auch, das Machtvakuum, das durch die Zerschlagung der Freiburger Rocker entstanden ist, für sich zu nutzen. Die Mafia ist auch weiterhin ruhig, hat sich aber auch in den Krieg nur spärlich eingemischt.

Hagen und ich nutzen unsere neuen Finanzmittel, um jeweils eine neue SIN mit Lizenzen und einer sauberen Zulassung als Söldernunternehmen zu erhalten. Wenn die Zustände weiter so sein würden - entweder hier oder in anderen Gebieten in Freiburg und Umland - dann wäre es sicherlich hilfreich, wenn man auch an schwerere Waffen und Fahrzeuge rankommen würde. So bin ich jetzt also neben meiner Tätigkeit als Student, Projektleider / Geschäftsleitungsassistenz und Rollenspieler auch noch Geschäftsführer eines Söldnerunternehmens mit Namen "OREO42", über dessen Form und Gestaltung ich mir einige Gedanken mache. Ebenso ertappe ich mich dabei, wie ich - nicht zum ersten Mal, soviel sei gesagt - mir Gedanken darüber mache, ob ich Freiburg nicht besser verlassen sollte. Aber Andererseits: Woanders ist auch nicht alles Friede, Freude, Eierklauen. Hier in Freiburg ging es zugegebenermaßen hoch her, aber mittlerweile kannte ich mich hier aus, kannte die Stadt und das Umland und hatte mir auch eine gute Kontaktbasis hier in Freiburg erarbeitet. Nicht zu vergessen die materiellen Resourcen wie zum Beispiel die Werkstatt hier Freiburg.

Also blieb ich erstmal hier, prüfte und ergänzte aber meine Notfallpläne auf Vollständigkeit, Korrektheit und Machbarkeit, um vorbereitet zu sein. Und dann kam das Angebot von Karl.

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 am: Samstag, 08. Februar 2014; 21:09:38 Nachmittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von Shoryu
Shôryû wartete bis sich das Schott hinter ihm schloss, er atmete tief durch und askennte kurz seine Kammer.  Dann legte er seinen Rucksack in eine leere Koje. Mehrmals verbeuge er sich und betete ein stilles Gebet an seinen Kami der Wilden Tiere. Enttäuscht holte er Luft. Wieder konzentrierte er sich und bat um die Unterstützung eines Kami.. Der Kami erschien wie gewünscht und stellte sich nach einer kurzen Kraftprobe in den Dienst Shoryus. Er trug dem Kami auf, seinen Rucksack zu verbergen und zu bewachen Jeder der in seiner Abwesenheit die Kabine betrat solle der Geist askennen und die Essenz dessen an Shoryo übermitteln. . Sollte sich jemand dem Rucksack nähern und ihn entdecken, solle der Geist unverzüglich Shoryu informieren.
Inzwischen waren Stunden vergangen, Shoryu verspürte Hunger. Dennoch ging er zur Brücke und bat den Kapitän um eine leichte Aufgabe für einen Neuling auf See. Denn statt herumzusitzen und fett zu werden, beabsichtigte er dazuzulernen.

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 am: Donnerstag, 21. November 2013; 17:25:31 Nachmittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von TypeRyder
Die Bordwache hielt kurze Rücksprache mit der Brücke, bevor sie sich wieder an den Neuankömmling wandte: "Ahoi und willkommen an Bord. Du bist spät dran, aber hat ja noch geklappt. Ich zeig dir gleich deine Kabine für die Reise. Besonders luxuriös wird sie nicht sein, wir sind kein Luxusdampfer. Aber sie ist warm, trocken und das Essen an Bord ist gut. Also, komm mal mit"

Mit den letzten Worten holt er das Fallreep ein und ging danach in Richtung des Heckaufbaues. Sie betraten den Aufbau durch eines der Schottluken. Hier drin war es merklich ruhiger, nachdem der bissige Wind ausgesperrt wurde. Es roch nach Maschinenöl und Dieseldämpfen, aber es war auch warm hier. Sie stiegen ein paar Treppen hoch, bis sie schließlich vor einer Tür auf dem E-Deck anhielten. "Dies hier wird für die Überfahrt dein Reich sein. Du hast Glück und die Kabine für dich allein. Essen gibt es morgens zwischen 0500 und 0730, mittags zwischen 1130 und 13030 und abends zwischen 1700 und 1900. Snacks und Getränke kannst du außerdem auch in der Messe kaufen. Bei sonstigen Fragen melde dich einfach" sagte er, während er die Tür aufschloß und Shoryu dann die digitalen Schlüssel sandte.

Die Kabine war nicht sehr groß und zweckmäßig eingerichtet. Links von der Tür gab es eine Garderobe, dahinter ein Doppelstockbett. Auf der rechten Seite war ein kleiner Teil der Kabine abgeteilt, dahinter befand sich eine kleine Naßzelle mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Hinter dieser Zwischenwand gab es eine kleine Sitzecke - eine Bank an der Wand, davor ein Tisch. Wandregale vervollständigten die Ausstattung. Es gab ein kleines Fenster, das nach vorne hinaus ging und durch das man knapp über die Container hinweg schauen konnte. Die Betten hatten jeweils eine kleine Leselampe, daneben gab es eine kleine Lampe über der Sitzecke und eine Deckenlampe. Sicher kein Königreich, aber man konnte deutlich schlechter reisen.

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 am: Mittwoch, 20. November 2013; 11:47:59 Vormittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von Shoryu
Es war still am Pier. Es stank nach Brackwasser und Algen. Sein Blick schweifte über die Schiffe und er fand was er suchte. Dort drüben lag sie, die Dnjepotorsk. Tsunetomo prüfte nochmals kurz die Notizen seines Vaters. Ja es war das richtige Schiff. Noch 10 Minuten bis zum Ablegen.
Nochmals schaute er sich um, niemand und nichts sahen ihn in seiner Ecke im Windschatten der Container. Dann trat er hervor und ging zügig zum Schiff. Der kräftige Wind erfasste seine Kleider. Es rauschte in seinen Ohren. Leicht vornübergebeugt betrat er das Fallreep und begab sich an Bord des Schiffes.
Er meldete sich bei der Bordwache. „Ahoi, Anton Bogatchiev mein Name. Ich soll mich hier melden.“
Als die Bordwache sich abwandte um zum Bordtelefon zu greifen prüfte Tsunetomo sein Spiegelbild im Bullauge. Ja, er sah wirklich aus wie ein russischstämmiger Mensch. Der Zauber war ihm gelungen.

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 am: Samstag, 02. November 2013; 13:06:46 Nachmittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von TypeRyder
Es war still draußen und für die Jahreszeit etwas zu kühl. Die Lichter der Stadt erhellten den Nachthimmel und in unmittelbarer Nähe wurde das alte Gebäude, in dessen Schatten die Frau wartete, von Gasentladungslampen angestrahlt. Der Platz vor dem Informationskasten, in dem sowohl echte als auch AR-Informationen angeschlagen waren, lag allerdings mehr im Halbdunkel. Sie war in einen warmen Mantel gekleidet, ein Tuch umhüllte ihren Kopf und verbarg ihre Frisur. Sie war nicht die Einzige heute Abend, da in der Kirche ein Orgelkonzert gegeben wurde. Aber anscheinend hatte sie es weniger eilig, den vor dem Kasten verharrte sie einige Minuten und studierte die dort preisgegebenen Informationen.

Als ihre Kontaktperson zu ihr trat, wirkte sie erleichtert - vermutlich erfreute sie die Aussicht, diesen kühlen Ort in Kürze verlassen zu können. Ihre Kontaktperson war ebenfalls in einen warmen Mantel gekleidet, statt dem Tuch war sein Kopf mit einem Hut gegen die Kälte geschützt. "Guten Abend" sagte er und trat auf sie zu, um ihr - etwas altmodisch anmutent - die Hand zu reichen. Per Handschlag aktivierten sie die Skinlinkverbindung zwischen ihren Comlinks. Ein kurzer Augenblick, aber er reichte, um die eigentliche Botschaft verschlüsselt und gesichert zu übertragen: "Das Paket ist auf dem Weg. Daten anbei" hörte die Frau über die gesicherte Verbindung und empfing gleichzeitig ein verschlüsseltes und gesichertes Datenpaket. Sie nickte dem Mann kurz zu, dann tauschten sie - hauptsächlich für die Umgebung und eventuelle Mitlauscher bestimmt - ein paar Gesprächsfetzen aus, die nur für einen flüchtigen Betrachter wertvolle Informationen darstellten. Nachdem sie gerade lange genug beisammenstanden, verabschiedeten sie sich, wiederum mit Handschlag. Wieder wechselte ein gesichertes Datenpaket den Besitzer, dann ging ihr Gesprächspartner wieder. Die Dame wandte sich der Kirche zu - auf das Konzert hatte sie sich schon seit einigen Wochen gefreut.

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 am: Samstag, 02. November 2013; 12:02:14 Nachmittag 
Begonnen von TypeRyder - Letzter Beitrag von TypeRyder
Dieses Thema wurde verschoben nach Reise in die Schatten.

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